Nokia IP130 – der etwas andere IPCop

Ich implementiere derzeit einen IPSec-Tunnel zwischen meiner und einer anderen Wohnung. Nachdem mein erster Plan, einen bereits vorhandenen Raspberry Pi als IPSec-Gateway zu verwenden, nach einer Woche des Probierens und Testens kläglich scheiterte, entschied ich mich für eine saubere Router-zu-Router Lösung.

Zentraler Mittelpunkt meines Netzwerkes ist ein ALIX.2D13, der als IPCop fungiert und neben DNS- auch NTP- und VPN-Funktionalität bietet. Mittels IPSec möchte ich diesen IPCop mit einem anderen IPCop der zweiten Wohnung verbinden. In einer virtuellen Umgebung war das geplante Setup binnen weniger Minuten eingerichtet und funktionsfähig.

Was mir noch fehlte, war die passende Hardware für den zweiten IPCop. Ich hätte gerne einen zweiten ALIX-Rechner verwendet, hatte mir aber vorgenommen, nicht zu viel Geld für das Projekt auszugeben. Da der von mir benötigte ALIX.2D3 bzw. 2D13 gebraucht ca. 100 Euro und neu 150 Euro kostet, habe ich nach Alternativen geschaut – und bin hier auf die Nokia IP130-Appliance gestoßen, die lediglich 50 Euro kostete.

Die Nokia IP130 Network Security Appliance ist eine Art Router, der über folgende Hardware-Spezifikationen verfügt:

  • AMD Geode Prozessor mit 300 Mhz Taktfrequenz
  • 256 MB RAM
  • 3x 100 MBit Netzwerkschnittstellen
  • 40 GB IDE-Festplatte für das eigene IPSO-Betriebssystem (BSD-basierend)
  • 2x RS232-Ports (Console und Auxiliary)

Aufgrund der AMD Geode-CPU eignet sich das Gerät für zahlreiche alternative Betriebssysteme, wie beispielsweise Linux. Im Internet finden sich Tipps, wie auf dem Gerät die aktuelle IPCop-Version installiert werden kann.

Nokia IPSO

Auf der eingebauten 40 GB IDE-Festplatte befand sich Nokia’s IPSO, welches exakt einmal gebootet und dann wieder recht schnell heruntergefahren wurde.

Ich habe mir die Mühe nicht machen wollen, die Netzwerkkonfiguration vorzunehmen, um anschließend Nokia Voyager zu testen, da ich ohnehin auf dem Gerät ausschließlich IPCop einsetzen wollte.

Da die IP130 Appliance über eine herkömmliche x86-CPU verfügt, sollte es theoretisch möglich sein, IPSO in einer virtuellen Maschine zu starten. So könnte man Voyager mal testen, ohne auf IPCop verzichten zu müssen. Vielleicht starte ich die Tage einen solchen Versuch und clone die physische Festplatte in eine VMDK. :)

Installation von IPCop

Da die Appliance über keinerlei USB-/PS2-/VGA-Schnittstellen verfügt, muss die Installation über einen zweiten Rechner und einen USB-Adapter erfolgen.

Ich habe mir gleich einen passenden IDE-CF-Adapter bestellt, um die Festplatte durch eine lautlose CF-Karte zu ersetzen. Eine übrig gebliebene 4 GB CF-Karte wurde mit IPCop 2.0.3. versehen, anschließen wurden die Patche 2.0.4 bis 2.0.6 installiert. Dabei habe ich die Inittab und den Bootloader angepasst, damit die serielle Schnittstelle des Kleinstrechners auch wirklich als Konsole verwendet wird:

# vi /etc/inittab
...
7:2345:respawn:/sbin/agetty -I '\033(K' ttyS0 38400 vt102

# vi /boot/extlinux.conf
...
APPEND ... console=ttyS0,38400n8

Und schon klappt’s auch schon mit der seriellen Konsole! :)

Wer mehr über die Installation erfahren möchte, findet in meinem Wiki weitere Informationen.

Bilder

Anbei natürlich noch einige Bilder des Geräts.

Auf Nummer sicher: Backupstrategie

Als ich heute mit Dennis, der jetzt seine Backup-Strategie aufstockt, über mögliche Backup-Implementationen diskutiert habe, kam mir die Idee, meine persönliche Vorgehensweise zu erläutern.

