IMAP-Push unter Android

Wer auf seinem Smartphone oder Tablet mobil Mails empfangen möchte, hat in aller Regel die Wahl zwischen zwei gänzlich unterschiedlicher Technologien:

  • Polling – Der E-Mail-Server wird in einem vorkonfigurierten Zeitraum (30 Minuten, 1 Stunde,..) kontaktiert und auf neue E-Mails abgefragt
  • Pushing – Der E-Mail-Server informiert das Endgerät über neu eingegangene E-Mails

Die meisten Androiden praktizieren Polling – bedauerlicherweise bieten die meisten Standard Mail-Clients keine Pushing-Funktionalität. Im Google Play-Store finden sich einige Alternativen mit besagter Pushing-Unterstützung – beispielsweise K-9 Mail.

Wichtig ist, dass der Mail-Server für Pushing die sogenannte IMAP IDLE-Funktion beherrschen muss – diese wird zwingend für Pushing verwendet. In den FAQs der meisten Provider ist hier ein entsprechender Hinweis zu finden.

K-9 Mail ist ein quelloffener Mail-Client, der IMAP-, POP3 und WebDAV-Mailkonten unterstützt. Viele Leute behaupten, K-9 Mail wäre funktional, aber hässlich. Das kann ich nicht so ganz bestätigen – muss aber auch zugeben, dass mir relativ egal ist, wie ein Mail-Client aussieht, solange er funktioniert. Der Original Mail-Client von Android 4.x ist sicherlich eine Spur schöner, unterstützt aber kein Pushing. Darüber hinaus funktioniert bei meinem ROM die Mail-Synchronisation nicht korrekt – manchmal werden Mails abgeholt, manchmal nicht.

K-9 Mail verfügt über sämtliche Standard-Funktionen, wie Signaturen und Empfangsbestätigungen. Angelegte IMAP-Ordner können komfortabel durchsucht werden – große Mengen an E-Mails können markiert und danach beispielsweise gelöscht oder verschoben werden.

Pushing funktioniert mit K-9 Mail wunderbar – binnen weniger Sekunden sind versendete Mails auch auf dem mobilen Endgerät verfügbar, auch, wenn mehrere Mail-Konten parallel verwendet werden.

K-9 Mail ist kostenlos und im Google Play Store erhältlich: [klick mich!]

Anbei noch einige Screenshots der Anwendung:

Ein Blick über den Tellerrand – Nonsens(e)-ROMs

Seitdem meine Smartphones gerootet wurden, habe ich zahlreiche ROMs ausprobiert und bin letztendlich immer bei Sense-ROMs gelandet. Der Hauptgrund hierfür war das Tool HTC Sync, mithilfe welchem es möglich war, Kontakte und Aufgaben mit einem lokalen Outlook abzugleichen.

HTC Sync ist nur mit HTC ROMs kompatibel, Android-Stockroms werden nicht unterstützt. Ein ähnliches Tool habe ich nicht gefunden. Das hat mich nicht davon abgehalten, dennoch einige Android-Stockroms zu testen.

Ich war recht überrascht, wie groß die Performance- und Laufzeitunterschiede zwischen den Sense-ROMs und Android-Stockroms waren. Letztere liefen i.d.R. immer flüssiger und boten eine auffällig höhere Akkulaufzeit. Die Ursache der negativen Laufzweitwerte kann ich mir nicht erklären. Ebenso rätselhaft sind mir die enormen Größenunterschiede der ROMs: während ein Android 4.2.2 ROM rund 150 MB groß ist, braucht ein Sense-ROM ca. 500 MB Speicherplatz – ich vermute hier werden jede Menge Kompatiblitätsbibliotheken und anderer Runtime-Overhead aus alten Windows-Entwicklungszeiten (HTC Sense stammt ursprünglich aus der Windows Mobile-Entwicklung) mitinstalliert.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Optik. Wer einmal ein Sense-ROM verwendet hat, ist dezente, aber stilvolle Grafik gewöhnt. Nacktes Android sieht erstmal relativ langweilig aus. Wenn man den Optik-Faktor aber höherer Leistung und Laufzeit gegenüberstellt, dürfte die Diskussion recht schnell beendet sein. Darüber hinaus muss man allerdings auch sagen, dass Android 4.x gegenüber 2.x und 3.x bedeutend ansehlicher ist, sodass der Umstieg nicht allzu schwer fällt.

