Christian 13. August 2009
Ich hatte massive Probleme meine Umlaute unter CRUX zum Laufen zu bekommen, auch im IRC-Channel des Projekts konnte man mir nicht helfen.
Die letztendliche Lösung:
- Einstellungen in der /etc/rc.conf:
FONT=default
KEYMAP=de-latin1-nodeadkeys
TIMEZONE=Europe/Berlin
- Setzen der Variablen:
# localedef -i de_DE -f ISO-8859-1 de_DE
# localedef -i de_DE -f ISO-8859-1 de_DE.ISO-8859-1
# localedef -i de_DE -f UTF-8 de_DE.utf8
- Einstellungen der /etc/profile:
export LANG=”de_DE.utf8″
export LC_CTYPE=”de_DE.utf8″
Tags: CRUX, FU
Christian 13. August 2009
Um Finch, die NCurses-Variante von Pidgin, auf CRUX zu kompilieren, muss ein wenig getrickst werden. Pidgin ist im Contrib-Tree enthalten, das da enthaltene Pkgfile (/usr/ports/contrib/pidgin/Pkgfile) muss um folgende Zeile vor “–disable-gstreamer” erweitert werden:
--disable-gtkui \
Damit wird die GTK-GUI von Pidgin deaktiviert und nur der NCurses-Client Finch wird installiert.
Wichtig ist, dass folgende Pakete bereits installiert sind:
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- glib
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- expat
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- libgpg-error
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- libgcrypt
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- gnutls
Insbesondere gnutls darf nicht vergessen werden, da sonst Yahoo, MSN und XMPP (Jabber) aufgrund mangelndem SSL/TLS-Support nicht funktionieren!
Wenn nur ICQ benutzt werden soll, kann man hier TLS/SSL allerdings auch im Pkgfile deaktivieren:
--disable-nns \
--disable-gnutls \
Tags: CRUX
Christian 13. August 2009
Da mein Thin-Client immer laufen und funktionieren muss, wurde er nie groß und richtig gewartet. So wurde auf ihm vor langer Zeit ein altes Debian installiert, welches nun drei Distirbutionsupgrades hinter sich hat. Da solche Upgrades bei Debian eine Kinderkrankheit sind, lief vieles nicht mehr so, wie es sollte. Also – Zeit für etwas neues.
Ich habe hier wieder auf CRUX Linux zurückgegriffen, da CRUX im Gegensatz zu Debian viel minimalistischer und smarter ist, genau das, was auf eine 266 Mhz-Kiste gehört.
Installiert ist das Ganze schon, Kernel ist auch schon kompiliert, jetzt fehlen nur noch die Anwendungen und Applikationen.
Für unser Geckos hätten wir gerne eine Webcam-Funktion, welche dieser Thin-Client übernehmen wird. Laut Internet werden Logitech-Webcams schon vom Kernel aus unterstützt, so muss ich nur noch mit ffmpeg ein Skript schreiben, welches alle xyz Sekunden ein Bild erstellt und auf einen Server hier lädt.
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Installation von CRUX
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Thin-Client in Installationsmontur
Tags: CRUX, Geckos, Hardware, Linux
Christian 5. Januar 2009
Da es erstmal kein funktionierendes locales unter CRUX gibt, gestaltet sich die “Eindeutschung” von Firefox etwas schwieriger.
Aber es geht:
- Firefox installieren:
# prt-get depinst firefox
- Sprachdatei von www.firefox-browser.de beziehen
- Das Plugin Locale Switcher installieren:https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/356
- Firefox neustarten und gut.
Tags: CRUX, How-To, Linux
Christian 5. Januar 2009
Seit es die Tage den neuen Xorg X-Server in den meisten Distributionen als Update gab, gab es auch mindestens genau so viel Ärger damit. Denn neuerdings muss man manuell in die Xorg.conf in den meisten Fällen einen Haken setzen, dass Tastatur und Maus erzwungen werden – tut man das nicht, gibt es einen nutzlosen X-Server, denn Maus und Tastatur gehen nicht. Das findet auch in keinem Wiki wirklich, nach stundenlangem Googlen wurde ich auch nicht fündig. Ein Tipp aus dem CRUX IRC-Channel half mir weiter (Danke nochmals an Rotwang!).