 

Die Hardware

Neben den Clients, die die zu sichernden Daten beherbergen, steht mir folgende Hardware für Backups zur Verfügung:

  • NAS – Eigenbau-Gerät mit energiesparendem AMD-Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und sechs 1 TB-Festplatten im Software-RAID 5 (4.5 TB nutzbar)
  • Bandroboter – ein gebrauchter HP StorageWorks DAT72-Autoloader mit einem DDS5-Bandlaufwerk und 10 Schächten für Medien
  • Externe Festplatte (genau genommen ein DAS) – eine Onnto DataTale mit vier 2 TB-Festplatten im RAID5 (6 TB nutzbar)
Bandroboter, NAS und DAS

Bandroboter, NAS und DAS

 

Datenüberblick

Die erste Frage dürfte jetzt sein, was überhaupt gesichert wird. Sicherungen werden auf meinem NAS pro “Sicherungsziel” angelegt – solche Sicherungsziele sind beispielsweise:

  • Der Webserver, auf dem dieser Blog läuft ;-)
  • Mein Notebook
  • Die virtuellen Maschinen meines Hypervisors

Für jedes Sicherungsziel wird auf dem NAS ein Ordner angelegt. Innerhalb dieses Ordners existiert ein Unterordner “latest” – in diesem Ordner landen dann die jeweils zu sichernden aktuellen Daten. Wenn eine Sicherung isoliert von neueren aufbewahrt werden soll, genügt es den Ordnernamen zu ändern. So habe ich schnell und unkompliziert einen “Snapshot“. Auf dem NAS befindet sich im Backup-Ordner für jedes Sicherungsziel eine Blacklist-Datei (Sicherungsziel_blacklist), die eine Liste von Ordnern und Dateien, die nicht auf Band gesichert werden sollen, enthält.

Überblick des Konzepts

Überblick des Konzepts

 

Skripte und Logdateien

Für die Sicherung der einzelnen Sicherungsziele habe ich mir diverse Skripte programmiert, die mir einige händische Arbeit abnehmen und den Prozess so beschleunigen.

Sicherungen eines Ziels erfolgen mithilfe des folgenden Skripts:

#!/bin/bash

###########################################
#                                         #
#    !!! AUTOMATISIERTE  SICHERUNG !!!    #
#                                         #
###########################################

#Variablendeklaration
backups_path="/mnt/storage/data/Backups"
exclude_file_prefix="blacklist_"
max_size_gb=200
dev_streamer="$1"

#Datumprefix und Logfile erstellen
logprefix="$(date +"%d_%m_%Y_%H_%M")"
if [ -d "/var/log/backup/tape/$2" ]; then
    #Ordner vorhanden
    echo "Log directory for this target (/var/log/backup/tape/$2) exists."
else
    #Ordner nicht vorhanden
    mkdir -p /var/log/backup/tape/$2
    echo "Log directory for this target (/var/log/backup/tape/$2) didn't exist -  I created it for you. :) "
fi
echo "log file from $(date)" >> /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
echo "parameters were:   $1 $2 $3 $4" >> /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log

#Wurde ein Streamer angegeben?
if [ "$1" = "" ]; then
        #Nein
    echo "ERROR: You must specify a streamer device (e.g. nst0)!" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    exit 1
fi

#Wurde ein Ziel angegeben?
if [ "$2" = "" ]; then
    #Nein
    echo "ERROR: You must specify a target (e.g. host)!" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    exit 1
fi

#Flag setzen
if [ "$3" = "--from" ]; then
    #Ein vorheriges Backup wurde angefordert --> wurde ein Datum angegeben?
    if [ "$4" = "" ]; then
        #Nein
        echo "ERROR: You need to tell me the backup date in DD_MM as parameter after --from!" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
        echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
        exit 1
    else
        sel_flag="$4"
    fi

else
    #Setze Flag
    sel_flag="latest"
fi

#Ordner fuer Backup vorhanden?
if [ -d "$backups_path/$2/$sel_flag" ]; then
        #Ja
        echo "Backup exists" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
else
    #Nein
           echo "ERROR: There is no backup #$sel_flag for that target!" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
           echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
        exit 1
fi

#Ueberpruefe ob das Backup auf das Tape passt
backup_size="$(du -cs $backups_path/$2/$sel_flag --exclude-from=$backups_path/$exclude_file_prefix$2 | grep insgesamt | cut -f1)"
echo -n "Backup size is $backup_size kbytes" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log

if [ "$backup_size" -gt "$(($max_size_gb*1024*1024))" ]; then
    #Nein
    echo ", more than $max_size_gb gbytes - that won't fit!" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
       echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
       exit 1
else
    #Ja
    echo " - that will fit." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
fi

