Hardware OSBN/Ubuntuusers Planet

Toshiba Libretto 100CT

Seit Jahren wünsche ich ihn mir schon, einen alten Toshiba Libretto. Nun habe ich endlich einen! 🙂

Für die jenigen, die nicht wissen, was ein Libretto ist: Ein Libretto ist eines der kleinsten und ersten Subnotebooks, gebaut wurden die Geräte von Toshiba seit 1996. Aktuell ist das Libretto W100, ausgestattet mit zwei Touchscreens (ein Screen dient als Tastatur).

Die alten Librettos, wie mein 100CT, haben das Format einer Videokasette und wiegen unter einem Kilo, was sie seinerzeit insbesondere für Geschäftsleute interessant machte.

Technische Daten meines 100CTs:

  • Intel Pentium MMX mit 166 Mhz
  • 32 MB RAM (erweiterbar auf 64 MB)
  • 2x PCMCIA/Cardbus (32bit-fähig, also kein Problem USB und WLAN zu nutzen!)
  • 7.1″ Display mit 800×480 Pixel
  • Infrarot und Yamaha-Soundkarte
  • 2.1 GB Festplatte
  • Docking-Station mit VGA, RS232, LPT und PS/2

Insbesondere der 32-bit Cardbus/PCMCIA-Slot ist sehr nett, so kann man auch „moderne“ Hardware wie USB- und WLAN-Karten nachrüsten. Das macht den Libretto auch für Surfen im Netz tauglich. Allem in allem ist der Libretto für Nerds/Geeks ein hübsches kleines Spielzeug.

Die etwas kleine aber vor allen Dingen langsame und laute 2.1 GB Festplatte habe ich durch eine modernere 20 GB Festplatte ersetzt. Denkbar ist auch der Einbau einer IDE-SSD oder eines CF-IDE-Adpters zum lautlosen Einsatz. Erfahrungsberichten zufolge soll sich der Pentium auch ohne Probleme auf 266 Mhz (was der Leistung des Nachfolgermodells 110CT entspricht) übertakten lassen.

Ein kleines Video, das den Libretto und die Docking-Station zeigt:

Anbei noch Infos zur CPU und zur verbauten Hardware

# cat /proc/cpuinfo
processor       : 0
vendor_id       : GenuineIntel
cpu family      : 5
model           : 8
model name      : Mobile Pentium MMX
stepping        : 1
cpu MHz         : 166.645
cache size      : 0 KB
fdiv_bug        : no
hlt_bug         : no
f00f_bug        : yes
coma_bug        : no
fpu             : yes
fpu_exception   : yes
cpuid level     : 1
wp              : yes
flags           : fpu vme de pse tsc msr mce cx8 mmx up
bogomips        : 333.29
clflush size    : 32
power management:

# lspci
00:00.0 Host bridge: Toshiba America Info Systems CPU to PCI bridge (rev 2e)
00:04.0 VGA compatible controller: Neomagic Corporation NM2160 [MagicGraph 128XD] (rev 01)
00:11.0 Communication controller: Toshiba America Info Systems FIR Port Type-O (rev 22)
00:13.0 CardBus bridge: Toshiba America Info Systems ToPIC95 (rev 07)
00:13.1 CardBus bridge: Toshiba America Info Systems ToPIC95 (rev 07)

Sharing is caring

11 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Hermann Klinkosch sagt:

    ich habe so ein teil heute für 8€ auf dem flohmarkt gekauft,weiß aber nicht wie ich den mauszeiger bewegen kann.ich wiß auch nicht wie das hier funktionieren soll.ich versuche es halt einmal.sollte mir jemand antworten ,dann würde ich mich sehr freuen
    wie sagt beckenbauer“wollmer mal schaun“

    HEKLI

    1. Christian sagt:

      Hallo Hermann!
      Gratulation zum Schnäppchen. Welches Modell genau hast Du denn?

      Idealerweise bedient man den „grauen Knuppel“ mit dem Daumen – so kannst Du deinen Zeige- und Mittelfinger auf die beiden Knöpfe an der Deckelrückseite legen. Der obere klickt links, der untere rechts.

      Beste Grüße und einen schönen Abend noch!

    1. Christian sagt:

      Hey Allan,
      I got it working – unfortunately I don’t have the device anymore so I cannot reproduce my steps to get it up and running.

      What card are you using and what kernel modules did you built?

      Best regards,
      Christian.

    1. Christian sagt:

      Hi Frank!

      Auf meinem System lief damals CRUX Linux 2.6 und Windows 98 SE im Dual-Boot. Mittlerweile besitze ich das System jedoch nicht mehr. Was läuft auf deinem Libretto? 🙂

      Beste Grüße,
      Christian!

      1. Frank sagt:

        Ist ein wenig Problematisch, denn ich hab kein CD-Rom.
        Deswegen hab ich erst mal MS-DOS runtergeladen und paar Tage damit verbracht das Netzwerk und USB zum laufen zu bringen.
        Nach paar Tests wird wohl Dual Boot DOS/NT4 mit IE5.5 drauf kommen. Linux wird Problematisch, da die downloads für die die ganzen Treiber (Grafik) nicht mehr gehen, DSL hat leider auch nur Bildschirm geflimmere zusammen gebracht.
        Aber momentan macht mir des DOS auch grad wieder Spaß. nur die Spiele und die gute Antivirensoftware hab ich nicht mehr.
        Ne Desktop VirusWall währ riesig, aber leider hat sich Trend Micro mit ner Robots.txt aus den Archiven verabschiedet.

      2. Christian sagt:

        Du hast USB und Netzwerk unter MS-DOS zum Laufen gebracht? Respekt! Hätte nicht erwartet, dass es da noch funktionierende Treiber gibt. 😀

        Windows NT und 2000 laufen recht zuverlässig auf dem System, ich erinnere mich aber dunkel an eine gewisse Treiber-„Beschaffungskriminalität“.

        Linux ist auf dem Libretto immer mit etwas Arbeit verbunden, da stimme ich dir zu. Unter der Verwendung von CRUX Linux hatte ich viel Zeit mit der Übersetzung von Treibermodulen verbracht. Zuletzt hatte ich sogar WLAN über PCMCIA mit WPA2 zum Laufen gebracht – allerdings benötigte schon die Ver-/Entschlüsselung des Datenstreams ca. 50% der CPU-Power. 😀
        Mittlerweile gibt es diese Distribution nicht mehr für die i586-Architektur (die man für den Pentium 1 bräuchte). Eine grafische Oberfläche habe ich nicht genutzt, für grafisches Browsen habe ich mich mit einem Kernelframebuffer begnügt: [klick mich!]

        Beste Grüße,
        Christian!

  2. Frank sagt:

    Naja, solange es sich auf USB-Maus/Joystik oder USB-Stick/Platte/Laufwerke beschränkt, geht es.
    Bei anderer Hardware beists dann aus.
    Treiber für 9x und NT sind bei Toshiba noch zum Download, die NT gingen auch auf 2000 aber das ist mir zu aufgeblasen und zu langsam.
    NT 4 läuft gut und ist mittlerweile auch, so wie 2000 abandonware. Glücklicherweise 😉
    https://winworldpc.com/
    Nur mit WLAN kanns bei NT knifflig werden.

    1. Christian sagt:

      Danke für den Link – die Webseite ist echt interessant. Beim Durchstöbern der Downloads kommen wirklich Kindheitserinnerungen bei mir hoch.
      Ich glaube, ich muss wirklich nochmal die Windows 3.11 Disketten auspacken und eine virtuelle Maschine erstellen.. 😀

      Gruß,
      Christian.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.