Kurztipp: Linux-Volumes unter Windows mounten

Manchmal kann es auch erforderlich sein, Linux-Dateisysteme unter Windows einzuhängen.

Besonders einfach gelingt das mit einem Programm namens „DiskInternals Linux Reader„. Das Programm ist in der Lage, folgende Dateisystem-Typen lesend einzuhängen:

  • ext2/3/4
  • reiserFS/reiser4
  • HFS(+)
  • UFS2

Wichtig ist, dass das Programm die Volumes lediglich lesend einbindet, um die Unversehrtheit des Dateisystems zu gewährleisten. Sollen Volumes auch schreibend eingehängt werden können, müssen andere Tools verwendet werden:

Linux Reader

Linux Reader

Der Linux Reader besteht aus einem Explorer-Fenster, mit welchem ganz komfortabel durch das Windows-fremde Dateisystem navigiert werden kann. Es gibt auch eine integrierte Vorschau-Funktion für Konfigurationsdateien. Die Bedienung erinnert stark an den Windows Explorer und ist somit weitestgehend selbsterklärend.

Das Tool ist kostenfrei und findet sich hier: [klick mich!]

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Hi!

      Da das Tool die offiziellen ext*/reiserfs-Treiber nutzt, sollte es auch über die Unterstützung von größeren Dateien verfügen.
      Habe ich aber nicht getestet.

      Beste Grüße!

  1. Ich kann hier nur aus Erfahrung sprechen. Um mal was lesend auf einer Platte zu holen ist das OK. Sollte die Platte mal unsauber disomounted werden, ist das Dateisystem nicht mehr clean. Schreibt man dann Daten drauf, so ist es inkonsistenz. Diese Tools können eben nicht das Dateisystem nach fehlern untersuchen, dies geht nur unter Linux/Unix.
    So hatte ich mal Datenverlust bei einem Kunden, der dies genau als Dauerlösung betrieben hat. Da er die USB Platte alle paar Monate mal unter Linux gebraucht hat und der Rest von der Zeit unter Windows lesen und schreibend benutzt hatte.

    • Hi Konkretor!

      Danke für dein Feedback. Prinzipiell ist es immer schwierig, einen direkten Datenaustausch zwischen Linux und Windows zu implementieren, wenn hierbei kein NFS/Samba verwendet werden soll.
      Prinzipiell würde ich für solche Zwecke einfach ein FAT32/NTFS auf der Linux-Seite verwenden – das funktioniert einfach besser als umgekehrt (also ext*/reiserfs auf Windows). 🙂

      Beste Grüße!

    • Ich denke nicht, dass das funktioniert. Das Problem ist dabei, dass die erwähnten Tools nur mit klassischen Windows-fremden Dateisystemen klarkommen – aber nicht mit virtuellen Geräten, die ja erst durch den Linux-Kernel verfügbar gemacht werden.
      Mir ist auch kein Programm bekannt, das mit Linux LVM-Geräten klar kommt.

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