Google Nexus 7 32 GB WLAN Review

Auf einer kürzlichen Geschäftsreise hat mich das hohe Gewicht meines Thinkpad Tablets gestört – neben der schlecht angepassten Android-Variante von Lenovo war das für mich der Grund, mal wieder “über den Tellerrand” zu schauen. Vor einigen Tagen konnte ich das Nexus 7 eines Arbeitskollegen in der Hand halten und war begeistert.

Kurzum – ich entschied mich dazu, einfach kurzerhand mal ein solches Gerät zu ordern und zu testen.

Technische Daten

Interessant sind die technischen Daten des neueren, aber günstigeren Nexus 7, die mein Thinkpad Tablet im Schatten stehen lassen:

Thinkpad Tablet Nexus 7
CPU-Generation Tegra 2 Tegra 3
2x 1 Ghz 4x 1.3 Ghz
RAM 1 GB
Android 3.1, 4.0.4 4.1.2, 4.2.1
Bildschirm 10.1″ @ 1280×800 (149 ppi) 7″ @ 1280×800 (216 ppi)
Gewicht 750g 340g
Externe Schnittstellen USB, Mini-HDMI, SD-Karte, Docking USB-OTG über Micro-USB
Netzwerk GPS, n-Draft WLAN, Bluetooth, (UMTS)
Extras Optionale Stifteingabe, zweite Kamera, SD-Kartenleser NFC
Speicher 16, 32, 64 (8), 16, 32
Preis 480 € (16 GB WLAN) 570 € (16 GB UMTS) 660 € (32 GB UMTS) 750 € (64 GB UMTS) 199 € (16 GB WLAN) 249 € (32 GB WLAN) 299 € (32 GB UMTS)

Erster Eindruck

Das Nexus 7 wirkt trotz des niedrigen Preises keineswegs billig oder minderwertig, wie fälschlicherweise oftmals vermutet wird. Ich konnte bei meinem Exemplar keine lockeren Ecken oder knarzende Gehäusestellen finden. Mit der leicht gummierten Rückseite liegt das Nexus 7 sehr gut in der Hand und passt wirklich in jede noch so kleine Tasche. Mit etwas mehr 300 Gramm Gewicht lässt sich das Gerät auch liegender- und stehenderweise längere Zeit angenehm benutzen – ein idealer Begleiter für Bus- und Zugfahrten.

Ich persönlich mag den Formfaktor des Nexus 7 sehr – ein 10″-Tablet ist für meinen Geschmack zu groß. Das 7″-Gerät ist klein und leicht und kann überall hin mitgenommen werden, was bei meinem eher klobigen Thinkpad Tablet nicht der Fall ist.

Das Nexus 7 wird mit Android 4.1 ausgeliefert – per Systemupdate ist die neueste Version 4.2.1 erhältlich. Das nackte Android ist minimalistisch, aber keineswegs hässlich. Gegenüber meinem Thinkpad Tablet ist mir aufgefallen, dass es sehr schnell arbeitet. Es gibt keine spürbaren Hänger, wie beim von Lenovo unnötig angepassten Android-Derivat. Das pure von Google entworfene Android-System kann hier voll und ganz punkten.

Ebenso minimalistisch wie das Betriebssystem ist auch das Gehäuse des Nexus 7, das neben der obligatorischen 3,5mm Klinke lediglich über eine Micro-USB-Schnittstelle verfügt. Einer der Gründe, warum ich mir das Thinkpad Tablet zugelegt hatte, war die Anzahl der Schnittstellen. Neben einem vollwertigen USB-Port gab es einen Mini-HDMI-Anschluss und einen SD-Kartenslot. Den vollwertigen USB-Port kann man mithilfe eines USB-OTG-Adapters nachrüsten – so lassen sich auch Eingabe- oder Speichergeräte anbinden. HDMI steht nicht zur Verfügung – was mich aber nicht sört.

Das Wegfallen von SD-Kartenslots ist ein Trend bei Smartphones und Tablets, der mir nicht sonderlich gefällt. Bei einem Smartphone wäre das für mich ein absolutes No-Go, da ich recht viele Daten mit mir herumschleppe und zahlreiche ROMs ausprobiere. Durch die häufige Frequentierung ist es mir durchaus schon mal gelungen, eine SD-Karte zu vernichten. Bei meinem Tablet bin ich da weniger bastelfreudig – das Gerät dient in aller Regel als digitale Zeitung und PDF-Reader, es wird seltener benutzt und soll einfach funktionieren. Bei einer Speichergröße von 32 GB habe ich aktuell keine Platzbedenken – mein vorheriges Tablet hatte ebenfalls 32 GB und wurde selten mit mehr als 16 GB “beladen“. Die zusätzlich verbaute SD-Karte habe ich nie benutzt.

Benchmark-Test

Mithilfe von AnTuTu Benchmark habe ich die beiden Geräte einem Benchmark-Test unterzogen – und war überrascht:

Test Thinkpad Tablet Nexus 7
RAM 1043 1867
CPU Integer 1514 3577
CPU Float 1115 2700
2D 428 785
3D 967 2878
Database I/O 280 545
Gesamtergebnis 5347 12694

Ich hätte nicht gedacht, dass es solche großen technischen Unterschiede zwischen Tegra 2 und Tegra 3 gibt.

Während mein Thinkpad Tablet mit 1080p-Streams zu kämpfen hat, spielt das Nexus 7 problemlos 1080p-Videos ohne Ruckler ab. Auch Spiele laufen flüssiger und wirken dank der hohen Pixeldichte klarer.

Die Firmware des Thinkpad Tablets verursacht an einigen Stellen unnötige Ruckler, die das Gerät aufgrund der Hardware-Konfiguration eigentlich nicht haben sollte. Vermutlich ist das auf das durch Lenovo angepasste Android-Derivat zurückzuführen, wie bei vielen anderen Androiden mit herstellereigener Android-Variante. Bedauerlicherweise gibt es selbst auf xda-developers keine größere Auswahl an stabilen, alternativen ROMs – das Thinkpad Tablet ist ein Nischenprodukt.

Das Nexus 7 reagiert trotz mehrerer gleichzeitig benutzten Anwendungen zügig – mir sind bisher keine größeren Hänger aufgefallen.

Genau so (und nicht anders!) sollte Android auf einem Tablet agieren – ohne unnötige Bloat- und Crapware.

Fazit

Das Nexus 7 bietet ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es ist günstig und bietet für sein Geld eine Menge Power und muss sich nicht hinter teuren Geräten verstecken. Mit seiner angenehmen Größe und schlappen 340g Gewicht ist der kleine Taschencomputer ein idealer täglicher Begleiter. Wer unterwegs Nachrichten und Bücher lesen und das ein oder andere Spiel spielen will ohne dabei viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, dürfte sich mit dem Nexus 7 schnell anfreunden können.

Foto-Galerie

Anbei noch einige Bilder der beiden Geräte:

Lenovo Thinkpad T430s 2356-AA9 Review

Seit einigen Tagen ist meine bessere Hälfte stolze Besitzerin eines Thinkpad T430s 2356-AA9 mit folgender Ausstattung:

  • Mattes 14″ LED-Display mit 1600×900 Pixel und 250 nits
  • Intel Core i5-3320M (Ivy Bit.. äh Bridge) Dual Core-Prozessor (4 Threads)
  • 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher (1 Riegel, 16 GB möglich)
  • 256 GB SSD
  • nVidia Quadro NVS 5400M-Grafikkarte mit 1 GB Grafikspeicher und Optimus-Technologie
  • n-Draft WLAN und Bluetooth 4.0
  • Fingerprint und USB 3.0
  • Beleuchtete Tastatur, UltraNav und ThinkLight
  • 6 Zellen Akku (81+) mit 47 Wh

Natürlich durfte ich das Notebook auch begutachten und ein wenig damit “herumspielen“. Selbstverständlich dachte ich da auch gleich an einen weiteren Review-Artikel.

Ich selbst besitze das Vorgängermodell T420s und habe die beiden Modelle mal vergleichen.

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Geräte (T420s und T430s) erstmal nicht. Lenovo ist hier dem schlanken und edlen Design des T-Vertreters treu geblieben.

Anstatt mit glänzenden Elementen und einem wuchtigen Gehäuse zu nerven, überzeugt das Gerät mit einem zeitlosen, klassischen Design. Auch in der neuesten Version der Ts-Serie verfügt das Gerät noch über eine Display-Einrastung, was ich sehr begrüßenswert finde. Bei den aktuellen X-Geräten (X230, X230s und X230 Tablet) hat man hierauf leider verzichtet, wie ich kürzlich bei meinem X230 feststellen musste. Durch die Einrastung liegt das Display im geschlossenen Zustand fest an – egal in welchem Winkel das Gerät gehalten wird.

Das T430s ist genauso dünn und leicht wie sein Vorgänger – mit knapp 3 cm Höhe und 2 kg Gewicht passt das Gerät in jeden noch so vollen Rucksack, ohne den Rücken zu überlasten. Wem die W-Serie zu “overkill” und die herkömmliche T-Serie zu klobig ist, wird in der Ts-Serie fündig.

Eine optische Änderung gegenüber dem T420s ist das aufgeräumte Clearplate (LED-Symbolleiste neben der Modellbezeichnung). Hier werden nur noch LEDs für Festplatte und WLAN angezeigt – das verleiht dem Gerät einen aufgeräumteren Look. Bei früheren Thinkpads traf man hier LEDs für Stromversorgung, Akku- und Tastaturstatus, Bluetooth, WWAN und WLAN an.

Die USB-Schnittstellen wurden beim T430s je nach Funktion farblich hervorgehoben, was beim T420s nicht der Fall war. USB 3.0-Schnittstellen sind nun blau, immer mit Strom versorgte USB 2.0-Schnittstellen sind an der gelben Farbe erkennbar. Der beim T420s verbaute Displayport wurde durch einen Mini-Displayport ersetzt, was die Verwendung eines entsprechenden Adapters erzwingt.

Das neue Precision Keyboard

Von der auffälligsten Veränderung wird der Besitzer nach dem Aufklappen des Geräts begrüßt – das neue Precision Keyboard. Ich kenne diese Tastatur von meinem X230 bereits und bin von dieser Erneuerung – der ich erstmal sehr skeptisch gegenüber stand – überzeugt.