Vor einiger Zeit machte mich ein Arbeitskollege auf das Tool CompanionLink Android aufmerksam. Nach einigen Tests stellte sich heraus, dass das Programm exakt die Funktionalität bietet, die ich so lange gesucht habe – eine brauchbare Synchronisation mit Outlook ohne Umwege über die Google Cloud. Das war letztendlich der Dolchstoß für die bisherigen Sense-ROMs auf meinen Androiden.

Aktuell werkelt ein Android 4.2.2 auf meinen HTC Sensation – und das sehr zufriedenstellend. Wie vorhin erwähnt ist die Akkulaufzeit höher und die gesamte Haptik wirkt ruckelfreier. Damit ist Sense für mich erstmal “raus” – ich bin aber dennoch an der zukünftigen Entwicklung interessiert und hoffe, dass mit Sense 5 einige Performance-Optimierungen vorgenommen werden.

Outlook-Kontakte mit Android abgleichen

Nicht jeder möchte unbedingt seine Kontakte und Kalendereinträge in der Google Cloud sichern – ich gehöre auch zu der Gruppe personen, die sensible Daten ausschließlich lokal synchronisieren möchten.

Bei HTC ROMs kann man hier auf HTC Sync zurückgreifen – für mich war das bisher der einzige Grund, überhaupt noch HTC ROMs zu verwenden.

Was aber, wenn man kein HTC Smartphone hat? Auch hier gibt es Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist das Tool CompanionLink Android, auf welches mich ein Arbeitskollege aufmerksam gemacht hat.

Das Programm synchronisiert auf Wunsch Kontakte, Aufgaben, Kalendereinträge, Ausgaben, Memos und Notizen zwischen Outlook und Android 1.6 oder höher. Hierzu ist eine App namens DejaOffice CRM auf dem Smartphone oder Tablet erforderlich. Diese App implementiert ein Konto und kopiert so die synchronisierten Daten auf die lokalen Android-Anwendungen. Für den täglichen Einsatz muss man sich also nicht an Drittanbieter-Apps gewöhnen, jeglicher Kalender/Kontakte-Zugriff erfolgt über die System-Apps.

Für Evaluationszwecke existiert eine 14-tägige Testversion der Software, nach dieser Zeit kann das Programm entweder für 14.95 USD (3 Monate Updates) oder 49.95 USD (Dauerlizenz) erworben werden.  Zum Zeitpunkt meiner Tests (28/29.02.2013) gab es eine Sonderaktion, bei dem die Vollversion für 39.95 USD verkauft wurde.

Wer keine Abstriche mit Sense ROMs machen, seine Kontakte und Kalender aber dennoch synchronisieren möchte, dürfte mit dem Programm gut bedient sein. Es kostet zwar einen kleineren Betrag, was sich aber – meiner Meinung nach – lohnt. :)

Stabiles Android 4.2.2-ROM für das HTC Sensation

Nachdem ich lange Zeit ausschließlich Sense-ROMs verwendet habe, war es Zeit für einen Blick über den Tellerrand.

Auf meinem Nexus 7 verrichtet Android 4.2.2 sehr zufriedenstellend seinen Dienst und so kam mir der Gedanke, das bewährte Release auch auf meinem HTC Sensation auszuprobieren.

Auf xda-developers stieß ich auf ein ROM, welches auf CyanogenMod 10.1 (Android 4.2.2) basiert und die gesamte Hardware des Sensations unterstützt. Der Punkt war mir sehr wichtig – ich habe keine Lust “pre-alpha” ROMs zu testen und auf die Hälfte der Funktionen meines Smartphones verzichten zu müssen.

Ich war recht überrascht, wie flink das ROM seinen Dienst auf dem leicht angestaubten HTC im Vergleich zum vorherigen Android Revolution HD 6.8 Sense-ROM verrichtete.