#Streamer vorhanden?
if [ "$(ls /dev | grep $dev_streamer)" = "" ]; then
    echo "ERROR: Streamer device not found" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    exit 1
fi

#Ist das Geraet belegt?
echo -n "Checking whether the device is currently in use..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
if [ "$(mt -f /dev/$dev_streamer status | grep busy)" = "" ]; then
        #Nein
        echo "NO" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
else
        #Ja
        echo "YES" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
        exit 1

fi

#Ist ein Band eingelegt?
echo -n "Checking whether a tape is inserted..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
if [ "$(mt -f /dev/$dev_streamer status | grep DR_OPEN)" = "" ]; then
    #Ja
    echo "YES" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
else
    #Nein
    echo "NO" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    echo "Aborting..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
    exit 1
fi

#Spiele Band zurueck
echo "Rewinding tape..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
mt -f /dev/$dev_streamer rewind | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log

#Gebe Dateien aus
echo "The FOLLOWING files will be backupped:" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
echo "" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
du -h "$backups_path/$2/$sel_flag/" --exclude-from="$backups_path/$exclude_file_prefix$2" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log

#Sichere Daten
echo "About to backup files..." | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log
tar cvzf "/dev/$dev_streamer" "$backups_path/$2/$sel_flag/" --exclude-from="$backups_path/$exclude_file_prefix$2" | tee -a /var/log/backup/tape/$2/$logprefix.log

 

Eine Sicherung des Ziels “hostA” auf das Bandlaufwerk “/dev/st0” erfolgt beispielsweise wie folgt:

./backup.sh st0 hostA

 

Für jedes Sicherungsziel habe ich noch ein dediziertes Wochen- und Monatsskript, welches mithilfe von mtx das entsprechende Band gleich in den Bandroboter einlegt und das o.g. Backup-Skript mit den notwendigen Paramtern startet.

#!/bin/sh
TAPE_DEV="/dev/sg8"
TAPE1="7"
TAPE2="8"

mtx -f $TAPE_DEV load $TAPE1
./backup.sh st0 hostA
mtx -f $TAPE_DEV unload $TAPE1
mtx -f $TAPE_DEV load $TAPE2
./backup.sh st0 hostA
mtx -f $TAPE_DEV unload $TAPE2

 

Für die Sicherung meines Webservers habe ich ein Skript geschrieben, welches den FTP-Server mit curlftpfs mountet und die Dateien mithilfe von rsync kopiert.

#!/bin/bash

##########################################
#                                        #
#    Webspace-Spiegelung mittels RSync   #
#    ---------------------------------   #
#                                        #
#    2011 By Christian Stankowic         #
#    info@christian-stankowic.de         #
#                                        #
##########################################

#Variablendeklaration
path_curlftpfs="/usr/bin/curlftpfs"
path_rsync="/usr/bin/rsync"
path_tee="/usr/bin/tee"

ftp_server="..."
ftp_mount="/mnt/ftp"
ftp_user="..."
ftp_pass="..."

log_path="/var/log/backup/ftp"
copy_path="/mnt/storage/data/Backups/web/latest"

#Datumprefix und Logfile erstellen
logprefix="$(date +"%d_%m_%Y_%H_%M")"
echo "log file from $(date)" >> $log_path/$logprefix.log
echo "parameters were:   $1 $2 $3 $4" >> $log_path/$logprefix.log

#FTP mounten
curlftpfs $ftp_server $ftp_mount -o user=$ftp_user:$ftp_pass

#Spiegel gemountet?
echo "Checking if ftp is mounted..." | $path_tee -a $log_path/$logprefix.log
if [ "$(mount | grep $ftp_mount)" = "" ]; then
    echo "Error: Mirror ($ftp_mount) NOT mounted" | $path_tee -a $log_path/$logprefix.log
    exit 1
else
    echo "Mirror ($ftp_mount) mounted" | $path_tee -a $log_path/$logprefix.log
fi

#Spiegelung
$path_rsync -a -r --delete -v $ftp_mount $copy_path | $path_tee -a $log_path/$logprefix.log

#FTP unmounten
umount $ftp_mount

 

Die Spiegelung der NAS-Daten auf das DAS erfolgt mit einem einfachen rsync-Skript:

#!/bin/bash

######################################
#                                    #
#    !!! SPIEGEL AUF DATATALE !!!    #
#                                    #
######################################

#Variablendeklaration
backups_path="/mnt/storage/data/Backups"