Das neue Design ist anders, aber keineswegs störend. Das vorher schon legendäre Tipperlebnis auf Thinkpad-Tastaturen wurde durch die neue Tastatur noch weiter ausgebaut. Ich kenne keine auch nur vergleichbare Notebook-Tastatur, auf der man so bequem und präzise tippen kann, wie auf den Thinkpad-Tastaturen. Gegenüber meinem X230 verfügt das T430s meiner Freundin über eine LED-Beleuchtung, die sich über die Tastenkombination (FN + Leertaste) in zwei Stufen betreiben lässt. Über die selbe Tastenkombination kann bei ausgeschalteter Tastaturbeleuchtung auch das ThinkLight angeschaltet werden. Ich persönlich empfinde die Hintergrundbeleuchtung als unnütz und verspielt – aber Geschmäcker sind ja bekanntlicherweise verschieden. Im Dunkeln empfand ich die Arbeit mit dem ThinkLight bisher immer bedeutend angenehmer als die Arbeit mit einer Tastatur mit “Unterbodenbeleuchtung“. Wenn ich die Tastaturbeleuchtung des Precision Keyboards mit der meines Firmennotebooks (DELL) vergleiche, muss ich allerdings sagen, dass die Beleuchtung keinen – wie zuerst erwarteten – “19,99 EUR Saturn-Tastatur“-Charme hat. Die Beleuchtung wirkt nicht billig oder minderwertig – ist aber dennoch nicht mein Ding.

Windows-Installation

Die vorinstallierten Windows-Setups von Lenovo waren noch nie für eine minimalistische Software-Auswahl bekannt. Anstatt sich auf das Wesentliche zu Beschränken, wurden schon immer mehr Tools, als man gebrauchen kann, installiert.

Auch in der neuesten Version der Ts-Serie hat sich da nicht allzu viel daran geändert. Neben Testversionen vermeintlicher Sicherheitssoftware, werden zahlreiche Anwendungen installiert, die für die meisten Benutzer nicht nützlich sind (z.B. SimpleTap, Access Connections,…).

Der Power-User stört sich hieran nicht, da er ohnehin sein Notebook noch einmal formatiert und Windows “from scratch” installiert. Ich würde mir wünschen, dass sich Lenovo bei Windows 7-Vorinstallationen einfach mal auf das Wesentliche beschränkt und keine Bloatware mehr ausliefert – bei neueren Windows 8-Vorinstallationen, die wesentlich weniger Crapware beinhalten, scheint es doch auch zu klappen.

Hardware-Benchmark

Das T430s kommt mit einem Intel i5-3320M, der über folgende Features verfügt:

  • 2,6 bis 3,3 Ghz Taktfrequenz
  • 3 MB Cache
  • 64bit Dual-Core mit Hyper-Threading (= 4 Threads)
  • 22nm Fertigungsgröße und 35 Watt TDP
  • Unterstützt bis zu 32 GB DDR3-RAM
  • Integrierte Intel HD Graphics 4000-Grafikkarte
  • Integrierter AES-NI Instruktionssatz für beschleunigte Verschlüsselung

Insbesonders der integrierte AES-Instruktionssatz ist genial – bei der Verwendung von AES ist eine verschlüsselte Festplatte nicht langsamer als eine unverschlüsselte. Bei früheren Prozessoren war die Verschlüsselung immer mit höherer CPU-Last und Performance-Einbußen verbunden.

Die verbaute Nvidia Quadro NVS 5400M-Grafikkarte verfügt über 1 GB Grafikspeicher. Im 3DMark11-Test ist sie rund 3 bis 5 fps schneller als die Nvidia Quadro NVS 4200M meines T420s. Die Unterschiede im Windows-Leistungsindex zwischen den beiden Geräten sind eher minimal:

Test T420s T430s
CPU 7,2 (i7-2640M) 7,2
RAM 7,5 (Kingston Value) 7,2 (Standard)
Grafikkarte 6,4 6,6
Festplatte 6,8 (mSATA) 7,2 (SATA)

Interessant ist, dass die neuere i5-Generation anscheinend genau so perfomant wie die vorherige i7-Generation ist – damit hätte ich nicht gerechnet. Vermutlich ist hier der Windows-Leistungsindex nicht sonderlich genau – hier wären detailliertere CPU-Benchmarks interessant.

Fazit

Mit dem T430s findet man einen idealen Kompromiss zwischen einem leistungsstarken, aber klobigen W- und einem bezahlbaren T-Modell. Lenovo ist dem grandiosen Design des T420s treu geblieben und hat es mit dem neuen Precision Keyboard noch weiter verbessert. Das Gerät liefert mit zwei Grafikkarten und einer moderaten i5-CPU ausreichend für alltägliche und auch etwas anspruchsvollere Arbeiten.

Wer also ein portables Gerät sucht, dass nicht nur schick aussieht, sondern auch “was kann” und dabei noch aufrüstet werden kann, dürfte mit dem T430s zufrieden sein.

Foto-Galerie

Anbei natürlich noch einige Fotos der beiden Geräte:

Ein zweiter Blick auf Windows 8

Im August letzten Jahres habe ich einen ersten Blick auf Windows 8 geworfen und war letztendlich eher enttäuscht. Mein neues X230 wurde mit Windows 8 geliefert und so entschied ich mich für einen zweiten Test, um das Ganze nochmals genauer zu testen.

Schnelle Bootzeiten

Das Notebook wurde mit einer 320 GB Festplatte (7200 RPM) ausgeliefert, die ich später dann durch eine 120 GB SSD ersetzt habe. Schon als die “langsame” Festplatte verbaut war, ist mir die sehr schnelle Bootzeit im Hybrid-Modus aufgefallen.

Binnen weniger Sekunden ist das System einsatzbereit und wartet auf Eingaben.

Verglichen mit meinen ersten Tests in einer virtuellen Umgebung muss ich sagen, dass ein deutlicher Unterschied spürbar ist. Trotz aktueller VMware-Tools und ausreichend proportionierter Hardware (sowohl physisch als auch virtuell) lief das virtuelle Windows 8 bedeutend langsamer, was für Unzufriedenheit sorgte.

Generell macht Windows 8 auf der modernen Hardware einen soliden ersten Eindruck.

Schnelle Bootzeiten sind jedoch nicht alles, wie sich recht schnell zeigte.

Loskacheln und Anecken

In vielen Diskussionen wird immer wieder die neue Benutzeroberfläche von Windows 8 als starker Kritikpunkt angesehen. Ich selbst stand der neuen Benutzeroberfläche bisher auch eher konservativ gegenüber. Mit Windows 8 weht ein frischer Wind in der fast 20 Jahre alten Windows Desktop-Geschichte – nicht nur die sehr minimalistischen Fensterdekorationen und das neue Logo sprechen für große Veränderungen in Redmond.

Viele Benutzer vermissen das klassische Startmenü und dessen Übersicht über installierte Software – im Grund genommen hat sich das aber gar nicht großartig geändert. Statt einem Viertel des Bildschirms wird nun eben der ganze Bildschirm für eine Auflistung installierter Software und Einstellungsmöglichkeiten verwendet. Wieso etwas vermissen, was man ohnehin nur einige wenige Sekunden sieht?

Wenn ich eine Anwendung starten möchte, weiß ich i.d.R. wie sie heißt und kann sie durch Eingeben des Programmnamens (bzw. eines Fragments des Namens)  nach Drücken der Windows-Taste starten. Das war auch schon unter Windows 7 möglich. Das klassische Starten durch Auswählen und Klicken hat sich zumindest für mich als zeitraubend und nicht mehr zeitgemäß erwiesen.

Abgesehen davon, legt man sich als „Power-User“ häufig verwendete Programmverknüpfungen ohnehin auf dem Desktop oder in der Taskleiste ab, um sie schneller starten zu können. Das so oft in den Raum geworfene Argument „Ich kann meine Programme nur noch sehr schwer finden“ kann ich nicht nachvollziehen.

Ein wenig umständlich hingegen ist die versteckte Schaltfläche zum Herunterfahren des Systems. Zugegebenermaßen war die Abfolge „Start > Herunterfahren“ schon immer ein wenig paradox – aber „Einstellungen > Ausschalten > Herunterfahren“ erachte ich als ungemein verwirrend und unnötig komplex. Da erscheint mir der Umweg über den Sperrbildschirm sinnvoller.

Die konsequente systemweite Umsetzung der bereits in Office 2007 und 2010 erprobten Ribbon-Oberfläche erachte ich als begrüßenswert, da der Benutzer nun nicht mehr zwischen alter und neuer Menüstruktur umdenken muss. Diese Änderung war abzusehen und stellte für mich keine große Hürde mehr dar. Jeder, der sich in den letzten 3 Jahren mit Microsoft-Produkten beschäftigt hat (was ja de-facto nahezu nicht ausbleibt), hat die neuartige Oberfläche bereits kennengelernt und sollte sie anwenden können. Ich persönlich habe mittlerweile eher Probleme damit, ein altes Windows XP-System mit Office 2003 zu bedienen, da ich mein Windows 7 und Office 2010 gewöhnt bin.

Sondertasten und eigenwillige Mäuse

Sehr verärgert hat mich hingegen das neuartige Verhalten der ThinkPad-typischen Sondertasten und UltraNav-Tasten. Auf einer ThinkPad-Tastatur stehen begeisterten Käufern zahlreiche Shortcuts zur Verfügung, von welchen ich die folgenden sehr häufig verwende:

Tastenkombination Funktion
FN + Bild Hoch / Leertaste ThinkLight
FN + F2 Bildschirmsperre
FN + F3 Energieschema-Einstellungen
FN + F5 WLAN/WWAN/Bluetooth ein-/ausschalten
FN + F8 TrackPoint-/UltraNav-Einstellungen

Insbesondere die komfortable Steuerung aller drahtlosen Kommunikationsschnittstellen mithilfe der Tastenkombination FN+F5 verwende ich einige dutzende Male jeden Tag. Unter Windows 8 ist das so nicht möglich; trotz installierter Lenovo-Utilities werden alle drahtlosen Schnittstellen ein oder ausgeschaltet (Flugzeugmodus) – und nicht einzeln. Das ist sehr unschön, wenn man beispielsweise aus Stromspargründen lediglich Bluetooth und UMTS deaktivieren möchte. Um einzelne Schnittstellen auszuschalten, muss man sich durch einige weitere Fenster hangeln – das ist nicht intuitiv.

Sehr unschön ist auch das neuartige Verhalten der UltraNav-Maus. Ich persönlich verwende die mittlere UltraNav-Taste als mittlere Maustaste und nicht als universelle Scrolltaste, wie es standardmäßig voreingestellt ist. Bisher konnte man das Verhalten dieser Taste komfortabel in der Systemsteuerung konfigurieren – unter Windows 8 ist das erstmals nicht der Fall. Insbesondere beim Surfen im Internet oder Lesen von Word-Dokumenten verwende ich diese Taste häufig, um neue Tabs zu öffnen oder komfortabel mehrere Seiten zu überspringen. Mit Windows 8 kann ich das so nicht realisieren – ich habe keine Möglichkeit gefunden, dem Treiber meine bisherigen favorisierten Einstellungen beizubringen.

Treiber

Bezüglich der Treiber-Unterstützung erinnert mich Windows 8 an die ersten XP- und 7-Zeiten – viele Dinge funktionieren schon vernünftig, andere wiederrum gar nicht oder nur instabil.

Die verbaute Webcam meines Notebooks ließ sich weder mit dem von Windows mitgelieferten noch mit dem offiziellen Lenovo-Treiber zur Arbeit motivieren. Im vorherigen Kapital erwähnte ich bereits die halbherzige Unterstützung der UltraNav-Tasten, die ein intuitives Arbeiten deutlich erschweren.

