Jetzt ist das Gerät mit 6 baugleichen Samsung EcoGreens mit je 1 TB Speicherplatz bestückt, was bei einem Software-RAID eine Gesamtgröße von 4.5 TB ergibt. Als Betriebssystem kommt übrigens doch wieder ein Linux zum Einsatz und doch kein FreeNAS, wie ich das eigentlich geplant hatte.
FreeNAS ist eine sehr hübsche Gesamtlösung, die allerlei Funktionen unter einem Dach vereint – angetrieben wird das Ganze von einem smarten FreeBSD. Doch leider wird der Chipsatz des Mainboards anscheinend nicht vollständig supportet, weswegen mit nur 4 der 6 Festplatten zur Verfügung stünden. Das ist enormer Platz, der mit da verloren ginge und das ist für mich inakzeptabel. Sicherlich, ich könnte mir nun ein anderes Mainboard zu legen, aber ich möchte nicht mehr herumbasteln. Ich habe seit Monaten keine sichere Storage-Lösung und das soll nun endlich Vergangenheit sein. Mit FreeBSD kannte ich mich ohnehin nicht aus und hätte im Fehlerfall wie “der Ochs’ vorm Berg” gestanden, bei Debian kann ich eindeutig mehr Knowledge aufweisen.
Eine andere Option wäre OpenSolaris gewesen, doch das hätte nicht auf die verbaute Compact-Flash Karte (als stromsparender Festplatten-Ersatz) gepasst – und eine weitere Festplatte hätte ich aus Platzgründen nicht verbauen können und aus Stromgründen nicht verbauen wollen. Für Backups habe ich mir ein kleines externes SCSI-Gehäuse ersteigert, dort sind zwei DDS3-Streamer verbaut, mithilfe welchen wöchentlich Backups gemacht werden.
Also – wie ich das schon mal hatte – Debian Lenny mit installiertem FTP-, SSH- und NFS-Server. Später kommt dann noch ein USV-Daemon hinzu und fertig. Zwar kein FreeNAS, aber dennoch eine wohl gute Lösung.
Die Nacht über hat das QNAP fleißig das RAID erstellt und synchronisiert. Mit Schrecken habe ich aber bei einem Test festgestellt, dass die Performance-Einbuße bleiben wie beim Vorgänger. Nach einiger Zeit des Googlens habe ich herausgefunden, dass die Festplatte, die ich genau dreimal hier habe, einfach nicht supportet wird. (Grund: “poor/slow performance”, ohja – das stimmt!)
Es handelt sich hierbei um eine WD10EADS von Western Digital – laut Whitelist ist aber nur eine Revision davon betroffen, nämlich WD10EADS 00P8B0. Meine EADS hat allerdings eine andere Revision, funktioniert aber trotzdem nicht zuverlässig/zufriedenstellend. Ein I/O-Prozess startet so z.B. mit 50 MB/s und hängt dann mit 3 kb/s. Ich vermute einfach mal, dass hier nicht alle Revisionen geprüft wurden. Ein Firmware-Upgrade sollte laut Google im Zweifelsfall helfen – bei mir nicht, weswegen ich jetzt andere Festplatten teste.
Ich habe hier noch zwei Samsung SpinPoint HD103SI, welche laut Whitelist OOTB funktionieren. Derzeit verschiebe ich zwischen den Platten Dateien, um die Festplatten im NAS testen zu können. Wenn das NAS dann wirklich funktionieren sollte, muss ich wohl oder übel drei andere Festplatten kaufen und dafür die WDs verhökern.
Ein wenig umständlich, aber wenn es die Lösung ist, solls mir recht sein..
Vor einiger Zeit ersteigerte ich für einen relativ günstigen Preis ein QNAP TS-509 Pro, ein NAS mit allen erdenklichen Schikanen, so dachte ich zumindest. Doch leider war die Software anscheinend Murks und trotz Upgrades lief das NAS überhaupt nicht zufriedenstellend. Einige der unhübschen Nebeneffekte waren Timeouts, massive Speedeinbuße auf nur noch wenige KB/s und Dienstabbrüche. Letztendlich lief am Ende garkein Dienst mehr und ich schickte das Gerät ein. Am Samstag habe ich ein Paket von QNAP erhalten, das Gerät wurde “getauscht”. Doch im Paket wartete ein anderes Gerät – ein QNAP TS-639 Pro. Dieses NAS verfügt über einen SATA Port mehr, einer Intel Atom CPU (Atom N270, Singlecore) mit 1.6 Ghz und 1 GB RAM.
Wow, das ist echt ein geiles Upgrade! Derzeit teste ich das Gerät und – wenn es denn zufriedenstellend funktioniert – werde es wohl behalten. Das letztens eigentlich für ein NAS-Selbstbau gedachtes erworbene 19″-Gehäuse werde ich dann für die Backup-Maschine verwenden. Hierfür habe ich derzeit noch eine altertümliche Pentium Pro Maschine in einem Desktop-Gehäuse.
Hier noch einige Infos vom NAS:
[~] # cat /proc/cpuinfo
...
model name : Genuine Intel(R) CPU N270 @ 1.60GHz
[~] # cat /proc/meminfo | more
MemTotal: 1032904 kB
So genug der Worte, anbei natürlich einige Bilder und ein Video!
Ich plane derzeit mein NAS wieder zu verkaufen, da mich einige Dinge am QNAP ärgern und das Gerät somit für den Produktiveinsatz für mich eher suboptimal ist. Ich baue mir selbst wieder einen Storage-Server und verwende ihn mit FreeNAS als NAS.
Als Gehäuse dachte ich da an ein Chenbro RM42200, ein schönes 4HE Gehäuse mit ausreichend Platz für Festplatten und eine Backplane und Lüfter. Selbstverständlich mit Schienen.
Ich bin mit dem Gehäuse sehr zufrieden, es ist wirklich sehr schön verarbeitet und auf jeden Fall sein Geld wert. Kann es kaum erwarten, die (noch nicht vorhandene) Hardware zu verbauen.
Heute kam das Gehäuse an, hier mal einige Bilder vom Einbau:
Gestern kam das QNAP an, jetzt bin ich fast mit dem Zurückspielen der Nutzdaten fertig – war ein richtiger Marathon, da ich zuerst noch meine Daten sichern musste und zuerst nur 3 statt 5 Platten frei hatte. Später wurde das RAID dann erweitert und dann mit Nutzdaten bespielt.
Ich bin echt begeistert von dem Teil, die Ausgabe hat sich gelohnt. Sehr ausgereift und schnell das Ganze – kann ich nur weiter empfehlen.
Heute habe ich auf eBay mit Glück ein 5-Port NAS ersteigert. Im Gegensatz zu dem von mir vorher ausgesuchten Modell verfügt das TS-509 Pro über einen Port mehr, 1.6 Ghz CPU und 1 GB DDR2 RAM.
Für Datenbank, Webserver, iSCSI und Storage sollte das reichen,..
Nach der Arbeit erwarteten mich heute drei Pakete – die neue PS2 Slimline, mein Piratenpartei-Shirt und meine beiden TB-HDDs! Natürlich gleich alles ausgepackt, angeschlossen, gestestet und ein RAID aufgebaut… seht selbst!