Letztens bin ich auf eine interessante Seite gestoßen, die eine neue Serie von SOHO-NAS’s vom Hersteller Cisco Systems zeigte. Optisch ist mir sofort die Ähnlichkeit zu QNAP-Geräten aufgefallen:
Finde ich sehr interessant, ich persönlich habe Cisco immer für einen ernstzunehmenden und führenden Hersteller der Netzwerktechnologie gehalten. Damit ändert sich mein Weltbild leider, da ich QNAP keineswegs als Hersteller für professionelle Storage-Lösungen kennengelernt habe.
Naja,.. Cisco wird sich in naher Zukunft ja auch mit dem Verkauf eigener Server und Internet-Tablets versuchen. Wobei ich bei ersteren noch mit einer positivem Marktsegmentierung rechne, da HP definitiv ein namenshafter und überaus qualitativer Hersteller von Servern ist. Wieso macht Cisco das? Haben es die Kalifornier aus San Jose so nötig, dass sie sich (schlechte) Märkte einkaufen?
Die Nacht über hat das QNAP fleißig das RAID erstellt und synchronisiert. Mit Schrecken habe ich aber bei einem Test festgestellt, dass die Performance-Einbuße bleiben wie beim Vorgänger. Nach einiger Zeit des Googlens habe ich herausgefunden, dass die Festplatte, die ich genau dreimal hier habe, einfach nicht supportet wird. (Grund: “poor/slow performance”, ohja – das stimmt!)
Es handelt sich hierbei um eine WD10EADS von Western Digital – laut Whitelist ist aber nur eine Revision davon betroffen, nämlich WD10EADS 00P8B0. Meine EADS hat allerdings eine andere Revision, funktioniert aber trotzdem nicht zuverlässig/zufriedenstellend. Ein I/O-Prozess startet so z.B. mit 50 MB/s und hängt dann mit 3 kb/s. Ich vermute einfach mal, dass hier nicht alle Revisionen geprüft wurden. Ein Firmware-Upgrade sollte laut Google im Zweifelsfall helfen – bei mir nicht, weswegen ich jetzt andere Festplatten teste.
Ich habe hier noch zwei Samsung SpinPoint HD103SI, welche laut Whitelist OOTB funktionieren. Derzeit verschiebe ich zwischen den Platten Dateien, um die Festplatten im NAS testen zu können. Wenn das NAS dann wirklich funktionieren sollte, muss ich wohl oder übel drei andere Festplatten kaufen und dafür die WDs verhökern.
Ein wenig umständlich, aber wenn es die Lösung ist, solls mir recht sein..
Vor einiger Zeit ersteigerte ich für einen relativ günstigen Preis ein QNAP TS-509 Pro, ein NAS mit allen erdenklichen Schikanen, so dachte ich zumindest. Doch leider war die Software anscheinend Murks und trotz Upgrades lief das NAS überhaupt nicht zufriedenstellend. Einige der unhübschen Nebeneffekte waren Timeouts, massive Speedeinbuße auf nur noch wenige KB/s und Dienstabbrüche. Letztendlich lief am Ende garkein Dienst mehr und ich schickte das Gerät ein. Am Samstag habe ich ein Paket von QNAP erhalten, das Gerät wurde “getauscht”. Doch im Paket wartete ein anderes Gerät – ein QNAP TS-639 Pro. Dieses NAS verfügt über einen SATA Port mehr, einer Intel Atom CPU (Atom N270, Singlecore) mit 1.6 Ghz und 1 GB RAM.
Wow, das ist echt ein geiles Upgrade! Derzeit teste ich das Gerät und – wenn es denn zufriedenstellend funktioniert – werde es wohl behalten. Das letztens eigentlich für ein NAS-Selbstbau gedachtes erworbene 19″-Gehäuse werde ich dann für die Backup-Maschine verwenden. Hierfür habe ich derzeit noch eine altertümliche Pentium Pro Maschine in einem Desktop-Gehäuse.
Hier noch einige Infos vom NAS:
[~] # cat /proc/cpuinfo
...
model name : Genuine Intel(R) CPU N270 @ 1.60GHz
[~] # cat /proc/meminfo | more
MemTotal: 1032904 kB
So genug der Worte, anbei natürlich einige Bilder und ein Video!
Gestern kam das QNAP an, jetzt bin ich fast mit dem Zurückspielen der Nutzdaten fertig – war ein richtiger Marathon, da ich zuerst noch meine Daten sichern musste und zuerst nur 3 statt 5 Platten frei hatte. Später wurde das RAID dann erweitert und dann mit Nutzdaten bespielt.
Ich bin echt begeistert von dem Teil, die Ausgabe hat sich gelohnt. Sehr ausgereift und schnell das Ganze – kann ich nur weiter empfehlen.
Heute habe ich auf eBay mit Glück ein 5-Port NAS ersteigert. Im Gegensatz zu dem von mir vorher ausgesuchten Modell verfügt das TS-509 Pro über einen Port mehr, 1.6 Ghz CPU und 1 GB DDR2 RAM.
Für Datenbank, Webserver, iSCSI und Storage sollte das reichen,..