Gelegentlich kam es bei meinem Setup vor, dass sich der Intel-Grafiktreiber aufhängt und  Windows bis zum nächsten Neustart in stark eingeschränkter Grafikleistung agiert. Ähnliche Effekte hatte ich bisher noch nie.

Windows 8 ist ein neues Betriebssystem und bedingt dadurch einige Zeit lang eine „Bananen-Version“ – sie reift letztendlich beim Kunden. Ich bin mir sicher, in einem Jahr läuft Windows 8 bedeutend stabiler, da Hersteller nach und nach ihren Fokus auf das neue Betriebssystem lenken.

Ich habe aus diesem Grund bisher noch nie direkt nach Erscheinung einer neuen Windows-Version auf diese gewechselt. Erste Windows XP- und 7-Tests brachten damals in dieser Hinsicht exakt die gleiche Erfahrung.

Fazit

Microsoft geht mit Windows 8 sicherlich mit großen Schritten in eine zukunftssichere Richtung. Zahlreiche technische Erneuerungen unter der Haube, schnelle Bootzeiten und effizientere Ressourcenverwendung machen Windows 8 trotz kantiger Oberfläche zu einem Betriebssystem, die man nach einigen Feilarbeiten als „runde Sache“ beschreiben könnte.

Einige Dinge wirken aus meiner persönlichen Sicht schlampig und  halbherzig umgesetzt. Vermutlich hat sich an der altbekannten „Window’schen Zweier-Release-Regel“ nichts geändert. Bisher lag zwischen zwei stabilen und produktionstauglichen Windows-Versionen immer ein Release, dass für technische Marktanalysen verwendet worden schien. Als Beispiele hierfür möchte ich Windows XP (stabil, lange Wartung), Vista (Neues NT-Release sowie Erprobung der Aero-Oberfläche inklusive Mini-Anwendungen) und 7 (Ausgereiftes NT-Release mit ausgereifter Oberfläche) nennen. Wenn sich diese Regel fortsetzt, dürfte das nächste Windows auf bedeutend mehr Akzeptanz stoßen.

Es bleibt abzuwarten, welche Änderungen in die bereits in Entwicklung befindende Windows-Version einfließen. Ich persönlich möchte an dieser Stelle die neue Benutzeroberfläche gar nicht zu sehr kritisieren. Das neue Konzept bedarf sicherlich einer Umstellung (insbesondere für „alte Hasen“), ist aber durchaus verwendbar. Wie bereits erwähnt, muss man sich fragen, was sich überhaupt großartig ändert. Konzeptionelle Änderungen hatten schon immer hitzige Diskussionen und voreilige Entschlüsse als Folge. Letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, bis man vom fast 20 Jahre alten klassichen Windows-Konzept Abstand nimmt, um im immer mehr zurückgehenden PC-Geschäft konkurrenzfähig zu bleiben.

Die zahlreichen neuen an Smartphones und Tablets erinnerende Programmelemente (Teilen-Funktion, Kacheloptik, optionale Cloud-Integration) gefallen mir nicht – aber ich muss sie auch nicht zwingend verwenden. Ich habe die Wahl zwischen weitesgehend klassischer Windows-Haptik und „moderner“ Arbeitsweise.

Einige Dinge sind eben gewöhnungsbedürftig und erfordern einige Zeit lang ein gewisses Umdenken – irgendwann lassen sich Altlasten eben nicht mehr weiter pflegen. Ich finde, man muss bei solchen Erneuerungen auch bereit sein, über den Tellerrand zu schauen. Letztendlich geht Microsoft mit Windows 8 mit der Zeit und muss einige Fortschritte der Konkurrenz aufholen. Es gibt verschiedene Arten von Computer-Benutzern – neben den alt eingesessenen Anwendern gibt es eben auch jene, die die neusten, buntesten und schrillsten Features nutzen wollen. Für alle eine akzeptable Lösung zu finden ist da nicht immer einfach.

Ich behaupte, jedem noch so routinierten IT-Administrator, der seinen Job seit 20 Jahren ausübt, gelingt es, nach 2 Tagen mit minimalen Umstellungen in gewohnter Art und Weise zu arbeiten.

Für mich haben letztendlich die folgenden technischen Kritikpunkte gegen den Einsatz von Windows 8 gesprochen:

  • Verhalten von Sondertasten und UltraNav nicht vernünftig konfigurierbar
  • Nicht funktionierende Webcam trotz zertifiziertem Treiber (Sowohl der Microsoft- als auch der Lenovo-Treiber verrichteten ihren Dienst nicht)
  • Keine offizielle Unterstützung von TrueCrypt

Auch wenn ich gerne in den Genuss der zahlreichen technischen Erneuerungen gekommen wäre, bin ich bei gewissen Punkten nicht bereit, Abstriche zu machen. Eine nicht intuitiv verwendbare Notebook-Maus ist für mich ein absolutes No-Go.

Mal schauen, wie Windows 8 in einem halben Jahr auf dem X230 läuft. :)

Lenovo Thinkpad X230 2324-62G Review

Mitte dieses Jahres entdeckte ich einen Display-Fehler an meinem X200. Ich schickte das Gerät ein, was der Beginn einer langen Geschichte war. Diese Geschichte fand heute verspätet (aber immerhin überhaupt noch) ihr Happy End. Lenovo hatte mir kulanterweise als Ersatz für den Display-Schaden, den man wohl nicht reparieren konnte, ein neues X230 2324-62G mit folgenden Eckdaten angeboten:

  • Mattes 12.5″ LED-Display mit 1366×768 Pixel und 200 nits
  • Intel Core i5-3320M (Ivy Bit.. äh Bridge) Dual Core-Prozessor (4 Threads)
  • 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher (16 GB möglich)
  • 320 GB SATA-Festplatte mit 7200 rpm
  • n-Draft WLAN und Bluetooth 4.0
  • SSD bzw. WWAN nachrüstbar
  • Fingerprint und USB 3.0
  • Nicht beleuchtete Tastatur, UltraNav und ThinkLight
  • 6 Zellen Akku
  • vorinstalliertes Windows 8 x64 (*schluck*)

Natürlich musste ich da nicht lange überlegen. ;) Heute kam das Gerät an – meine ersten Eindrücke möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Erneuerungen gegenüber älteren Thinkpads

Lenovo ist auch mit der neuesten Thinkpad-Generation dem zeitlosen und klassischen Thinkpad-Design weitesgehend treu geblieben. Auf den ersten Blick scheint sich das X230 nicht von den Vorgängern X220 und X201 zu unterscheiden. Das Netzteil hat ein kleines Facelift erhalten, was aber wohl eher uninteressant sein dürfte. Die größte Erneuerung dürfte das neue Precision Keyboard sein, auf das ich gleich noch genauer eingehe. Wie viele andere Notebook-Hersteller hat auch Lenovo die klassische Windows-Taste durch eine neuere in Windows 8-Optik ersetzt. Auffällig ist, dass das X230 keine Display-Einrastung mehr hat. Mit dieser wurde der Deckel früher fest eingerastet, was jetzt nicht mehr der Fall ist. Dreht man das Notebook auf den Kopf und hebt es seitlich an, senkt sich der Deckel leicht. Die Display-Scharniere des X230 sind zwar stärker als die der vorherigen Vertreter der X-Serie, dennoch hätte ich es besser gefunden, das Display “einrasten” zu können. Ich befürchte, dass die Scharniere irgendwann nicht mehr stark genug sind, um das Display zu halten. Ob sich meine Befürchtung bestätigt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Mein X230 wurde mit vorinstalliertem Windows 8 ausgeliefert – im Gegensatz zu früher findet man hierfür keinen Product Key-Aufkleber mehr. Der einzige Indikator für eine Windows 8-Installation ist ein entsprechender Logo-Aufkleber auf der Unterseite des Notebooks. Der Product Key wird, wie bei vielen neueren Notebooks, direkt im BIOS durch den Hersteller gesichert, um den Klau von Product Keys zu erschweren. Auslesen kann man einen solchen “integrierten” Product Key mithilfe eines Tools namens “Windows 8 Product Key Viewer“.

Verarbeitung

Wie bereits erwähnt, weiß ich noch nicht ganz, was ich von Lenovos neuer “einrastungsloser” Display-Architektur halten soll. In gewohnter Qualität ist das Gehäuse mit hochwertiger Gummierung – das kleine Notebook wirkt richtig edel und passt dabei in jede noch so kleine Tasche. Knarzende Stellen auf den Handauflagen, wie bei früheren Vertretern der T- und R-Serie konnte ich bisher nicht finden. Das Gerät ist angenehm leise – auch unter Volllast kann man mit dem Gerät in ruhigen Umgebungen arbeiten, ohne durch lautes Lüftersurren gestört zu werden. Die eingebaute 320 GB SATA-Festplatte ist trotz 7.200 Umdrehungen pro Minute angenehm leise. Die Vibrationen der Festplatten bringen das Gehäuse nicht zum Knattern oder Rattern, was bei der UltraBay meines T420s leider der Fall ist. Das liegt aber vermutlich daran, dass die Festplatte lediglich mit einem Plastikbügel und nicht mit Schrauben oder Gummihalterungen in diesem Adapter befestigt wird. Eine alte Kinderkrankheit von Thinkpads ist die Akkuhalterung, die auch hier nicht hundertprozentig passt. Trotz doppelter Einrastung wackelt der Akku leicht, was bei penibler Beachtung stören kann. Die recht kleinen Boxen liefern akzeptablen Stereo-Sound, der für das ein oder andere Video oder Musikstück ausreichend ist. Im Direktvergleich mit dem T420s fällt auf, dass Bässe recht flach und langweilig wirken. Da ich Musik prinzipiell mit dem Kopfhörer oder einer 2.1-Soundanlage höre, ist das ein Punkt, der mich nicht interessiert.