#Datumprefix und Logfile erstellen
logprefix="$(date +"%d_%m_%Y_%H_%M")"
echo "log file from $(date)" >> /var/log/backup/mirror/$logprefix.log
echo "parameters were:   $1 $2 $3 $4" >> /var/log/backup/mirror/$logprefix.log

#Spiegel gemountet?
echo "Checking if mirror is mounted..." | tee -a /var/log/backup/mirror/$logprefix.log
if [ "$(mount | grep /mnt/mirror)" = "" ]; then
    echo "Error: Mirror (/mnt/mirror) NOT mounted" | tee -a /var/log/backup/mirror/$logprefix.log
    exit 1
else
    echo "Mirror (/mnt/mirror) mounted" | tee -a /var/log/backup/mirror/$logprefix.log
fi

#Spiegelung
rsync -a -r --exclude-from "/opt/bak/exclude_rsync" --delete -v /mnt/storage/data/ /mnt/mirror/data/ | tee -a /var/log/backup/mirror/$logprefix.log

 

Alle Skripte legen übrigens Logdateien unterhalb von /var/log/backup an – so kann ich nachvollziehen, ob die automatisierten Backups fehlerfrei durchlaufen sind.

# cd /var/log/backup/tape/hostA
# 29_01_2012_20_42.log
log file from So 29. Jan 20:42:48 CET 2012
parameters were:   st0 hostA
Backup exists
Backup size is 1226994 kbytes - that will fit.
Checking whether the device is currently in use...NO
Checking whether a tape is inserted...YES
Rewinding tape...
The FOLLOWING files will be backupped:

24K     ...
...

 

Zeitliche Planung

Sicherungen sind nur dann sinnvoll, wenn man sie auch konsequent und regelmäßig durchführt.

Meine Planung sieht derzeit wie folgt aus:

  • Tägliche automatisierte Generierung von Sicherungsdaten auf bestimmten Hosts – i.d.R wichtige Server-Systeme
  • Wöchentliche händische Synchronisation der Notebook-Daten auf das NAS
  • Wöchentliche händische Sicherung des Webservers inklusive Datenbanken mithilfe von MySQLDumper und eines FTP-Skripts
  • Wöchentliche skriptgesteuerte doppelte Sicherung auf Band und Synchronisation mit DataTale

 

Bänder, Bänder, Bänder,…

Die Sicherung auf Band erfolgt in der Regel immer doppelt. Das hat zur Folge, dass ich von jedem Backup zwei Bänder hab – ein Band landet im Schrank, das andere bewahre ich an einem anderen Ort (außerhalb meiner Wohnung) auf.

Ich habe für jedes “Sicherungsziel” habe ich dedizierte Bänder für wöchentliche, monatliche und jährliche Backups. Auf dem Jahresband landet die Jahressicherung, während das Monatsband jeden Monat mit dem aktuellen Datenbestand überschrieben wird. Ebenso ist es mit dem Wochenband, was jede Woche überschrieben wird. Die Sicherungen sind übrigens Full-Backups – ich praktiziere keine inkrementellen Backups auf Band. Der wöchentliche Backup-Vorgang nimmt 2 bis 4 Stunden Zeit in Anspruch.

Das Ganze mag jetzt ein wenig übertrieben klingen – ich sichere allerdings auch geschäftliche Daten, die ich 10 Jahre vorhalten muss. Und wenn ich ohnehin schon profesionell Backups anfertige, können davon meine privaten Daten auch profitieren, oder? :)

Bänder, Bänder, Bänder,...

Bänder, Bänder, Bänder,...

 

Videos

Einen Überblick über den DDS-Bandroboter und dessen Funktionen gibt es im ersten Clip:

Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Bandroboter arbeitet, kann sich das Ganze hier mal anschauen:

Mein DAS habe ich vor einiger Zeit mit neuen Festplatten versorgt – zu sehen ist das im letzten Clip:

HP Storage-Provider für HP MicroServer N36L und VMware ESXi 5.0

Für den HP ProLiant MicroServer N36L gibt es für den Betrieb unter VMware ESXi 5.0 auch Storage-Provider. Mithilfe dieser Provider kann ein verbauter HP SmartArray Controller überwacht werden – so kann der Status der Festplatten und der Arrays eingesehen werden:

 

Status eines überwachten HP SmartArray P410

Status eines überwachten HP SmartArray P410

 

Benötigt wird hierfür das passende VMware-Binärpaket (VIB) – zu finden ist das Ganze als Bundle in zwei Versionen für HP-Server – 1.0 und 1.1. Die genauen Unterschiede sind mir nicht bekannt, neue Hardware wird vermutlich mit dem aktuellen 1.1er Release unterstützt, während das 1.0 Release ältere Server supportet.

