HP Storage-Provider für HP MicroServer N36L und VMware ESXi 5.0

Für den HP ProLiant MicroServer N36L gibt es für den Betrieb unter VMware ESXi 5.0 auch Storage-Provider. Mithilfe dieser Provider kann ein verbauter HP SmartArray Controller überwacht werden – so kann der Status der Festplatten und der Arrays eingesehen werden:

 

Status eines überwachten HP SmartArray P410

Status eines überwachten HP SmartArray P410

 

Benötigt wird hierfür das passende VMware-Binärpaket (VIB) – zu finden ist das Ganze als Bundle in zwei Versionen für HP-Server – 1.0 und 1.1. Die genauen Unterschiede sind mir nicht bekannt, neue Hardware wird vermutlich mit dem aktuellen 1.1er Release unterstützt, während das 1.0 Release ältere Server supportet.

 

Zur Installation wird SSH-Zugriff auf den ESXi-Server benötigt – die entsprechende Aktion kann im Sicherheitsprofil gestartet werden:

 

Start des SSH-Dienstes

Start des SSH-Dienstes

 

Nachdem eine SSH-Verbindung hergestellt wurde, kann von einer HP-Seite direkt das einzelne Paket für Storageprovider heruntergeladen und installiert werden. Im Bundle sind in aller Regel neben ILO- und Storage-Providern noch weitere Tools vorhanden, die auf dem Microserver leider Abstürze und Fehler verursachen. Daher wird NUR das Storage Provider-Paket installiert:

 

# cd /opt
# wget 'http://vibsdepot.hp.com/hp-esxi5.0uX-bundle-1.1-37/hp-smx-provider-500.02.10.61.43-434156.vib'
# esxcli software vib install -v /opt/hp-smx-provider-500.02.10.61.43-434156.vib
Installation Result
   Message: Operation finished successfully.
   Reboot Required: false
   VIBs Installed: Hewlett-Packard_bootbank_hp-smx-provider_500.02.10.61.43-434156
   VIBs Removed:
   VIBs Skipped:

Nach der Installation stehen die Provider sofort zur Verfügung – es wird kein Reboot benötigt.

Intel Low-Profile NIC – und welchen Ärger sie bereiten kann

Seit heute ist mein HP ProLiant Microserver vollständig – anstelle einer wackeligen Intel NIC, die gerne bei wackelnden Kabel herausrutscht, sitzt nun eine Low-Profile NIC fest im Gehäuse des Microservers. Auch wackelnden Kabeln ist der Kleine nun nicht mehr schutzlos ausgeliefert. :)

Und auch für das störende Licht der HP-LED habe ich eine (zugegebenermaßen) sehr provisorische, aber funktionierende Lösung. :P

 

 

EDIT: Nach dem Einbau der Karte habe ich gemerkt, dass der Server sehr träge und instabil läuft. Er ist mir 2x komplett eingefroren. Kuriouserweise trat das vorher mit der alten, aber baugleichen NIC, nicht auf. Also – mal eben wieder die alte NIC mit der LowProfile-Blende der neuen Karte eingebaut – und siehe da, läuft wieder wie gewohnt. Anscheinend gibt es hier einen IRQ-Konflikt der beiden Karten.

HP Smart Array P410

Für meinen vor kurzem erworbenen HP Microserver benötigte ich noch einen Controller – die Wahl fiel hier auf den HP Smart Array P410, den auch HP selbst für den Microserver anbietet. Dieser verfügt über:

  • 256 MB Cache (DDR2-800, mit FBWC sind maximal 1 GB möglich)
  • SATA-6G und SATA-3G Support
  • Funktionsupgrade mittels Smart Array Advance Pack (SAAP) möglich
  • 2x MiniSAS 36-pin Ports für maximal 8 SAS-/SATA-Geräte
  • PCI-Express x8 Port
  • Standardmäßig RAID0, RAID1, RAID10, RAID5 und RAID50-Support (mit BBWC/FBWC auch RAID6 und RAID60)

 

Mein vorheriger VMware-Server hatte einen Smart Array P400, der sich aber nicht im Microserver verbauen lies – die Kabel liesen sich nicht anschließen (hierüber habe ich im letzten Artikel ausführlich berichtet).

Allerdings machte auch der P410 erstmal Probleme – nachdem die Karte verbaut und der Server wieder eingeschaltet war, stürze das System im BIOS des Controllers und beim Booten ab. Ich hatte da so eine Idee und führte ein Firmware-Downgrade von der installierten 5.x auf die letzte 3.x mithilfe der HP Firmware DVD durch – und siehe da: das war tatsächlich die Lösung. Keine Ahnung, was HP da gedreht hat, aber offensichtlich haben neuere Versionen der Firmware Probleme mit SATA-Geräten; eventuell war das auch pure Absicht – keine Ahnung.

Seit dem Firmware-Downgrade läuft der Controller wunderbar und wird auch innerhalb ESXi 5.0 ohne Probleme erkannt.

 

Anbei natürlich – wie immer – ein paar Bilder:

 

 

:)

HP ProLiant Microserver N36L – idealer stromsparender Hypervisor

Am Wochenende habe ich meine DMZ, die vorher aus drei eingebetteten ALIX-Boards von PCEngines bestand, vollständig virtualisiert. Das Ganze läuft auf einem HP ProLiant Microserver – einem stromsparenden und schicken kleinen Server von Hewlett-Packard.

Das Gerät verfügt (in meiner Konfiguration) über:

 

  • CPU: AMD Athlon II Neo N36L (2x 1,3 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-SDRAM Kingston ECC
  • Festplatte: 1x 250GB Seagate @ 7200RPM
  • Netzteil: 150W
  • Anschlüss für VGA, LAN, 7x USB 2.0 (1x auf dem Mainboard, ideal für USB-Stick zum Booten eines OS), 1x eSATA

 

Schade, dass der HP Smart Array P400 SAS-Controller, den ich hier noch herumfliegen habe, nicht passt. Die Backplane des Microservers ist leider fest an ein MiniSAS-Kabel gebunden, das sich nicht tauschen lässt. Der P400-Controller verfügt über zwei SFF-8484 Ports und es gibt keiner Adapter zwischen MiniSAS und SFF-8484 – somit muss ich einen neuen Controller erwerben, um in den Genuss von RAID zu kommen. Aktuell ist die mitgelieferte 250 GB Seagate (ohje) Festplatte verbaut.

Sobald ich einen Smart Array P410 oder P212 habe, wird diese durch 2x 500 GB SATA @ 7200 RPM ersetzt.

 

Betrieben wird der Server mit VMware ESXi 5.0. Ich betreibe 4 VMs concurrent und bin mit der Leistung bis dato zufrieden – aus 3 dedizierten Geräten wurde eins, was erstens Strom spart und mir dennoch die Möglichkeit gibt, das ein oder andere noch zu hosten.

Der Server hat übrigens noch nicht mal 200 Euro gekostet – ein klasse Angebot. Wer einen schicken kleinen Server oder ein NAS sucht, kauft mit dem Microserver genau die richtige Hardware.

Auf den Server bin ich übrigens durch Tschokko gekommen, der das selbe Gerät seit geraumer Zeit für den selben Zweck verwendet. Danke für den Tipp! :)

 

Genug der Worte – Zeit für Bilder!

 

 

:D