Das neue Precision Keyboard

Die auffälligste Änderung ist das neue Precision Keyboard, dem ich – wie die meisten Thinkpad-Veterane – sehr skeptisch gegenüber stand. IBM bzw. Lenovo überzeugten schon immer durch ihre konkurenzlos qualitativen Tastaturen, die wegen ihres guten Anschlags und der langen “Lebenserwartung” sehr geschätzt wurden. Böse Zungen behaupten, das schlichte Design der Tastaturen wäre nicht mehr zeitgemäß – ich persönlich habe genau das immer sehr daran geschätzt. Die neue Tastatur gibt es in zwei Ausführungen – mit und ohne “LED Unterboden-Beleuchtung“. Mein X230 verfügt über letztere Ausführung, ich persönlich empfinde von unten leuchtende Tastaturen als störend – abgesehen davon, dass es einen gewissen “19,99 EUR Saturn-Tastatur“-Charme hat. Glücklicherweise hat man auf das altbekannte ThinkLight nicht verzichtet. Über eine neue Tastenkombination (FN + Leertaste) kann man zwischen dem ThinkLight und der zweistufigen Unterboden-Beleuchtung wählen. Das Tippgefühl der neuen Tastatur habe ich als überaus positiv empfunden. Der Anschlag ist noch eine Nuance kräftiger, als bei mir bekannten Thinkpad-Tastaturen. Zugegebenermaßen ist das neue Tastatur-Design für Thinkpad-Veterane sehr gewöhnungsbedürftig, weil es moderner ist, als bei vorherigeren Modellen. Und genau darauf waren bisherige Thinkpad-Besitzer oftmals stolz – das zeitlose Design, das von vielen Unwissenden (*hust*) oft fälschlicherweise als altmodisch bezeichnet wurde. Gewöhnungsbedürftig ist auch die neue Anordnung einiger Tasten. Beim Surfen tappe ich immer wieder in eine Falle. Wo früher zwei Tasten zum Blättern im Web-Browser waren, sind jetzt Bild hoch und Bild runter anzutreffen. Die altbekannten blauen Farbelemente wurden entfernt, um der Tastatur einen einheitlichen Look zu verpassen. Einige oftverwendete Zweitbelegungen haben sich ebenfalls geändert, was dazu führt, dass man doch ab und an mal auf die Tastatur schauen muss – dazu zählen beispielsweise die Tasten für das ThinkLight oder zur Energie-, Helligkeits-, und Media Player-Steuerung. Mir ist aufgefallen, dass es unter der Tastatur einen recht großen offenstehenden Spalt gibt. Das ist nicht nur bei meinem Gerät so, wie ich in eingen Foren sehen konnte. Ob das eine Spalte ist, in der sich später schönster Staub sammelt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Einige Erneuerungen sind auch dem TrackPoint und Touchpad wiederfahren. Die blau-farbigen Noppen auf der mittleren Maustaste sitzen nun frontal auf der Taste, was für mehr Grip sorgt. Das Touchpad hat einen gummierten Noppenüberzug spendiert bekommen. Dieser wirkt wertig und sorgt für mehr Grip. Sehr schade finde ich, dass das Touchpad keine physischen Tasten mehr hat. Der untere Bereich des Touchpads ist eine Art Wippschalter, der bei kräftigerem Drücken je nachdem, wo sich der Finger befindet, einen Links- oder Rechtsklick auslöst. Mir passiert es oft, dass ich beim Verwenden des Touchpads zu kräftig aufdrücke und so versehentlich einen Klick auslöse. Bei meinem T420s, das noch über klassische Maustasten verfügt, kann mir das nicht passieren. Sehr interessant ist der folgende Artikel im deutschen ThinkWiki, der noch genauer auf die Änderungen (und deren Beweggründe) der neuen Tastatur eingeht: http://www.thinkwiki.de/Precision_Keyboard

Fazit

Auch in der 4.Generation der Lenovo X-Serie (bis zum X40 wurde noch durch IBM produziert) ist ersichtlich, warum sich diese Serie deutlich von den anderen abhebt. Auf kleinstem Raum wird Präzision und Power untergebracht, ohne auf Qualität zu verzichten. Ein wenig Sorgen bereitet mir das Fehlen der klassischen Display-Einrastung. Auch hochwertige Scharniere leiern irgendwann aus und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Tastatur und Display aufgrund nicht eines nicht richtig schließendes Notebooks in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier hätte ich eine klassische Display-Einrastung mit Öffnungshebel begrüßt. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht ist das neue Precision Keyboard: sie bereitet ein angenehmes Tippgefühl – es gibt für mich keinen Grund, dem alten Keyboard lange hinterher zu trauern. Es ist jedoch schade, dass sich Lenovo von den dedizierten Touchpad-Tasten distanziert hat. Kurzum: das X230 überzeugt und gefällt – auch, wenn einige Dinge gewöhnungsbedürftig oder nicht nachvollziehbar sind. Oft sich hieraus langfristige Qualitätsmängel ergeben, wird die Zeit zeigen.

Foto-Galerie

Anbei einige Bilder, die das X230 zeigen:

Lenovo – those who do crappy support

Notice: See the english version of this article here: [click me!] Seit ich mein T420s habe, warten mein R500 und X200 auf neue Besitzer. Bei letzterem habe ich kürzlich einen kleinen Display-Schaden entdeckt. Bei heruntergedimmter Helligkeit ist das Display sehr schlecht ausgeleuchtet und piepst auch recht hochfrequent. Ein Arbeiten in leisen und dunklen Umgebungen wird dadurch nahezu unmöglich gemacht. Das Ganze sieht wie folgt aus:

Bei gedimmten Display ist folgende harmonische Symphonie wahrnehmbar: Hochfrequentes Piepsen (verstärkt) Nunja, zum Glück hat mein Gerät noch Garantie und so entschloss ich mich dazu, das Gerät einzuschicken, bevor ich es verkaufe. Und das war der Beginn einer langen Geschichte..

20.08.2012 Ich habe die Lenovo-Hotline angerufen und mein Problem geschildert. Ein Support-Ticket wurde eröffnet und man bat mich, das Thinkpad für die Abholung durch UPS vorzubereiten.
22.08.2012 UPS hat das Gerät abgeholt
27.08.2012 Ein Support-Techniker hat mich angerufen und mir mitgeteilt, es könne kein Fehler gefunden werden. Ich erklärte ihm nochmals das Problem und bat ihn, mich erneut anzurufen, wenn der Techniker das Gerät vor sich hat, damit er es nicht einfach zurückschickt. Ich musste den Fachbegriff “Helligkeit” buchstabieren, da die Deutschkenntnisse des Mitarbeiters nach eigener Angabe “nicht so gut” sind.
29.08.2012 UPS übergab mir ein Paket. Der Techniker hat das Gerät einfach zurückgeschickt.
30.08.2012 Ich habe die Lenovo-Hotline erneut angerufen gefragt, warum mein Gerät einfach zurückgeschickt wurde. Man konnte mir nicht antworten und bat mich um eine erneute Fehlerbeschreibung und einige Fotos, die den angeblichen Schaden zeigen. Ich habe diese Informationen in englisch und deutsch zugeschickt.
02.09.2012 Man bat mich erneut um Vorbereitung für die Abholung durch UPS.
04.09.2012 UPS hat mein Thinkpad abgeholt.
13.09.2012 Ich habe eine Sendung von UPS erhalten. Lenovo hat mein Thinkpad wieder ohne Rücksprache und Information zurückgeschickt. Ich habe während des ganzen Vorgangs nicht einmal eine Status-Mail erhalten.
14.09.2012 Verständlicherweise verärgert habe ich erneut die Lenovo-Hotline angerufen und wollte mit einem Manager, Vorgesetzten oder Ansprechpartner für Kundenzufriedenheit oder Beschwerdenmanagement sprechen. Man wollte mir erzählen, die Support-Abteillung verfügt über keine Vorgesetzten, Manager oder andere Ansprechpartner für Beschwerden. Ich fragte nach einer Mail-Adresse für Beschwerden und man gab mir frech erneut die Mail-Adresse des Supports. Ich 5 Minuten lang “gegoogelt” und fand gleich drei Beschwerde-Adressen. Ich habe eine lange Mail an diese Adressen geschrieben:

Dear ladies and gentlemen, I’m writing you because I’m feeling unfairly treated by the technical support. The last years I’ve been a very satisfied Lenovo customer and always had no problems with all my Thinkpad business devices. Some weeks ago I recognized a display issue on my Thinkpad X200 (which has still a warranty state). The display is beeping when its brightness is dimmed down. Beyond that the display is badly lighted. It’s nearly impossible to work with the notebook in a dark and silent environment in that way. Of course I called the technical support and asked for help. After opening a support request my Thinkpad was fetched by UPS. A few days later a technician called me and told me that they couldn’t find an error on my screen. I repeated my problem and the technician said that he would ask another technician to have another look on my device. I also begged for sending me a mail or calling me before the device is sent back. I’m using Thinkpad business devices for almost 8 years now. I had a lot of those devices and I definitely know how it looks like when your screen has a problem. You can see and hear that something is wrong with the screen – even if you’re not an expert. A few days later UPS brought my Thinkpad back – my screen was not fixed. I called the technical support for a second time and told that I’m feeling tricked for just sending back my Thinkpad. I sent several pictures and another error description regarding the display issue. After a few days the technical support called me and said that UPS will pick up my Thinkpad for a second time. UPS came and picked it up. Yesterday I got my Thinkpad back – my screen wasn’t fixed again. That morning I called the technical support (0800 / 5004618) again and asked for a manager or a boss to talk to. An employee told me that there is no manager or a boss. The employee also didn’t wan’t to give me a dedicated phone number or mail address for the complaint department. I find it hard to imagine that there is no one that I can talk to. I’m feeling unfairly treated by the technical support and don’t want to be treated for yet another time. Lenovo would be the first company without complaint department I’ve ever dealt with. After using Google for 5 minutes I found the following mail addresses for complaint management: • CMT_West@lenovo.com • CMT_UK@lenovo.com • CMT_Germany@lenovo.com Why didn’t the employee give me these addresses? Why did I have to look for them on my own? I can’t understand why the employee lied to me. It’s unbelievable that no one wants to help my with my display issue. Working with my Thinkpad is nearly impossible with the annoying issue. Please, Lenovo – help me. I just want that my broken screen is being fixed. I payed for a professional enterprise product and just want to be handled fair and professional.

17.09.2012 Das Beschwerdenmanagement-Team schrieb mir, dass man sich um mein Anliegen kümmert und entschuldigte sich vorab für die Unannehmlichkeiten.
19.09.2012 Das Beschwerdenmanagement-Team bat mich um eine erneute Fehlerbeschreibung (wie oft denn noch?!). Auf meinen Fotos war ein Ubuntu und kein Windows zu sehen, weil ich die Festplatte meines X200 bereits für mein neues T420s in Verwendung habe. Offensichtlich wollte man mir da einen Strick draus drehen und teilte mir mit, dass Ubuntu nicht supportet wird. Dass das verwendete Betriebssystem überhaupt nichts mit dem Fehler zu tun hat, hat man hier nicht gesehen..
26.09.2012 Ich erkundigte mich nach dem Fortschritt meines Falls, da ich seit einer Woche nichts mehr von Lenovo gehört habe.
27.09.2012 Lenovo teilte mir mit, dass die Bearbeitung dauert, weil man ein Beschwerde-Ticket eröffnen muss (ich dachte, das wäre bereits geschehen?). Der zuständige Bearbeiter wird mich kontaktieren, versicherte man mir.
02.10.2012 Anscheinend hat ein Lenovo-Techniker versucht mich anzurufen – zumindest stimmt die Vor- und Durchwahl. Leider war ich nicht am Platz und konnte das Telefonat nicht annehmen. Lenovo hat mir leider nicht auf die Mailbox gesprochen oder eine Mail gesendet.
04.10.2012 Lenovo hat einen neuen Support-Fall eröffnet, wie mir eine Mitarbeiterin am Telefon mitteilt. Man möchte jetzt, dass ich die Fallnummern von den vorherigen beiden Fällen sowie Fotos des Display-Schadens im BIOS (und nicht unter Windows oder Linux) zusende. Ich fertigte auch diese Fotos an und nahm das Piepsen des Bildschirms auf – das ganze geht per Mail an Lenovo:

Hello, as requested by phone today I send you two additional pictures of the display issue while running BIOS. I also recorded the squeaking sound which can be heard when the display is completely dimmed down. I really hope you finally got everything you need for repairing my screeen. As you know I’ve reported that issue nearly two months ago (20.08.2012). You sent my Thinkpad back without reparing it twice. The first ticket had the number XXX – the last one XXX. Regards, Christian Stankowic.