Die Menüs reagieren flüssig und Apps starten spürbar schneller als vorher. Darüber hinaus ist die Akku-Laufzeit signifikant höher – während ich früher mit aktiviertem UMTS tagsüber und WLAN abends (Flugzeugmodus nachts) mein Handy spätestens abends an die Ladestation hängen musste, steht das Gerät locker über einen Tag durch.

Sehr cool ist auch die vollständige Integration GooManagers, der das Smartphone auf verfügbare ROM- oder Google Apps-Updates überprüft und die benötigten Pakete für die Installation herunterlädt – so erspart man sich den Umweg über die xda-Foren.

Wer ein performantes und energiesparendes Android 4.2.2-ROM sucht, sollte sich das ROM mal näher anschauen.

Das ROM ist hier zu finden: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=2115520

4EXT vs. ClockworkMod

Mit 4EXT und ClockworkMod existieren zwei Recovery-Images für Android-Geräte. Mithilfe dieser Tools können alternative ROMs geflasht, gesichert und wiederhergestellt werden.

Doch, was sind die genauen Unterschiede zwischen den beiden Tools? Genau darum geht es in diesem Artikel.

Je nach Android-ROM kann es erforderlich sein, eins der beiden Tools zu verwenden. So gibt es beispielsweise ROMs, die nicht vollständig mit ClockworkMod (kurz: CWM) kompatibel sind.

Die mir bekannten Unterschiede der beiden Tools habe ich in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

4EXT CWM
Backup/Restore ja (yaffs2/tar) ja (tar)
MD5-Prüfsummen ja ja
Touch-Eingabe ja, optional ja, optional
Backup-/Install-Inapp Premium Premium
Wipe /data, Dalvik, Superwipe /data, Dalvik
Themes ja nein
Storage-Mount ja ja
Power Reboot/Bootloader/Power Reboot
Extras OTA, Batterie-Anzeige, Screenshots, Backup-Konvertierung -
Manager 4EXT Recovery Updater ROM Manager
Premium Recovery Control (2.29 €) ROM Manager Premium (4.99 €)
Webseite [klick mich!] [klick mich!]

Ich persönlich habe lange Zeit CWM verwendet, bis ich ein ROM mit OTA-Funktionalität verwendete. Für dieses ROM war 4EXT erforderlich, da CWM die OTA-Updates nicht unterstützte.

Prinzipiell sind die Unterschiede zwischen den beiden Tools nicht sehr groß – 4EXT ist eben ein Stück schöner und verfügt über einige nette Features, wie OTA. Wer viel flasht, wird vielleicht auch das Feature, das Gerät nicht nur neuzustarten sondern auch auszuschalten, schätzen.

Google Nexus und das versteckte Systemupdate

Es ist gut möglich, dass ein Systemupdate für ein Google Nexus trotz Freigabe nicht gefunden wird und somit auch nicht heruntergeladen werden kann.

Grund hierfür kann das “Google Dienste-Framework” sein – es verursacht einfach ein Problem bei der Update-Server-Kommunikation. Abhilfe schafft das Stoppen des Prozesses und löschen der Framework-Daten. Die nächste Suchanfrage nach Systemupdates gelangt dann hoffentlich an einen Google-Server, der daraufhin das Update zum Download anbietet.

In meinem Fall half der Trick, das Android 4.2.2-Systemupdate für mein Nexus 7 herunterzuladen.

Google Nexus 7 32 GB WLAN Review

Auf einer kürzlichen Geschäftsreise hat mich das hohe Gewicht meines Thinkpad Tablets gestört – neben der schlecht angepassten Android-Variante von Lenovo war das für mich der Grund, mal wieder “über den Tellerrand” zu schauen. Vor einigen Tagen konnte ich das Nexus 7 eines Arbeitskollegen in der Hand halten und war begeistert.

Kurzum – ich entschied mich dazu, einfach kurzerhand mal ein solches Gerät zu ordern und zu testen.

