Hardware VMware

HP Smart Array P410

Für meinen vor kurzem erworbenen HP Microserver benötigte ich noch einen Controller – die Wahl fiel hier auf den HP Smart Array P410, den auch HP selbst für den Microserver anbietet. Dieser verfügt über:

  • 256 MB Cache (DDR2-800, mit FBWC sind maximal 1 GB möglich)
  • SATA-6G und SATA-3G Support
  • Funktionsupgrade mittels Smart Array Advance Pack (SAAP) möglich
  • 2x MiniSAS 36-pin Ports für maximal 8 SAS-/SATA-Geräte
  • PCI-Express x8 Port
  • Standardmäßig RAID0, RAID1, RAID10, RAID5 und RAID50-Support (mit BBWC/FBWC auch RAID6 und RAID60)

 

Mein vorheriger VMware-Server hatte einen Smart Array P400, der sich aber nicht im Microserver verbauen lies – die Kabel liesen sich nicht anschließen (hierüber habe ich im letzten Artikel ausführlich berichtet).

Allerdings machte auch der P410 erstmal Probleme – nachdem die Karte verbaut und der Server wieder eingeschaltet war, stürze das System im BIOS des Controllers und beim Booten ab. Ich hatte da so eine Idee und führte ein Firmware-Downgrade von der installierten 5.x auf die letzte 3.x mithilfe der HP Firmware DVD durch – und siehe da: das war tatsächlich die Lösung. Keine Ahnung, was HP da gedreht hat, aber offensichtlich haben neuere Versionen der Firmware Probleme mit SATA-Geräten; eventuell war das auch pure Absicht – keine Ahnung.

Seit dem Firmware-Downgrade läuft der Controller wunderbar und wird auch innerhalb ESXi 5.0 ohne Probleme erkannt.

 

Anbei natürlich – wie immer – ein paar Bilder:

 

 

🙂

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14 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Lukas sagt:

    Servus,

    habe nach ner geeigneten LP Slotblende gesucht und bin hier gelandet 😉

    Das Problem ist an meinem P400/512MB ebenfalls aufgetreten, alle FW Versionen über 5.2 haben zum Systemcrash geführt.

    Bei meinem neusten P400/256MB ist bereits die FW 7.22 drauf gewesen und ein Downgrade hat der Controller mit einem Fehler abgebrochen.
    Ab der FW 5 werden wohl nicht mehr alle Platten erkannt.

    HP ist wohl auch nur Maggi Kochstudio 😉

    1. Christian sagt:

      Moin!

      Ist ja lustig – die (Google-)Welt ist in der Tat klein. 😀

      Wie hast Du das Downgrade durchgeführt – auch über die Firmware-DVD? Wenn ja, da muss man erst unter „Options“ den Haken „Enable downgrades“ aktivieren, ansonsten bricht der Vorgang ab. Da gibt’s auch noch einen anderen Haken, glaube „Enable non-Bundle Updates“ – den musste ich auch aktivieren, damit das Downgrade überhaupt funktioniert.

      Sehr kurious, das Verhalten ist nirgens dokumentiert – oder ich habe es bisher einfach nicht in den Changelogs gefunden. 😀

      LOL – genau! HP ist in der Tat ein Maggi-Kochstudio. Ein bisschen Bugfixes, ein bisschen Feature-Removement, einmal rühren – und fertig ist die neue Firmware. 😀

  2. HGU sagt:

    Guten Tag
    Wollte jetzt auch meine ersten Erfahrungen mit ESXi 5.0 sammeln. Ich habe mir ebenfalls einen HP Smart Arry P410 zugelegt.
    Auf diesem war bereits die Firmware 5.14 drauf. Bei mir scheint der Controller mit dieser Firmware zu funktionieren. Unter Speicheradapter wird er auf jeden Fall angezeigt. Ich habe mir ein Raid 5 mit 6TB erstellt. Unter Speicher kann ich die 6TB auch hinzufügen.
    Genau dazu habe ich jetzt aber eine Frage.
    Wie kann ich jetzt auf diese 6TB in einer virtuellen Maschine zugreifen?
    „Zuordnungen für Raw-Geräte“ ist bei mir ausgegraut. „Vorhandene Virtuelle Festplatte verwenden“ finde ich das Raid auch nicht.
    Muss ich da ein RDM erstellen?
    Kannst Du mir diesbezüglich vielleicht einen Typ geben.

    Viele Grüsse
    HGU

    1. Christian sagt:

      Hallo!

      Okay – anscheinend tritt der Fehler nicht bei allen Versionen des Controllers auf. Ein Raw-Device-Mapping funktioniert nur, wenn die „Festplatte“ nicht in Verwendung ist. Weiß ja nicht, ob Du deine ganzen 6 TB einer VM zuweisen willst oder nur einen Teil. Wenn letzteres, würde ich wie folgt vorgehen:

      1.Virtual Disk für Nutzdaten/NAS – z.B. 4 TB groß
      1.Virtual Disk für Virtuelle Maschinen – z.b. 2 TB groß

      Die virtuellen Disks müssen im BIOS des P410s konfiguriert werden. Die virtuelle Disk, die Du per RDM durchgeben willst, darf nicht über den ESXi formatiert und verwendet werden – nur so funktioniert RDM.