13.10.2012 Lenovo hat sich seit meiner letzten Mail vor fast 10 Tagen noch nicht gemeldet. Für mich ist unklar, ob der Schaden in diesem Jahrtausend noch behoben wird. Ich habe also eine Mail geschrieben…

Hello, I just wanted to know what’s the current status of my issue (XXXXXX)? 9 days ago I wrote you a mail with all the details you needed – got no reply so far..

15.10.2012 Lenovo hat mich früh morgens angerufen. Ich nehme mein Handy die letzten Wochen überall mit hin – diesmal war ich leider zu spät und habe die drei Klingelzeichen verpasst.
18.10.2012 Lenovo hat mich seit dem 15.10 nicht mehr angerufen und mir auch keine Mail geschrieben. Ich habe also weiteres per Mail an das Beschwerdenmanagement gewendet:

Hello Lenovo, I wrote a mail to the compliant management team a month ago (17th September 2012), because my Thinkpad X200 was sent back twice without being repaired. The device has a squeaking and badly lighted display. It is nearly impossible to work with this issue. Since the case was raised on 20th August 2012 the issue was not fixed. I’ve been a very satisfied Lenovo customer – but this has changed now. I will consider my next notebook’s brand more carefully. There are plenty of other manufacturers who know how to satisfy their customers. Lenovo tried to reach me on 15th October 2012. Since that day nobody has tried to contact me again – neither via phone nor via eMail. I work for first and second level support, too. One of our company‘s rules is to inform our customers about everything we do to fix their issue. Lenovo seems to have other rules – it takes days to be called again in case of that a customer doesn’t answer calls. I never got a mail regarding the progress of my request before I opened a complaint case. Since I opened a complaint case I have to answer questions I have answered twice before. Why do I have to do this? Is Lenovo the first company which doesn’t use ticket systems for customer requests? It looks like nothing had happened since my first request in September 2012. I’m maintaining a blog with a notable amount of readers per day – I’m sure they will be really interested in how Lenovo deals with their customers.

Einige Stunden später habe ich eine Mail erhalten, in der man mir mitteilt, dass ein Beschwerdenfall für mich eröffnet würde (der wievielte jetzt?). Die Kollegen vom Beschwerdenteam werden sich mit mir in Kontakt setzen, sagte man mir – ich bin gespannt wie ein Flitzebogen… Abends veröffentlichte ich diesen Blog-Artikel und promotete ihn auf Twitter:

Neuer Blog-Artikel: “Lenovo – those who do crappy support” http://st-devel.net/lcsde #blog #lenovo #thinkpad #fail @lenovode @LenovoSupport

19.10.2012 Seit gestern haben rund 140 Leute diesen Blog-Artikel gelesen. Lenovo entschuldigte sich per Mail für die Unannehmlichkeiten und versprach mir 2 Monate zusätzliche Garantielaufzeit. Das ist – meiner Meinung nach – das Mindeste, was Lenovo machen kann.
22.10.2012 Der Beschwerdenmanagement-Team informierte mich darüber, dass mich demnächst jemand kontaktieren sollte (in der Tat!):

Dear Mr. Stankowic, Please be informed that our Call centre should contact you in order to proceed with repair of the PC. Please do not hesitate to contact me in case of questions

23.10.2012 Lenovo hat versucht mich “anzurufen” (wenn man das so nennen kann). Mein Handy lag direkt neben mir auf dem Tisch, hat aber nur exakt einmal(!) geklingelt – da war ich natürlich wieder mal zu langsam… Das Ganze passierte später noch einmal – ich schrieb also eine Mail:

Hello Mr.XXX, today someone the call centre tried two times to call me. It was impossible for me to answer the call because my mobile phone only rang once. That also happened a plenty of times before – nobody can answer the phone if your employees only wait a few seconds before hanging up.. Please give me a call – and a chance to answer the phone.

26.10.2012 Lenovo hat mich angerufen und mitgeteilt, dass das Notebook wieder abgeholt werden wird. Darüber hinaus sagte man, man habe mir zahlreiche Mails geschickt, auf die ich nicht reagiert habe – es stellt sich heraus, dass meine Mail-Adresse falsch aufgeschrieben wurde. Ich verstehe nicht, warum diese Nachfrage nicht früher gekommen ist – das hätte doch nach der ersten Fehlermeldung klar sein müssen? Ein UPS-Link, über welchen ich die Abholung buchen kann, werde mir per Mail geschickt, versicherte man – die Mail ist bis abends noch nicht eingetroffen. Da ich vermutete, dass mal wieder die Mail nicht stimmt, schickte ich eine Mail an Lenovo:

Hello, Someone from the call center gave me a call today and informed me that my notebook shall be picked up by UPS again. During the call we discovered that my mail address in your database is incorrect. Please correct my mail address for the opened tickets (especially XXXXXX) to: info (at) stankowic (hypen) development (dot) net The support also told me that they would send me a mail with a UPS link for arranging the pick up. I got no mail so far – maybe it’s again the wrong mail address? Please have a look at this.

29.10.2012 Ich erhalte eine Mail, die besagt, dass meine Mail-Adresse in der Datenbank aktualisiert wurde – man würde mir darüber hinaus den Link nochmal zusenden:

Hello Mr. Stankowic, I have informed the call center. They will resend you this link again.

Einige Stunden später konnte ich die Abholung für den nächsten Tag über UPS buchen.

30.10.2012 UPS hat mein Notebook abgeholt.
01.11.2012 Laut Lenovo Reparaturtracking wird am Notebook herumgeschraubt:

Geraet ist im Reparaturzentrum angekommen. Reparatur wurde gestartet.

05.11.2012 Laut Lenovo Reparaturtracking wird am Notebook herumgeschraubt:

Reparatur in Bearbeitung. Kontaktieren Sie bitte den Kundendienst.

Die englische Version der Trackingseite verrät aber etwas grundlegend anderes:

Repair On Hold – Contact Call Center

“In Progress” und “On Hold” sind zwei verschiedene Dinge – ich schreibe also eine E-Mail an Lenovo:

Hello Mr. XXX, I just had a look in the Lenovo Repair Tracking System which said that I shall contact the customer support: “Reparatur in Bearbeitung. Kontaktieren Sie bitte den Kundendienst.” What is the current state of the repair? Is the screen beeing fixed? Best regards.

06.11.2012 Jemand vom Lenovo Call Center hat mich angerufen und mich nach einer weiteren Fehlerbeschreibung für den Techniker gefragt. Darüber hinaus wurden angeblich mehrere Mails an mich verschickt, ich habe keine einzige erhalten. Das bedeutet, meine Anfrage zur Änderung meiner Mail-Adresse wurde gekonnt ignoriert. Ich bin wirklich mehr als verärgert darüber, wie man mich hier verarscht. Ich schreibe eine Mail an Lenovo:

Hello Mr. XXX, today I got a call from the Lenovo call center. I was asked to send a problem report for yet another time. I did this a plenty of times before and I’m not willing to do this for yet another time. The employee told me that he would forward my last problem report to the ticket. I asked if it’s possible that the technician (who checks my X200) calls me DIRECTLY. She said this is not possible. Above all the employee said she sent me a few mails – I got no mails so far. This means my mail address hasn’t been updated – I requested that in my last mail to you. I’ve been waiting for more than 2 months for Lenovo to repair my notebook – it has been picked by UPS three times. Is it that difficult to replace a broken display? It’s a STUPID 70 USD spare part! I’m sure the pick-ups by UPS more expensive than simply replacing my notebook in the first request. I’m more than crossed about how bad the Lenovo support does his job. As you might have seen I’m writing about this ridiculous story on my online blog and on Twitter – it seems that Lenovo is not interested in making their customers happy (at least for their image). It would have been much easier for me to do this on my own – I paid a lot of money for a business device and got absolutely crappy support. I’m not willing to wait for additional 2 months for repairing a expensive “business” product. So – PLEASE repair my notebook FINALLY or give me the money for the spare part that I can do this on my own..

Später erhalte ich eine Antwort von Lenovo:

Hello Mr. Stankowic, Firstly I want to apologize for the inconveniences caused to you. I am checking with the call center what is causing the issue. They have been informed about your corrected email address. I would like to offer you warranty extension of 2 Months for the time loss you have had. Please do not hesitate to contact me in case of questions Thank you

Ich antworte:

Hello Mr. XXX, I’d like to wait until my notebook has been finally fixed before upgrading my warranty. I’m waiting more than two months by now and I’m sure that it will still take a few additional weeks. After that my warranty could be upgraded to the time frame I’ve waited (so the additional warranty depends on the service). What is the current state of my reparation? Nobody can tell me – neither the call center employees nor the reparation tracking.

14.11.2012 Laut Lenovo Reparatur-Tracking ist das Gerät repariert worden und wird zurückgeschickt:

Reparatur durchgefuehrt – Geraet befindet sich auf dem Rueckweg zum Kunden

Später erhalte ich eine UPS-Trackingnummer. Ich werde mir das Gerät genau anschauen, wenn es hier ist…

15.11.2012 Ich nehme das Paket in Empfang und lese einen beigefügten Bericht, der besagt, dass das Display gewechselt wurde. Leider scheint dem nicht so zu sein – das Problem besteht weiterhin.Ich suche nach alternativen Lenovo-Servicewerkstätten – es ist mir zu blöd, mich mit dem Support von Lenovo herumzuärgern..
22.11.2012 Ich schreibe Lenovo:

Hello Mr. XXX, the notebook arrived – but the issue is still the same. What’s next?

26.11.2012 Anscheinend ist es für Lenovo einfacher, gleich das ganze Gerät zu tauschen:

Dear Mr. Stankowic, Could you please provide Invoice for the PC – I will request replacement approval from our higher management. I apologize for such inconveniences. Please do not hesitate to contact me in case of questions Thank you and wishing you a nice day

Meine Antwort:

Hello Mr. XXX, I bought this notebook used from a private person. Unfortunately I got no invoice for the notebook – only the Lenovo serial number which shows that the device is in warranty. Regards from germany.

Antwort von Lenovo:

Hello dear, Could you please provide picture of Serial Number on the back of your machine? Thank you

Ich sende das Bild zu.

03.12.2012 Ich erkundige mich nach dem aktuellen Stand der Reparatur:

Hello, I just wanted to ask if you got my last mail with the requested picture? What is the current progress state of my issue? Regards, Christian Stankowic.