Einfach in die xorg.conf die ServerFlag-Sektion mit folgendem Inhalt hinzufügen:
Section "ServerFlags"
Option "AllowEmptyInput" "false"
EndSection
…und schon klappts auch wieder mit X!
Tags: CRUX, Fail, How-To, Linux
Christian 31. Dezember 2008
Bei der Installation von Programmen unter CRUX werden Sourcecodes heruntergeladen und daraus Packages gebaut, die man installieren kann. Dadurch wird natürlich Speicher belegt, den man nachher wieder freimachen kann:
# df && rm /usr/ports/* -Rf && df && ports -u && df
Mit dem Befehl sieht man auch, was zwischendrin gelöscht wird und was man danach noch zur Verfügung hat.
Tags: CRUX, How-To
Christian 31. Dezember 2008
moc ist ein schöner kleiner Medien-Player für das Terminal. Da ich momentan kein X11 benutzen kann, benötige ich das Tool, um Musik zu hören. Leider musste ich den MP3-Support manuell “reinkompilieren“, d.h. 20 Pakete kompilieren, darunter libmad, ffmpeg und w32codecs. Nachdem ich damit fertig war (dauerte rund eine Stunde!) – kam im IRC-Channel von CRUX folgendes Update rein:
< cruxbot> [contrib.git/2.5]: moc: add mp3 playback deps and adjust footprint
Toll.. wieder mal Zeit verschwendet. -_-”
Tags: CRUX, Fail
Christian 7. Oktober 2008
Wer Besitzer einer SUN-Maschine ist, hat mit dem Betriebsystem die Qual der Wahl. Windows kommt nicht in Frage und wäre auch nicht so schnell ohne weiteres zu bewerkstelligen. Kommt also BSD oder Linux in Frage. Erdenkbar wäre das offene Pedant zu Solaris: OpenSolaris. Wer bisher nur mit Linux intensiv gearbeitet hat, steht hier wie “der Ochs vorm Berg” und darf vieles neu lernen, was natürlich keineswegs spaßig ist. NetBSD und FreeBSD lassen sich übrigens gar nicht so leicht installieren, wie man denkt. Für die SPARC64-Architektur gibt es nicht einmal ein fertig Image, so müsste man von Floppy oder aus dem LAN booten und einen minimalistischen Kernel fahren, mit dem man dann den Kernel und die Programme installiert – von einem Medium, was man noch vorher aufwendig einbinden muss. Meines Erachtens nach ist das selbst für BSD/*nix-Veterane zu viel Arbeit. Also wäre eine Linux-Distribution auf der SPARC64-Architekturbasis nicht schlecht. Einige Distributoren geben Images für die Plattform an, darunter Ubuntu, Debian und CRUX. Da ich die Ultra 10 in diesem Beispiel als Server benutzen möchte, kommen also kein Ubuntu und Debian in Frage. Meiner Meinung nach sind diese Server für die Architektur etwas überladen – ferner mag ich apt nicht sonderlich.
Also wäre CRUX erdenkbar. CRUX ist eigentlich eine Distribution, welche speziell für i686 angepasst wurde und extrem minimalistisch ist. Ferner ist sie an BSD angelehnt und benutzt das Ports-System. Zur Vereinfachung gibt es einen Paketmanager, der automatisch per SVN die Quellcodes bezieht, kompiliert und die Anwendungen als Paket installiert: prt-get (an apt-get angelehnt).
Zurück zum Thema, es gibt neben der offiziellen i686-ISO von CRUX auch inoffizielle, leider auch z.T. nicht aktuelle Images für i486, i586 und auch SPARC64. Letzteres kann zur Installation auf der SUN Ultra 10 benutzt werden.
- Also, Image herunterladen, auf einen Rohling brennen und in die SUN einlegen.
- Nach der Speicherprüfung den automatischen Bootvorgang mit einem Druck auf STOP und A abbrechen.