Technische Daten

Interessant sind die technischen Daten des neueren, aber günstigeren Nexus 7, die mein Thinkpad Tablet im Schatten stehen lassen:

Thinkpad Tablet Nexus 7
CPU-Generation Tegra 2 Tegra 3
2x 1 Ghz 4x 1.3 Ghz
RAM 1 GB
Android 3.1, 4.0.4 4.1.2, 4.2.1
Bildschirm 10.1″ @ 1280×800 (149 ppi) 7″ @ 1280×800 (216 ppi)
Gewicht 750g 340g
Externe Schnittstellen USB, Mini-HDMI, SD-Karte, Docking USB-OTG über Micro-USB
Netzwerk GPS, n-Draft WLAN, Bluetooth, (UMTS)
Extras Optionale Stifteingabe, zweite Kamera, SD-Kartenleser NFC
Speicher 16, 32, 64 (8), 16, 32
Preis 480 € (16 GB WLAN) 570 € (16 GB UMTS) 660 € (32 GB UMTS) 750 € (64 GB UMTS) 199 € (16 GB WLAN) 249 € (32 GB WLAN) 299 € (32 GB UMTS)

Erster Eindruck

Das Nexus 7 wirkt trotz des niedrigen Preises keineswegs billig oder minderwertig, wie fälschlicherweise oftmals vermutet wird. Ich konnte bei meinem Exemplar keine lockeren Ecken oder knarzende Gehäusestellen finden. Mit der leicht gummierten Rückseite liegt das Nexus 7 sehr gut in der Hand und passt wirklich in jede noch so kleine Tasche. Mit etwas mehr 300 Gramm Gewicht lässt sich das Gerät auch liegender- und stehenderweise längere Zeit angenehm benutzen – ein idealer Begleiter für Bus- und Zugfahrten.

Ich persönlich mag den Formfaktor des Nexus 7 sehr – ein 10″-Tablet ist für meinen Geschmack zu groß. Das 7″-Gerät ist klein und leicht und kann überall hin mitgenommen werden, was bei meinem eher klobigen Thinkpad Tablet nicht der Fall ist.

Das Nexus 7 wird mit Android 4.1 ausgeliefert – per Systemupdate ist die neueste Version 4.2.1 erhältlich. Das nackte Android ist minimalistisch, aber keineswegs hässlich. Gegenüber meinem Thinkpad Tablet ist mir aufgefallen, dass es sehr schnell arbeitet. Es gibt keine spürbaren Hänger, wie beim von Lenovo unnötig angepassten Android-Derivat. Das pure von Google entworfene Android-System kann hier voll und ganz punkten.

Ebenso minimalistisch wie das Betriebssystem ist auch das Gehäuse des Nexus 7, das neben der obligatorischen 3,5mm Klinke lediglich über eine Micro-USB-Schnittstelle verfügt. Einer der Gründe, warum ich mir das Thinkpad Tablet zugelegt hatte, war die Anzahl der Schnittstellen. Neben einem vollwertigen USB-Port gab es einen Mini-HDMI-Anschluss und einen SD-Kartenslot. Den vollwertigen USB-Port kann man mithilfe eines USB-OTG-Adapters nachrüsten – so lassen sich auch Eingabe- oder Speichergeräte anbinden. HDMI steht nicht zur Verfügung – was mich aber nicht sört.

Das Wegfallen von SD-Kartenslots ist ein Trend bei Smartphones und Tablets, der mir nicht sonderlich gefällt. Bei einem Smartphone wäre das für mich ein absolutes No-Go, da ich recht viele Daten mit mir herumschleppe und zahlreiche ROMs ausprobiere. Durch die häufige Frequentierung ist es mir durchaus schon mal gelungen, eine SD-Karte zu vernichten. Bei meinem Tablet bin ich da weniger bastelfreudig – das Gerät dient in aller Regel als digitale Zeitung und PDF-Reader, es wird seltener benutzt und soll einfach funktionieren. Bei einer Speichergröße von 32 GB habe ich aktuell keine Platzbedenken – mein vorheriges Tablet hatte ebenfalls 32 GB und wurde selten mit mehr als 16 GB “beladen“. Die zusätzlich verbaute SD-Karte habe ich nie benutzt.