Später erhalte ich eine Antwort:

Hello Mr. Stankowic, I have received the picture. As soon as I receive replacement approval from higher management I will request from our service partner MKCL to proceed further. Could you please confirm your collecting and delivering address? Please do not hesitate to contact me in case of questions Thank you and wishing you a nice day

Ich antworte:

Hello, it is the best to send to my business address like we did before: … Regards

10.12.2012 Ich habe immer noch keine Antwort von Lenovo bekommen und schreibe daher mal wieder eine Mail…

Hello Mr.XXX, what is the current state of the replacement? You know – I’m waiting since august by now which is NOT acceptable..

Später erhalte ich gleich zwei Mails – eine von Lenovo…

Dear Mr, Stankowic, Please be informed that our service partner MKCL should contact you shortly. They will set collection before they will proceed with replacement machine. Please do not hesitate to contact me in case of questions Thank you and wishing you a nice day

…und eine von MKCL:

Sehr geehrter Herr Christian Stankowic, die MKCL Deutschland GmbH ist von Lenovo als Dienstleister damit beauftragt worden, sich um die Abwicklung Ihres defekten Lenovo Gerätes zu kümmern. Wir werden Sie in Kürze kontaktieren, um den weiteren Ablauf mit Ihnen zu besprechen.

11.12.2012 MKCL kontaktiert mich und teilt mir mit, dass ein X200 nicht mehr neu zu beschaffen ist und bietet mir stattdessen ein neues ThinkPad X230 2324-62G mit folgenden Eckdaten an:

  • Mattes 12.5″ LED-Display mit 1366×768 Pixel und 200 nits
  • Intel Core i5-3320M (Ivy Bit.. äh Bridge) Dual Core-Prozessor (4 Threads)
  • 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher (16 GB möglich)
  • n-Draft WLAN und Bluetooth 4.0
  • SSD bzw. WWAN nachrüstbar
  • Fingerprint und USB 3.0
  • Nicht beleuchtete Tastatur, UltraNav und ThinkLight
  • 6 Zellen Akku
  • vorinstalliertes Windows 8 x64 (*schluck*)

Da muss ich natürlich nicht lange überlegen und sage zu. :) Später erhalte ich eine Abholungsinformation von DHL – morgen wird das defekte Gerät abgeholt. Hoffentlich wird das Gerät nicht verschrottet – wäre sehr schade, da eigentlich nur ein 50 EUR-Bauteil defekt ist.

11.12.2012 Das neue X230 wurde durch MKCL bestellt.
12.12.2012 DHL holt das X200 ab.
18.12.2012 Das X200 ist bei MKCL angekommen.
21.12.2012 Das neue X230 wurde verschickt.
28.12.2012 Das X230 ist bei mir eingetroffen. Alle Details zum neuen Gerät finden sich hier: [klick mich!]

Fazit

Ich glaube, dieser Service-Fall war mit Abstand der extremste, den ich je erlebt habe. Fest im Glauben, dass mein Schaden nur ein kleines Problem ist, habe ich den Support kontaktiert. Doch dieser hat mich nicht verstanden oder wollte mich nicht verstehen. Man hat mir unzählige Male die gleichen Fragen gestellt – offensichtlich funktioniert die Kundendokumentation bei Lenovo suboptimal. Doch das war noch nicht genug – meine berechtigten Einwände wurden ignoriert, ein defektes Gerät wurde mehrfach unrepariert zurückgeschickt. Reparaturen haben nie stattgefunden, auch, wenn das auf Papier so angegeben wurde. Glücklicherweise wurde meine monatelange Hartnäckigkeit letztendlich mit einem kostenfreien Ersatzgerät belohnt. Es ist für mich mehr als unverständlich, wieso ein renomierter Notebook-Fabrikant so mit Kunden umgeht. Ich war bisher ein sehr zufriedener Lenovo-Kunde – doch das hat sich nun geändert. Für mich ist klar – ohne Vor-Ort-Support wird es für mich definitiv kein Thinkpad mehr geben. In den Hotlines arbeiten offensichtlich Leute mit wenig Einfühlvermögen und beruflichem Enthusiasmus – und was passiert, wenn man einen kompletten Service-Fall in die Verantwortung solcher Mitarbeiter gibt, habe ich jetzt erfahren dürfen. Den Erfahrungen zahlreicher Berichte in Thinkpad-Foren zufolge, soll der Vor-Ort-Support um einiges besser sein. Ich persönlich hoffe, nie wieder den Support zu benötigen. Rückblickend auf die letzten 6 Jahre muss ich aber auch hinzufügen, dass das der zweite Fall war, den ich überhaupt eröffnen musste. Glücklicherweise war ich auf das beschädigte Notebook nicht angewiesen, da ich noch ein Ersatzgerät hatte – ich möchte gar nicht daran denken, wie es gewesen wäre, 5 Monate auf mein Hauptnotebook zu verzichten.. Ursprüglich hatte ich geplant, das reparierte X200 zu verkaufen. Das X230 verbleibt jetzt in meinem Besitz – für den Fall der Fälle, dass mein T420s mal defekt ist und ich wieder monatelang warten darf..

Lenovo – those who do crappy support [ENGLISH]

Hinweis: Die deutsche Version des Artikels gibt es hier: [klick mich!]

Since I got my T420s my old Thinkpads R500 and X200 are waiting for new owners. A few days ago I discovered a screen issue on my X200. Its display is badly lighted when the brightness is dimmed down -  in addition to this the screen is squeaking high-frequently.

Working in dark and silent environments is nearly impossible in this way.

This is how my screen looks like:

Here’s the annoying sound of the screen: Squeaking sound (amplified)

Well – my Thinkpad is still in a warranty state and so I decided to let Lenovo repair my notebook before I’m going to sell it. And that was the beginning of a long story…

10.12.2012I still got no answer from Lenovo – so I wrote a mail for yet another time:

Hello Mr.XXX,

what is the current state of the replacement?

You know – I’m waiting since august by now which is NOT acceptable..

Later I received two mails – one from Lenovo…

Dear Mr, Stankowic,

Please be informed that our service partner MKCL should contact you shortly.
They will set collection before they will proceed with replacement machine.

Please do not hesitate to contact me in case of questions
Thank you and wishing you a nice day

…and one from MKCL:

Sehr geehrter Herr Christian Stankowic,

die MKCL Deutschland GmbH ist von Lenovo als Dienstleister damit beauftragt worden, sich um die Abwicklung Ihres defekten Lenovo Gerätes zu kümmern.

Wir werden Sie in Kürze kontaktieren, um den weiteren Ablauf mit Ihnen zu besprechen.

20.08.2012 I called the Lenovo hotline and described the issue. A support ticket was opened and I was asked to prepare my Thinkpad for pick-up by UPS.
22.08.2012 UPS picked up the device.
27.08.2012 A technician called me and told me that they couldn’t find an error on the screen. I describe dthe issue for a second time and requested him to call me back when the technician has the notebook on his desk. I also requested that the notebook shall not be sent back without phoning/mailing me. I had to spell the word “Helligkeit” (german: brightness) because the technician’s german “isn’t that good” (to his own statement).
29.08.2012 UPS handed a package to me. They sent back my notebook without calling/mailing me.
30.08.2012 I called the Lenovo hotline for a second time and asked why they sent my notebook back without calling me – my question remains unanswered. I was asked to describe my issue for a further time – they also wanted me to send some pictures of the screen issue. I sent these information in english and german.
02.09.2012 I was asked to prepare my notebook for pick-up by UPS.
04.09.2012 UPS picked up my Thinkpad.
13.09.2012 UPS handed a package to me. My notebook has been sent back without being repaired for yet another time. I got no mail or call in the last weeks.
14.09.2012 Being crossed about that I called Lenovo again. I asked for a manager or a chief to talk to. They told me that they don’t have a manager or a chief – also there is no responsible person for customer complaint cases. I couldn’t believe that and asked for a mail address for complaints. The support told me barefaced the same mail address I used for my support request.
I used Google for 5 minutes and discovered three complaint mail adresses of Lenovo. I’m wrote a long mail to those adresses:

Dear ladies and gentlemen,

I’m writing you because I’m feeling unfairly treated by the technical support.

The last years I’ve been a very satisfied Lenovo customer and always had no problems with all my Thinkpad business devices.

Some weeks ago I recognized a display issue on my Thinkpad X200 (which has still a warranty state).
The display is beeping when its brightness is dimmed down. Beyond that the display is badly lighted.
It’s nearly impossible to work with the notebook in a dark and silent environment in that way.

Of course I called the technical support and asked for help. After opening a support request my Thinkpad was fetched by UPS.

A few days later a technician called me and told me that they couldn’t find an error on my screen. I repeated my problem and the technician said that he would ask another technician to have another look on my device.
I also begged for sending me a mail or calling me before the device is sent back. I’m using Thinkpad business devices for almost 8 years now. I had a lot of those devices and I definitely know how it looks like when your screen has a problem. You can see and hear that something is wrong with the screen – even if you’re not an expert.

A few days later UPS brought my Thinkpad back – my screen was not fixed.

I called the technical support for a second time and told that I’m feeling tricked for just sending back my Thinkpad. I sent several pictures and another error description regarding the display issue.
After a few days the technical support called me and said that UPS will pick up my Thinkpad for a second time. UPS came and picked it up.

Yesterday I got my Thinkpad back – my screen wasn’t fixed again.

That morning I called the technical support (0800 / 5004618) again and asked for a manager or a boss to talk to. An employee told me that there is no manager or a boss.
The employee also didn’t wan’t to give me a dedicated phone number or mail address for the complaint department.
I find it hard to imagine that there is no one that I can talk to. I’m feeling unfairly treated by the technical support and don’t want to be treated for yet another time.
Lenovo would be the first company without complaint department I’ve ever dealt with.

After using Google for 5 minutes I found the following mail addresses for complaint management:
• CMT_West@lenovo.com
• CMT_UK@lenovo.com
• CMT_Germany@lenovo.com

Why didn’t the employee give me these addresses? Why did I have to look for them on my own?
I can’t understand why the employee lied to me.

It’s unbelievable that no one wants to help my with my display issue. Working with my Thinkpad is nearly impossible with the annoying issue.

Please, Lenovo – help me. I just want that my broken screen is being fixed.
I payed for a professional enterprise product and just want to be handled fair and professional.