- Sicherheitsmodus der SUN deaktivieren:
setenv security-filter false
- Nun von der CD booten, ich hab hierzu ein IDE-Laufwerk benutzt:
boot cdrom
Hinweis: Bei SCSI-Geräten stellt sich das Ganze schwieriger dar. (Tipps siehe Linksammlung)
- Nun sollte der SILO-Bootloader von der CD geladen werden und einen Prompt anzeigen, bei welchem wir eingeben:
boot: crux root=/dev/hdc
Der Device-String muss natürlich an die Hardwarekonfiguration angepasst werden! Hier handelte es sich um ein IDE-CD Laufwerk, das auf Secondary Master gejumpert war. SCSI-CDs werden mit /dev/scd0 oder /dev/sdX deklariert. Der richtige Device-String ist wichtig, da sonst der Kernel die CRUX-Daten nicht findet und mit einem “kernel panic” abraucht.
- Ist CRUX hochgefahren, loggen wir uns mit root ein und widmen uns der Partionierung. Bei SCSI-Festplatten müssen vorher evtl. Treibermodule für den Controller noch geladen werden – die mit den SUN Ultra 10 verkaufen SCSI-Controller werden in der Regel automatisch erkannt und eingebunden.
# fdisk /dev/hda
Die Partionierung für die SUN-Kiste unterscheidet sich ein wenig von der für eine “normale” Linux-Kiste. So müssen das SUN disklabel ausgewählt und in der Regel 6 Partitionen erstellt werden:
hda1 | kleiner als 2 GB (für alte SUNs, wie die Ultra 10) – ext3 /
hda2 | SWAP ~512MB
hda3 | “entire hard disk”
hda4 | min. 2 GB – ext3 /tmp
hda5 | min. 2 GB – ext3 /usr
hda6 | Rest der Festplatte – ext3 /home
- Danach werden die Partitionen erstellen und gemountet, damit setup die Dateien kopieren kann:
# mkfs.ext3 /dev/hda1
# mkfs.ext3 /dev/hda4
# mkfs.ext3 /dev/hda5
# mkfs.ext3 /dev/hda6
# mkswap /dev/hda2
# swapon /dev/hda2
# mount /dev/hda1 /mnt
# mkdir /mnt/usr
# mkdir /mnt/tmp
# mkdir /mnt/home
# mount /dev/hda4 /mnt/tmp
# mount /dev/hda5 /mnt/usr
# mount /dev/hda6 /mnt/home
# setup
- Ist die Installation abgeschlossen, wird in das neue Linux “gechrootet”, damit es konfiguriert werden kann – außerdem muss noch der Kernel kompiliert werden:
# mount --bind /dev /mnt/dev
# mount --bind /tmp /mnt/tmp
# mount -t proc proc /mnt/proc
# mount -t sysfs none /mnt/sys
# chroot /mnt /bin/bash
- Setzen wir zuerst das root-Passwort:
# passwd
- Danach wird der Hostname in der /etc/rc.conf gesetzt:
# vi /etc/rc.conf
- Nun folgt /etc/fstab – ohne diese findet CRUX nachher sonst nichts (Achtung: Das ist nur ein Beispiel!):
/dev/hda1 / ext3 noatime 0 1
/dev/hda2 none swap sw 0 0
/dev/hda4 /usr ext3 noatime 0 2
/dev/hda5 /var ext3 noatime 0 2
/dev/hda6 /home ext3 noatime 0 2
openprom /proc/openprom openpromfs defaults 0 0
/dev/cdrom /mnt/cdrom auto noauto,user 0
- Einen Kernel brauchen wir auch noch:
# cd /usr/src/linux-2.6-x.xx..
# make menuconfig
# make && make image modules_install
# cp arch/SPARC64/boot/image /cruxSPARC
# cp System.map /boot
- Als letztes folgt noch der SILO-Bootloader, alles andere folgt nach der Installation. In der SILO-Konfigurationsdatei müssen die Partitionsnummern und Kernelnamen angepasst werden.
# vim /etc/silo.conf
# cp /etc/silo.conf /boot
# silo -C /boot/silo.conf
- Fertig und reboot:
# init 6
So einfach gehts!
Anbei mal die CPU-Info meiner SPARC:
# cat /proc/cpuinfo
cpu : TI UltraSparc IIi (Sabre)
fpu : UltraSparc IIi integrated FPU
promlib : Version 3 Revision 19
prom : 3.19.4
type : sun4u
ncpus probed : 1
ncpus active : 1
Cpu0Bogo : 663.55
Cpu0ClkTck : 0000000013d92d40
MMU Type : Spitfire
Tags: CRUX, Linux, Nerdy, SUN