 

Zur Installation wird SSH-Zugriff auf den ESXi-Server benötigt – die entsprechende Aktion kann im Sicherheitsprofil gestartet werden:

 

Start des SSH-Dienstes

Start des SSH-Dienstes

 

Nachdem eine SSH-Verbindung hergestellt wurde, kann von einer HP-Seite direkt das einzelne Paket für Storageprovider heruntergeladen und installiert werden. Im Bundle sind in aller Regel neben ILO- und Storage-Providern noch weitere Tools vorhanden, die auf dem Microserver leider Abstürze und Fehler verursachen. Daher wird NUR das Storage Provider-Paket installiert:

 

# cd /opt
# wget 'http://vibsdepot.hp.com/hp-esxi5.0uX-bundle-1.1-37/hp-smx-provider-500.02.10.61.43-434156.vib'
# esxcli software vib install -v /opt/hp-smx-provider-500.02.10.61.43-434156.vib
Installation Result
   Message: Operation finished successfully.
   Reboot Required: false
   VIBs Installed: Hewlett-Packard_bootbank_hp-smx-provider_500.02.10.61.43-434156
   VIBs Removed:
   VIBs Skipped:

Nach der Installation stehen die Provider sofort zur Verfügung – es wird kein Reboot benötigt.

Intel Low-Profile NIC – und welchen Ärger sie bereiten kann

Seit heute ist mein HP ProLiant Microserver vollständig – anstelle einer wackeligen Intel NIC, die gerne bei wackelnden Kabel herausrutscht, sitzt nun eine Low-Profile NIC fest im Gehäuse des Microservers. Auch wackelnden Kabeln ist der Kleine nun nicht mehr schutzlos ausgeliefert. :)

Und auch für das störende Licht der HP-LED habe ich eine (zugegebenermaßen) sehr provisorische, aber funktionierende Lösung. :P

 

 

EDIT: Nach dem Einbau der Karte habe ich gemerkt, dass der Server sehr träge und instabil läuft. Er ist mir 2x komplett eingefroren. Kuriouserweise trat das vorher mit der alten, aber baugleichen NIC, nicht auf. Also – mal eben wieder die alte NIC mit der LowProfile-Blende der neuen Karte eingebaut – und siehe da, läuft wieder wie gewohnt. Anscheinend gibt es hier einen IRQ-Konflikt der beiden Karten.

HP Smart Array P410

Für meinen vor kurzem erworbenen HP Microserver benötigte ich noch einen Controller – die Wahl fiel hier auf den HP Smart Array P410, den auch HP selbst für den Microserver anbietet. Dieser verfügt über:

  • 256 MB Cache (DDR2-800, mit FBWC sind maximal 1 GB möglich)
  • SATA-6G und SATA-3G Support
  • Funktionsupgrade mittels Smart Array Advance Pack (SAAP) möglich
  • 2x MiniSAS 36-pin Ports für maximal 8 SAS-/SATA-Geräte
  • PCI-Express x8 Port
  • Standardmäßig RAID0, RAID1, RAID10, RAID5 und RAID50-Support (mit BBWC/FBWC auch RAID6 und RAID60)

 

Mein vorheriger VMware-Server hatte einen Smart Array P400, der sich aber nicht im Microserver verbauen lies – die Kabel liesen sich nicht anschließen (hierüber habe ich im letzten Artikel ausführlich berichtet).

Allerdings machte auch der P410 erstmal Probleme – nachdem die Karte verbaut und der Server wieder eingeschaltet war, stürze das System im BIOS des Controllers und beim Booten ab. Ich hatte da so eine Idee und führte ein Firmware-Downgrade von der installierten 5.x auf die letzte 3.x mithilfe der HP Firmware DVD durch – und siehe da: das war tatsächlich die Lösung. Keine Ahnung, was HP da gedreht hat, aber offensichtlich haben neuere Versionen der Firmware Probleme mit SATA-Geräten; eventuell war das auch pure Absicht – keine Ahnung.

Seit dem Firmware-Downgrade läuft der Controller wunderbar und wird auch innerhalb ESXi 5.0 ohne Probleme erkannt.