17.09.2012 The complaint team wrote me that they take care of my request. They apologized for the trouble.
19.09.2012 The complaint team asked me to send a description of failure (why do I have to do this plenty of times?). On my pictures there was an Ubuntu desktop and no Windows because I dismounted the X200′s hard drive and mounted it in my new T420s. Lenovo thinks that the operating system is the reason for my issue (uhm?) – they said that Ubuntu isn’t supported. They don’t see that this is hardware and not a software issue…
19.09.2012 I asked for the progress state of my request because Lenovo didn’t get in touch with me.
27.09.2012 Lenovo told me that my request takes some time because they have to open a customer complaint case (I thought they already did this?). The responsible editor will contact me, they said.
02.10.2012 It seems that Lenovo tried to call me – it is the same number which called me the times before. Unfortunately I wasn’t fast enough and so the call was cancelled. Lenovo didn’t leave a message or sent a mail.
04.10.2012 Lenovo opened yet another support case for my request. I was asked to send the case numbers of the two cases before. Now they also asked for pictures of the screen issue in BIOS (and not under Windows or Linux). I took these pictures and also recorded the annoying squeaking sound. I sent all this to Lenovo:

Hello,

as requested by phone today I send you two additional pictures of the display issue while running BIOS.

I also recorded the squeaking sound which can be heard when the display is completely dimmed down.

I really hope you finally got everything you need for repairing my screeen.
As you know I’ve reported that issue nearly two months ago (20.08.2012).
You sent my Thinkpad back without reparing it twice.

The first ticket had the number XXX – the last one XXX.

Regards,
Christian Stankowic.

13.10.2012 Lenovo didn’t report any progress in the last 9 days. I don’t know if my issue will be fixed in that century and so I wrote yet another mail…

Hello,

I just wanted to know what’s the current status of my issue (XXXXXX)?

9 days ago I wrote you a mail with all the details you needed – got no reply so far..

15.10.2012 Lenovo tried to call me in the early morning. I’ve been carrying my mobile phone with me everywhere I go in the last weeks. This time I’ve been too late to get to my phone and missed the call (three bell signals).
18.10.2012 Lenovo didn’t call me back sind the 15th october. Yes, I wrote another mail to the complaint team:

Hello Lenovo,

I wrote a mail to the compliant management team a month ago (17th September 2012), because my Thinkpad X200 was sent back twice without being repaired.

The device has a squeaking and badly lighted display. It is nearly impossible to work with this issue.

Since the case was raised on 20th August 2012 the issue was not fixed.

I’ve been a very satisfied Lenovo customer – but this has changed now. I will consider my next notebook’s brand more carefully.

There are plenty of other manufacturers who know how to satisfy their customers.

Lenovo tried to reach me on 15th October 2012. Since that day nobody has tried to contact me again – neither via phone nor via eMail.

I work for first and second level support, too. One of our company‘s rules is to inform our customers about everything we do to fix their issue.

Lenovo seems to have other rules – it takes days to be called again in case of that a customer doesn’t answer calls.

I never got a mail regarding the progress of my request before I opened a complaint case.

Since I opened a complaint case I have to answer questions I have answered twice before.

Why do I have to do this? Is Lenovo the first company which doesn’t use ticket systems for customer requests?

It looks like nothing had happened since my first request in September 2012.

I’m maintaining a blog with a notable amount of readers per day – I’m sure they will be really interested in how Lenovo deals with their customers.

A few hours later I received a mail from Lenovo. They told me that a complaint case was opened for me (yet another?). The colleagues from the complaint team will get in touch with me, they said. I’m excited…

In the evening I published this blog article and promoted it on Twitter:

New blog article: “Lenovo – those who do crappy support” http://st-devel.net/lcsen #lenovo #thinkpad #fail @lenovo @lenovopress @LenovoSupport

19.10.2012 140 people read this blog article since yesterday. Lenovo apologized for the inconveniences and affirmed giving me two additional months of warranty. In my opinion this is the least Lenovo can do.
22.10.2012 The complaint team wrote me that someone shouldcontact me (indeed!):

Dear Mr. Stankowic,

Please be informed that our Call centre should contact you in order to proceed with repair of the PC.
Please do not hesitate to contact me in case of questions

23.10.2012 Lenovo tried to “call” me. My mobile phone was next to me on my desk but it only ringed once. Of course I was too slow for this again…After this happened for a second time I wrote a mail:

Hello Mr.XXX,

today someone the call centre tried two times to call me.

It was impossible for me to answer the call because my mobile phone only rang once.

That also happened a plenty of times before – nobody can answer the phone if your employees only wait a few seconds before hanging up..

Please give me a call – and a chance to answer the phone.

26.10.2012 Lenovo gave me a call and told me that my notebook shall be picked up by UPS again. In addition it turned out that my mail address in the customer database is incorrect. I can’t understand why nobody asked for my correct mail address before. The support told me that they would send me a UPS link per mail – using that link I could arrange the pickup. I got no mail so far – so I wrote another mail to Lenovo:

Hello,

Someone from the call center gave me a call today and informed me that my notebook shall be picked up by UPS again.

During the call we discovered that my mail address in your database is incorrect. Please correct my mail address for the opened tickets (especially XXXXXX) to:

info (at) stankowic (hypen) development (dot) net

The support also told me that they would send me a mail with a UPS link for arranging the pick up. I got no mail so far – maybe it’s again the wrong mail address?

Please have a look at this.

29.10.2012 Lenovo told me that my mail address has been updated – beyond that they said that they’ll resend the mail containing the UPS link:

Hello Mr. Stankowic,

I have informed the call center.
They will resend you this link again.

Later I got a mail from UPS and booked the pickup for tomorrow.

30.10.2012 UPS has picked up my notebook.
01.11.2012 In accordance with the Lenovo reparation tracking my notebook is beeing fixed:

Geraet ist im Reparaturzentrum angekommen. Reparatur wurde gestartet.

05.11.2012 The Lenovo reparation tracking tells me that my notebook is still beeing repaired:

Reparatur in Bearbeitung. Kontaktieren Sie bitte den Kundendienst.

The english version of the tracking tool tells something different:

Repair On Hold – Contact Call Center

“In Progress” and “On Hold” are two completely differnt things – I wrote a mail to Lenovo:

Hello Mr. XXX,

I just had a look in the Lenovo Repair Tracking System which said that I shall contact the customer support:

“Reparatur in Bearbeitung. Kontaktieren Sie bitte den Kundendienst.”

What is the current state of the repair? Is the screen beeing fixed?

Best regards.

06.11.2012 Someone from the Lenovo call center gave me a called and asked for yet another error report for the technician. The employee also added that a few mails were sent to me – I got no mails. This means my mail address hasn’t been updated as I requested. I’m really crossed about this ridiculuos story and how Lenovo jerkes me around. I wrote another mail to Lenovo:

Hello Mr. XXX,

today I got a call from the Lenovo call center.

I was asked to send a problem report for yet another time. I did this a plenty of times before and I’m not willing to do this for yet another time.

The employee told me that he would forward my last problem report to the ticket. I asked if it’s possible that the technician (who checks my X200) calls me DIRECTLY.
She said this is not possible. Above all the employee said she sent me a few mails – I got no mails so far. This means my mail address hasn’t been updated – I requested that in my last mail to you.

I’ve been waiting for more than 2 months for Lenovo to repair my notebook – it has been picked by UPS three times.

Is it that difficult to replace a broken display? It’s a STUPID 70 USD spare part! I’m sure the pick-ups by UPS more expensive than simply replacing my notebook in the first request.

I’m more than crossed about how bad the Lenovo support does his job.

As you might have seen I’m writing about this ridiculous story on my online blog and on Twitter – it seems that Lenovo is not interested in making their customers happy (at least for their image).

It would have been much easier for me to do this on my own – I paid a lot of money for a business device and got absolutely crappy support.
I’m not willing to wait for additional 2 months for repairing a expensive “business” product.

So – PLEASE repair my notebook FINALLY or give me the money for the spare part that I can do this on my own..

Later I got an answer from Lenovo:

Hello Mr. Stankowic,

Firstly I want to apologize for the inconveniences caused to you.
I am checking with the call center what is causing the issue. They have been informed about your corrected email address.

I would like to offer you warranty extension of 2 Months for the time loss you have had.

Please do not hesitate to contact me in case of questions
Thank you

I answered:

Hello Mr. XXX,

I’d like to wait until my notebook has been finally fixed before upgrading my warranty.

I’m waiting more than two months by now and I’m sure that it will still take a few additional weeks.

After that my warranty could be upgraded to the time frame I’ve waited (so the additional warranty depends on the service).

What is the current state of my reparation? Nobody can tell me – neither the call center employees nor the reparation tracking.

14.11.2012 In accordance with the Lenovo reparation tracking, my notebook was repaired and sent back:

In Transit to Customer

Later I got a UPS tracking number. I’ll have a look at the notebook when it’s here…

15.11.2012 I received a parcell and read a report which said that the display had been replaced. It seems that this is not correct – I still got the same issue.I’m looking for alternative Lenovo repair shops – I don’t want to get peeved by the Lenovo support for yet another time..
22.11.2012 I wrote Lenovo:

Hello Mr. XXX,

the notebook arrived – but the issue is still the same.

What’s next?

26.11.2012 It seems like that it’s easier for Lenovo to replace the whole notebook:

Dear Mr. Stankowic,

Could you please provide Invoice for the PC – I will request replacement approval from our higher management.
I apologize for such inconveniences.

Please do not hesitate to contact me in case of questions
Thank you and wishing you a nice day

My reply:

Hello Mr. XXX,

I bought this notebook used from a private person.

Unfortunately I got no invoice for the notebook – only the Lenovo serial number which shows that the device is in warranty.

Regards from germany.

Reply from Lenovo:

Hello dear,

Could you please provide picture of Serial Number on the back of your machine?
Thank you

I sent the photo to Lenovo.

03.12.2012 I asked for the current state of my reparation:

Hello,

I just wanted to ask if you got my last mail with the requested picture?

What is the current progress state of my issue?

Regards,
Christian Stankowic.

Later I received a reply:

Hello Mr. Stankowic,

I have received the picture.
As soon as I receive replacement approval from higher management I will request from our service partner MKCL to proceed further.

Could you please confirm your collecting and delivering address?

Please do not hesitate to contact me in case of questions
Thank you and wishing you a nice day

I replied:

Hello,
it is the best to send to my business address like we did before:

Regards

11.12.2012 MKCL told me that it’s impossible to obtain a X200. As an alternative they offer me a new ThinkPad X230 2324-62G in the following configuration:

  • Non-glare 12.5″ LED display with 1366×768 pixel and 200 nits
  • Core i5-3320M (Ivy Bit.. eh Bridge) dual core processor (4 threads)
  • 4 GB DDR3 memory (16 GB possible)
  • n-Draft WLAN and Bluetooth 4.0
  • SSD or WWAN upgradable
  • Fingerprint and USB 3.0
  • Non-glowing keyboard, UltraNav and ThinkLight
  • 6 cell-battery
  • pre-installed Windows 8 x64 (*schluck*)

I don’t have to think about this offer very long. :)

Later I received pickup-information from DHL – tomorrow they’ll pick up the broken device. I hope that Lenovo doesn’t dispote it – this would be very sad because only a 50 EUR part is broken.