      Ansonsten könntest Du deine 6 TB auch einfach als mehrere virtuelle Festplatten im ESXi anlegen und z.B. 2x 2 TB anlegen und deiner VM zur Verfügung stellen. Das OS macht über Software-RAID oder LVM dann eben wieder „eins“ draus. Wichtig ist, dass eine virtuelle ESXi-Festplatte nicht größer als 2 TB sein kann (!). Ersteres dürfte aber schneller sein, da Du „direkt“ auf die virtuelle Festplatte zuggreifst und dich nicht durch virtuelle ESXi-Festplatten durcharbeiten musst.

      Tschokko macht das auch so: [Tschokko’s Blog]
      Er verwendet allerdings „noch“ ESXi 4.1 und kann da keine Volumes größer als 2 TB durchreichen.

      Lass mal hören, wie Du das gelöst hast. 🙂

      Beste Grüße!

  3. HGU sagt:

    Danke für die schnelle Antwort.
    Meine Hoffnung war eigentlich, dass ich das Raid 5 direkt einer virtuellen Maschine zuweisen kann. – Das scheint nicht zu funktionieren.
    Meine Idee ist, ein Linux Server (CentOS) aufzubauen und die 6TB für die Datenhaltung zu gebrauchen.
    Werde warscheinlich den Weg über RDM gehen und diese dann an die virtuelle Maschine weiterleiten.
    Vielen Dank für deine Hilfe.

    Gruss
    HGU

  4. Frank sagt:

    Hallo,

    ich bin auch über die kleine (Google)-Welt bei dir gelandet 😉 und hoffe du nimmst mir nicht übel wenn dieses nicht ganz neue Thema nochmal aufwärme.

    Der P410 (den habe ich jedenfalls in Verdacht) versucht auch mich in den Wahnsinn zu treiben.
    Bei mir stürzt zwar nix ab, aber die (2) Arrays verlieren unter Last gerne mal eines der Sata-Laufwerke (manchmal auch mehrere) und nach nem Reboot ist dann alles wieder gut, die Disks sind wieder da und werden auch als ok angezeigt.

    FW vom Controller ist die 6.60, ich würde gerne mal die von dir angesprochene letzte 3.x testen, tue mich aber schwer diese zu finden. Hast du die noch und würdest sie mir eventuell zukommen lassen ?

    gruß Frank

    P.S. schönes Blog bin gerade am stöbern 🙂

    1. Christian sagt:

      Hi Frank!

      Natürlich sind auch Kommentare zu älteren Artikeln gerne gesehen! 🙂

      Ist ja ein seltsamer Effekt, den Du bei deinem Controller beobachtest. Sind die Festplatten denn definitiv okay? Hast Du mal einen Badblocks-Test (einzeln) ausgeführt?

      Die Firmware habe ich leider nicht mehr parat – ich hätte die damals echt sichern sollen.. 🙁

      Ältere Firmware-Versionen bietet HP ja leider nicht mehr ohne Weiteres an – die DVD (Link aus dem Blog-Post) gibt es aber noch. Eventuell enthält diese ja noch die ältere FIrmware, das habe ich jetzt nicht getestet. Hast Du die schon ausprobiert?

      Vielen Dank auch für das Feedback! 🙂

      Beste Grüße,
      Christian!

  5. Frank sagt:

    Moin Christian,

    die Platten habe ich nicht einzeln geprüft, da es auch immer mal verschiedene betroffen hat und die auch
    neu aus NBs ausgebaut waren, habe ich nicht an defekte Platten geglaubt.

    An die FW-DVDs von HP kommt man ohne Vertrag leider nicht so leicht ran, ich habe zwar eine ergattert aber da ist nur noch die 5.70 als ältere FW mit drauf. (Ich habe die Maschine gebraucht als Spielwiese gekauft und ein paar übrig gebliebene 2.5″ HDDs verwertet)

    Allerdings ist die Geschichte inzwischen weiter gegangen, dein Bericht über deinen defekten P410 hat mich dazu verführt einen Ersatzcontroller zu kaufen. Das hatte gleich mal nix gebracht, gleich beim ersten Last-Test war wieder eine Platte weg.
    Mit diesem Smart Array Tool von der HP-DVD hab ich mir dann noch mal alles was man da so sieht angeschaut und gesehen das die Platten leider auch leicht unterschiedliche FW-Stände haben, sicher nicht so ideal.
    Und nur so, weil man es dort halt kann, habe ich mal die 25/75% Default-Einstellung für den Read/Whrite-Cache auf 40/60 verstellt, seit dem nun keine Plattenausfälle mehr (ca. ne Woche nun).
    Keine Ahnung was ich davon halten soll….

    gruß Frank

    1. Christian sagt:

      Hallo Frank!

      Ach.. jetzt, wo Du es sagst, erinnere ich mich da an ein Detail. Bei meinem Controller war die von dir erwähnte Verhältnis-Einstellung vorab auf einen anderen Wert als 25/75 eingestellt. Das war mir aufgefallen, weil das beim vorherigen Controller (ich hatte ja auch einen amüsanten Defekt) eben so vorkonfiguriert wurde. Eventuell hängt das ja wirklich damit zusammen. Eine plausible Erklärung ist das aber wirklich nicht – ich bin gespannt, ob dein Controller jetzt wirklich langfristig stabiler läuft.

      Beste Grüße,
      Christian.

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