Retro: S.u.S.E. Linux 5.0 (1997)

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Nach einem halben Jahr Entwicklungszeit wurde heute openSUSE 12.3 veröffentlicht.

Zeit einmal einen Blick auf die Wurzeln zu werfen. openSUSE ging aus dem früheren S.u.S.E. Linux hevor – S.u.S.E stand hier für den Firmennamen (Gesellschaft für Software- und System-Entwicklung GmbH).

Die erste offizielle S.u.S.E. Version 4.2 erschien 1996 und beinhaltete den Linux-Kernel in der Version 1.2.13.

Ich bin zufällig auf S.u.S.E. 5.0 (1997) Installationsmedien gestoßen und habe mich gleich daran gemacht, das leicht angestaubte System in einer virtuellen Maschine zu installieren.

Ganz trivial war das nicht, da ein Großteil der virtuellen Hardware von S.u.S.E. Linux 5.0 nicht unterstützt wird. Ich habe verschiedene Tests mit BOCHS, Virtualbox und VMware Workstation durchgeführt – lediglich mit letzterer Software und aktiviertem Workstation 4 Legacy mode funktionierte auch der X-Server.

S.u.S.E. 5.0 besteht aus 4 CDs, von denen 3 zur Installation dienen, 1 CD enthält ein Live-Filesystem.

Es ist höchst interessant, wie groß die Software-Auswahl zum damaligen Zeitpunkt schon war. Zwar gibt es kein GNOME (GNOME 1.x erschien erst 1999!), dafür aber einige andere Fenster-Manager, wie beispielsweise FVWM. Darüber hinaus gab es 1997 schon eine Java-Entwicklungsumgebung, was mir bisher nicht bekannt war.

Interessanterweise waren damals auch noch “Shareware“-Programme Bestandteil der Distribution. YaST war schon Teil der Systemanwendungen, allerdings nur ein einer Kommandozeilen-Version – es war übrigens auch nicht in der Lage, CD-ROMs zu wechseln. S.u.S.E. 5.0 war die erste Version, die RPM unterstützt.

Für grafisches Browsen gab es eine erste Version von Mozilla. S.u.S.E 5.0 erscheint mit dem Linux-Kernel in der Version 2.0.3.0.

Screenshots

Anbei noch einige Screenshots:

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