Benchmark-Test

Mithilfe von AnTuTu Benchmark habe ich die beiden Geräte einem Benchmark-Test unterzogen – und war überrascht:

Test Thinkpad Tablet Nexus 7
RAM 1043 1867
CPU Integer 1514 3577
CPU Float 1115 2700
2D 428 785
3D 967 2878
Database I/O 280 545
Gesamtergebnis 5347 12694

Ich hätte nicht gedacht, dass es solche großen technischen Unterschiede zwischen Tegra 2 und Tegra 3 gibt.

Während mein Thinkpad Tablet mit 1080p-Streams zu kämpfen hat, spielt das Nexus 7 problemlos 1080p-Videos ohne Ruckler ab. Auch Spiele laufen flüssiger und wirken dank der hohen Pixeldichte klarer.

Die Firmware des Thinkpad Tablets verursacht an einigen Stellen unnötige Ruckler, die das Gerät aufgrund der Hardware-Konfiguration eigentlich nicht haben sollte. Vermutlich ist das auf das durch Lenovo angepasste Android-Derivat zurückzuführen, wie bei vielen anderen Androiden mit herstellereigener Android-Variante. Bedauerlicherweise gibt es selbst auf xda-developers keine größere Auswahl an stabilen, alternativen ROMs – das Thinkpad Tablet ist ein Nischenprodukt.

Das Nexus 7 reagiert trotz mehrerer gleichzeitig benutzten Anwendungen zügig – mir sind bisher keine größeren Hänger aufgefallen.

Genau so (und nicht anders!) sollte Android auf einem Tablet agieren – ohne unnötige Bloat- und Crapware.

Fazit

Das Nexus 7 bietet ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es ist günstig und bietet für sein Geld eine Menge Power und muss sich nicht hinter teuren Geräten verstecken. Mit seiner angenehmen Größe und schlappen 340g Gewicht ist der kleine Taschencomputer ein idealer täglicher Begleiter. Wer unterwegs Nachrichten und Bücher lesen und das ein oder andere Spiel spielen will ohne dabei viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, dürfte sich mit dem Nexus 7 schnell anfreunden können.

Foto-Galerie

Anbei noch einige Bilder der beiden Geräte:

Stabiles und schnelles Sense-ROM – Android Revolution HD

Auf meinem HTC Sensation habe ich mittlerweile so ziemlich jedes Sense-ROM, bevorzugt Sense 4, getestet. So richtig zufrieden war ich bisher mit keinem ROM – etwas hat mich immer genervt.

Die meisten ROMs mit aktueller Sense 4-Oberfläche sehen zwar sehr schick aus, haben aber im Vergleich zu Sense 3.6 eine eher schlechtere Akkulaufzeit und/oder gelegentliche Hänger beim Benutzen der verschiedenen Home-Screens. Nach dem Installieren angepasster Performance-Kernel (wie beispielsweise dem Sultan-Kernel) hat sich hieran zwar einiges zum Positiven entwickelt – dafür funktionierte WLAN Tethering nicht mehr.

Ich suchte ein ROM, dass auf Sense basiert (da ich dieses für eine lokale Outlook-Synchronisation über HTC Sync benötige) und keine nervigen Performance-Hänger hat. Nicht-Sense ROMs sind, wie ich rausgefunden habe, i.d.R. performanter, verfügen aber (ab Android 4.1) über keine lokale Kontakteverwaltung mehr. Kontakte können dann ausschließlich bei Google oder auf einem Exchange-Server gesichert werden – beides ist für mich keine Option.

Bei der ROM-Suche bin ich auf die ROM-Familie “Android Revolution HD” gestoßen. Diese ROMs basieren i.d.R. auf dem letzten offiziellen Update des Herstellers und beinhalten zahlreiche Tweaks, alternative Kernel und Addons, die das ROM deutlich flotter machen und Bloatware entfernen.

Für mein HTC Sensation gibt es ein auf Android 4.0.3. ROM, das das sparsamere Sense 3.6 beinhaltet. Das mit den Worten “Very fast | rock stable | stock look | great support” betitelte ROM ist in der Tat bedeutend schneller, als alle vorher getesteten Sense 4-ROMs und bietet auch eine höhere Akkulaufzeit.