 

Anbei natürlich – wie immer – ein paar Bilder:

 

 

:)

HP ProLiant Microserver N36L – idealer stromsparender Hypervisor

Am Wochenende habe ich meine DMZ, die vorher aus drei eingebetteten ALIX-Boards von PCEngines bestand, vollständig virtualisiert. Das Ganze läuft auf einem HP ProLiant Microserver – einem stromsparenden und schicken kleinen Server von Hewlett-Packard.

Das Gerät verfügt (in meiner Konfiguration) über:

 

  • CPU: AMD Athlon II Neo N36L (2x 1,3 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3-SDRAM Kingston ECC
  • Festplatte: 1x 250GB Seagate @ 7200RPM
  • Netzteil: 150W
  • Anschlüss für VGA, LAN, 7x USB 2.0 (1x auf dem Mainboard, ideal für USB-Stick zum Booten eines OS), 1x eSATA

 

Schade, dass der HP Smart Array P400 SAS-Controller, den ich hier noch herumfliegen habe, nicht passt. Die Backplane des Microservers ist leider fest an ein MiniSAS-Kabel gebunden, das sich nicht tauschen lässt. Der P400-Controller verfügt über zwei SFF-8484 Ports und es gibt keiner Adapter zwischen MiniSAS und SFF-8484 – somit muss ich einen neuen Controller erwerben, um in den Genuss von RAID zu kommen. Aktuell ist die mitgelieferte 250 GB Seagate (ohje) Festplatte verbaut.

Sobald ich einen Smart Array P410 oder P212 habe, wird diese durch 2x 500 GB SATA @ 7200 RPM ersetzt.

 

Betrieben wird der Server mit VMware ESXi 5.0. Ich betreibe 4 VMs concurrent und bin mit der Leistung bis dato zufrieden – aus 3 dedizierten Geräten wurde eins, was erstens Strom spart und mir dennoch die Möglichkeit gibt, das ein oder andere noch zu hosten.

Der Server hat übrigens noch nicht mal 200 Euro gekostet – ein klasse Angebot. Wer einen schicken kleinen Server oder ein NAS sucht, kauft mit dem Microserver genau die richtige Hardware.

Auf den Server bin ich übrigens durch Tschokko gekommen, der das selbe Gerät seit geraumer Zeit für den selben Zweck verwendet. Danke für den Tipp! :)

 

Genug der Worte – Zeit für Bilder!

 

 

:D

HP StorageWorks DAT72x10 Autoloader ohne Deckel in Aktion

Hat einer von Euch schon mal einen Bandroboter ohne Deckel in Aktion gesehen? Ich finde das echt beeindruckend.

Ich musste meinen DAT72-Autoloader heute zerlegen, weil sich ein Band quergestellt hat und das Gerät somit nicht mehr wollte. Bei der Gelegenheit habe ich mir mal den Initialisierungsprozess ganz aus der Nähe angeschaut und in einem Video dokumentiert.

Interessant fand ich auch, dass sich hinter einer abgeklebten Stelle (von der ich dachte, sie verdeckt einige Schrauben, die das Gehäuse zusammenhalten) noch ein RJ45- und ein USB-Port versteckten. Leider kann ich nicht herausfinden, wozu die gut sind.

 

 

Mah Tapez, lemme show u dem! 3

…die TB-Marke habe ich geknackt! :D

  • 9x DDS2
  • 84x DDS-3
  • 3x DDS-4

Macht zusammen unkomprimiert 1086 GB (1,06 TB) und komprimiert 2172 GB (2,12 TB) :D

Der SE/30 und der Dreck/Rost

Heute habe ich den SE/30 mal auseinander genommen und von Staub und Dreck befreit. Darüber hinause habe ich die Rost-Stellen mit einer Stahlbürste behandelt. Viel hat es aber nicht gebracht, weswegen ich wohl das nächste Mal mit einer Lösung hantieren werde.

So einfach ist es dann doch nicht.. :D

Macintosh SE/30

Was man so alles im Keller findet – habe die Tage einen alten Macintosh SE/30 gefunden. Schade, dass er nicht funktioniert – bleibt beim Booten in einem schwarz/weiss gestreiften Screen hängen. Habe im Netz aber einige Tips gefunden, wo man ansetzen kann. :)

Wenn ich das Teil wieder zum Laufen bekomme, versuche ich mich mal an einer NetBSD-Installation auf dem Gerät. :D

EDIT: Das Mainboard sieht soweit sogar noch ganz gut aus – lediglich die CMOS-Gegend ist ein wenig lädiert, paar kalte Lötstellen und bisschen Rost. Aber das kann man bestimmt mit Geduld fixen. Mal guggen, ob ich ihn wieder zum Laufen bekomme. :D