??.??.2013

To be continued…

Lenovo Thinkpad T420s NV8PEGE Review

Seit einiger Zeit suche ich schon nach einem würdigen Nachfolger für mein Lenovo Thinkpad R500, das jetzt schon fast 3 Jahre alt ist und meinen Anforderungen schon länger nicht mehr genügt. Die verbaute integrierte Grafikkarte des R500′s kann die Anforderungen von Photoshop nicht ganz abdecken, wenn ich parallel noch zusätzliche Anwendungen, wie VMware Workstation, ausführe. Da das Einbauen einer zusätzlichen Grafikkarte in die “große” Thinkpad Advanced Dock fehlschlug, war es mir wichtig beim nächsten Notebook-Kauf auf ein Notebook mit dedizierter Grafik zu setzen. Meine Anforderungen waren:

  • …natürlich wieder ein Lenovo Thinkpad – ich greife gerne auf Bewährtes zurück ;-)
  • Intel Core i7 der zweiten oder dritten Generation – um diesmal genügend Reserve für die nächsten Jahre zu haben. Die CPU des R500 war ein wenig unterdimensioniert
  • mindestens 8 GB RAM mit der Option 16 GB zu verbauen
  • Eine SSD als Bootmedium mit der Option anstatt eines optischen Laufwerks eine zusätzliche Festplatte zu verbauen
  • LED-Display – bei mobilen Arbeiten stört mich das klassische LCD des R500
  • Dedizierte Grafikkarte – idealerweise eine NVidia um in den Genuss von “NVidia Optimus” zu kommen. Eine ATI-Grafikkarte möchte ich (nicht) mehr, da ich in Vergangenheit mit ATI-Karten immer Kompatiblitätsprobleme hatte.
  • Fingerprint-Reader
  • Angenehmes Keyboard

Gegenüber 2009 hat sich das aktuelle Thinkpad-Portfolio ein wenig verändert, so wurden unter anderem die SL- und R-Serie eingestellt – letztere lebt nun als L-Serie weiter. Ein Gerät der L-Serie wollte ich diesmal nicht mehr. Neben den oben genannten Punkten gab es noch einige Dinge, die mich an den Budget-Thinkpads gestört haben, beispielsweise:

  • relativ wuchtiges und unhandliches Format – kontraproduktiv, wenn man doch mal mobil arbeiten möchte
  • Plastik-Gehäuse ohne Thinkpad-typische Gummierung
  • oranges Thinklight (wer hat sich das bitte ausgedacht?)
  • hohes Gewicht

Die Wahl sollte also auf ein Thinkpad der T- oder X-Serie fallen. Die W-Serie wäre mit 15.6″ Geräten auch wieder recht wuchtig und schwerer. Abgesehen davon sind die Mobile Workstation-Thinkpads aufgrund sehr leistungsstarker Hardware verständlicherweise ziemlich teuer – einen Core i7 Quadcore benötige ich dann doch nicht.. ;-) Die X-Serie scheidete leider aus, da es hier keine dedizierte Grafikkarten gibt – die integrierte Grafik der Core i7-CPUs ist mit Sicherheit beachtlich, ich wollte diesmal aber kein Risiko eingehen und nach 1 Jahr wieder mangelnde Grafikleistung feststellen müssen. Die T-Serie bietet neben den herkömmlichen Notebooks auch flachere und energiesparendere Geräte, erkennbar am hinten anstehenden “s”. Diese Geräte sind in der Regel auch teurer. Die Wahl sollte also erstmal auf ein “normales” T-Thinkpad fallen. Die brandaktuelle T430-Serie sprengte mit dedizierter Grafikkarte und Core i7 leider mein Budget, weswegen ich ich für die vorherige Generation T420 entschied. Ferner muss ich ehrlich sagen, dass mir die neuen Keyboards nicht zusagen. Ich bin die “klassichen” Thinkpad-Tastaturen gewöhnt und hätte gerne – wenn möglich – auch eine solche wieder. Im Internet hatte ich einige Berichte gelesen, die das neue Display des T430′s bemängelten. Drei Argumente gegen das T430 also. ;-) Durch Zufall bin ich auf ein sehr attraktives Angebot für ein T420s im Thinkpad-Forum gestoßen. Dort wurde ein quasi unbenutzes T420s in Maximal-Konfiguration zu einem guten Preis angeboten. Nach ausführlicher Preise-Recherge im Internet habe ich letztendlich dann zugeschlagen. Das T420s verfügt über:

  • Intel Core i7-2640M – Sandy Bit.. äh Bridge mit 2x 2.8 Ghz + HT und 4 MB Cache
  • 8 GB DDR3 RAM
  • 14.1″ mattes Display @ 1600×900
  • 160 GB Intel SSD
  • GPS und UMTS-Karte
  • USB 3.0 und Bluetooth 3.0
  • Integrierte Intel 3000 HD-Grafik und zusätzliche NVidia Quadro NVS 4200M und Optimus-Technologie
  • 3 Jahre Rest-Garantie

Passend zum T420s habe ich dann noch eine Docking-Station und einen HDD-Adapter für die Ultrabay gekauft. Da ich das optische Laufwerke ohnehin sehr selten verwende, kann ich so eine zusätzliche Festplatte für Benutzerdaten einbauen (wie auch beim R500 schon). Beigefügt einige Bilder des neuen Spielzeugs in voller Pracht:

Vorhin habe ich herausgefunden, dass der Fingerprint-Reader auch als “Anschalter” verwendet werden kann, wenn man Fingerabdrücke gespeichert hat. Wird der richtige Finger verwendet, startet das Notebook: Zugegeben, das ist Spielerei… aber dennoch cool. :D

Lenovo Thinkpad Tablet

Da es derzeit schon erste Tegra 3-Geräte gibt, kommt man mit Glück relativ günstig an ein Tegra 2-Tablet – wie beispielsweise das Lenovo Thinkpad Tablet.

Das Thinkpad Tablet ist ein schickes Business Android-Tablet, das selbstverständlich an die gleichnamigen Business-Notebooks angelehnt ist. Das Gehäuse ist sehr massiv und robust, was auch zur Folge hat, dass das Gerät mehr wiegt als Konkurrenzprodukte.

Insgesamt überzeugt das Tablet durch seine zahlreichen Anschlüsse und der guten Verarbeitung. Mit dem optional erhältlichen “Folio Case” ist das Gerät stets geschützt und kann dank “Ständerfunktion” auch zum bequemen Tippen verwendet werden.

Optional gibt es auch den Stylus, der zum Zeichen und zur Schrifterkennung verwendet werden kann. Ich war überrascht, dass die Software sogar meine echt schwer zu lesende Klaue erkennt! :)

 

Das Tablet kann über HDMI an ein Display oder TV angeschlossen werden – alternativ gibt es noch einen “echten” USB 2.0 Port, der auch als Host dienen kann. Man kann so Tastaturen und Mäuse sowie USB-Speichermedien anschließen – ein absolutes Feature gegenüber anderen Tablets.

Lenovo liefert eine Documents-To-Go Vollversion mit – mit dieser Software kann man Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente lesen und bearbeiten. Das Tablet kann vollkommen verschlüsselt werden, sodass Dritte nach erfolgreichem Klau nichts damit anfangen können. Beim Booten und Entsperren muss dann ein Passwort eingegeben werden. Darüber hinaus ist eine McAfee Mobile Testversion vorinstalliert, die das Tablet vor Viren schützen kann.

 

Ich hatte vorher ein DELL Streak 7 – ebenfalls ein Tegra 2-Gerät. Leider war hier der RAM mit 256 MB sehr klein und so stieß das Tablet oft an seine Grenzen. Auch das Display war nicht sehr hochauflösend und wirkte sehr verschwommen. Da ist das Thinkpad Tablet ein echtes Upgrade! :)

 

Aktuell läuft noch das leicht angestaubt Android 3.1 auf dem Gerät – für Mai hat Lenovo ein Update auf Android 4.0 ICS bestätigt.

 

Mein Gerät verfügt über:

  • 32 GB Flashspeicher
  • WLAN n-Draft, UMTS-Modem und Bluetooth
  • 2x 1 Ghz Nvidia Tegra 2-CPU
  • 1 GB RAM
  • 1280×800 Pixel IPS-Display mit Gorilla Glas
  • SDHC-Kartenleser für Karten mit bis zu 32 GB Speicherkapazität

 

Anbei noch einige Bilder:

 

Thinkpad Advanced Dock + Thinkpad R500 + ATI Radeon HD5450 = kein Spaß

Vor einiger Zeit hatte ich die Thinkpad Advanced Dock geschenkt bekommen – diese wollte ich um eine dedizierte Grafikkarte erweitern, um die Grafikleistung meines R500 ein wenig aufzuwerten. Ich habe mir einfach mal zwei ATI Radeon HD5450 Grafikkarten bestellt, eine von den beiden Karten wurde in zwei Foren als “funktionierend” in Verbindung mit der Adavanced Dock erwähnt.

Leider hatte ich mit den beiden Karten keinen Spaß – die eine Karte (Sapphire HD 5450 1024MB GDDR3 PCIe Light Retail LP) passt nicht in das kompakte Gehäuse der Advanced Dock. Die andere Karte (ASUS EAH5450 Silent) passte zwar, verursachte allerdings beim Vergrößern und Verschieben von Fenstern Grafikfehler und einen aufheulenden Lüfter in der Dock.

Somit scheidet das Ganze für mich erstmal aus,  da ich keine Lust habe sämtliche Grafikkarte auszuprobieren.

 

ASUS HD5450 Silent

ASUS HD5450 Silent

 

Ein kleines Video zeigt, wie nervtötend das Arbeiten mit dem Notebook und der nicht funktionierenden Grafikkarte sein kann:

 

 

:(

Lenovo Thinkpad Advanced Dock

Ein Arbeitskollege hat mir heute seine nahezu unbenutzte Thinkpad Advanced Dock geschenkt – darüber freut man sich doch. :)

Die Advanced Dock ersetzt meine Advanced Mini Dock und bietet mir die Möglichkeit, eine dedizierte PCI Express-Grafikkarte einzubauen. Damit könnte ich den Engpass der flachbrüstigen ATI-Grafikkarte meines R500 umgehen.

Die Dock ist ein wenig größer als die Advanced Mini Dock bzw. Essential Dock und bietet darüber hinaus noch ein fest eingebautes Netzteil und eine zusätzliche Ultrabay – letztere allerdings leider nur mit IDE.

 

Mehr Infos zur Advanced Dock finden sich hier: http://thinkpad-wiki.org/Advanced_dock und http://www.thinkwiki.org/wiki/ThinkPad_Advanced_Dock

 

Mal schauen, welche Grafikkarte sich am Besten für die Dock eignet. Die Herausforderung ist es nämlich, eine passive Karte zu finden, die erstens Low Profile/Half-Length ist und zweitens in den Sockel passt. Idealerweise nimmt man hier eine Karte ohne große Kühlrippen. Darüber hinaus darf die Karte nicht mehr als 50 Watt verbrauchen und damit zurecht kommen, dass sie nur mit einem Lane angebunden wird. Die Risercard wird nämlich auf einem PCIe x1-Port an das Thinkpad angebunden.

 

Anbei noch einige Fotos:

 

 

:)