In Kombination mit dem alternativen stabilen PYD-X Kernel (3.1-stable, GPU+CPU low overclock) erreicht mein Sensation im AnTuTu-Benchmark stolze 9519 Punkte. Einen ähnlichen Wert hatte ich auch beim Sultan-Kernel erreicht – doch hier funktionierte nach der Installation kein WLAN-Tethering mehr.

Folgende CPU-Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • Maximale Taktfrequenz: 1,728 Ghz
  • Minimale Taktfrequenz: 384 Mhz
  • Automatische Regelung: ondemand
  • I/O scheduler: vr

Für Android Revolution HD gibt es zahlreiche Mods und Tweaks auf xda-developers, von denen ich folgende als nützlich erachte:

Das ROM habe ich jetzt seit knapp 2 Wochen und bin immer noch sehr zufrieden damit. Sense 3.6 ist zwar nicht ganz so schick wie Sense 4 – funktioniert dafür aber zuverlässig und hat eine höhere Akkulaufzeit. In Kombination mit einem stabilen PYD-X-Kernel kann man noch mehr Performance aus dem Gerät holen.

Anbei noch einige Screenshots des ROMs:

Das ROM ist hier zu finden: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1098849

SmartDroid Four 1.1 – Android 4.0 ROM mit Sense 4.1 für das HTC Sensation

Für mein neues HTC Sensation habe ich einen würdigen ROM-Nachfolger gesucht. Auf meinem Desire HD habe ich SabsaPrime 8.5 verwendet, welches Android 4.0.4 und Sense 4.1 vereint, ohne mit Bloatware zu nerven.

Nach einiger Zeit stieß ich auf SmartDroid Four, welches über die gleiche Konstellation verfügt. Optisch unterscheiden sich die beiden ROMs nicht, auch hinsichtlich der Performance kann ich bisher nichts Negatives berichten.

Die Anzahl der Home-Screens kann bei SmartDroid Four sogar angepasst werden, was ich bei SabsaPrime nicht konnte (oder nicht gefunden habe). Die Home-Screens passen sich im Portrait-Modus an.

Scheint genau das zu sein, was ich suchte. :)

Das ROM ist hier zu finden: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1972316

Retro: DOS-Klassiker flüssig unter Android spielen

Als Kind haben wir sie alle gespielt – DOS-Games. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als Spiele mehr mit ausgefallenen Ideen und weniger mit grafischen Effekten überzeugten.

Mit DOSBox gibt es einen erstklassigen Emulator für Retro-Freunde – auf modernen Systemen emuliert er die gesamte Hardware-Umgebung eines klassischen 286/386-Systems, wozu auch eine Soundkarte zählt.

DOSBox ist von mehreren Quellen auch für Android erschienen. Neben aDosBox gibt es auch DosBox Turbo – letzteres soll Fokus dieses Artikels sein. aDosBox ist eine für Android angepasste DOSBox-Version – die App ist noch im Beta-Stadium und war auf meinen Android-Geräten leider alles andere als perfomant. DosBox Turbo ist eine speziell für Android angepasste und auch optimierte App – sie überzeugt durch Geschwindigkeit und Stabilität.

Mit 2,99 EUR ist die kleine Anwendung – für das, was sie leistet – auch bezahlbar. Mit DosBox Manager gibt es ein kleines Hilfsprogramm, dass die Erstellung einzelner Profile für DOS-Spiele und -Anwendungen ermöglicht. So findet jede Konfiguration in Form einer Diskette in einem virtuellen Regal Platz – ein Klick auf die entsprechende Stelle im Regal startet DOSBox und der Spiel-Spaß kann losgehen.

Natürlich fanden Vinyl Goddess From Mars, DynaBlaster und Heartlight gleich den Weg auf mein Tablet. In Kombination mit einer kleinen USB-Tastatur verwandelt sich so ein Android-Tablet schnell in eine Spielmaschine, die stundenlang zu beschäftigen weiß. :)

Wer unterwegs die ein oder anderen Kindheitserinnerungen auffrischen und auf spaßige Art und Weise die Zeit totschlagen will, findet mit der Anwendung einen erstklassigen Begleiter. :D