Lenovo Thinkpad T420s NV8PEGE Review

Seit einiger Zeit suche ich schon nach einem würdigen Nachfolger für mein Lenovo Thinkpad R500, das jetzt schon fast 3 Jahre alt ist und meinen Anforderungen schon länger nicht mehr genügt. Die verbaute integrierte Grafikkarte des R500’s kann die Anforderungen von Photoshop nicht ganz abdecken, wenn ich parallel noch zusätzliche Anwendungen, wie VMware Workstation, ausführe. Da das Einbauen einer zusätzlichen Grafikkarte in die „große“ Thinkpad Advanced Dock fehlschlug, war es mir wichtig beim nächsten Notebook-Kauf auf ein Notebook mit dedizierter Grafik zu setzen. Meine Anforderungen waren:

  • …natürlich wieder ein Lenovo Thinkpad – ich greife gerne auf Bewährtes zurück 😉
  • Intel Core i7 der zweiten oder dritten Generation – um diesmal genügend Reserve für die nächsten Jahre zu haben. Die CPU des R500 war ein wenig unterdimensioniert
  • mindestens 8 GB RAM mit der Option 16 GB zu verbauen
  • Eine SSD als Bootmedium mit der Option anstatt eines optischen Laufwerks eine zusätzliche Festplatte zu verbauen
  • LED-Display – bei mobilen Arbeiten stört mich das klassische LCD des R500
  • Dedizierte Grafikkarte – idealerweise eine NVidia um in den Genuss von „NVidia Optimus“ zu kommen. Eine ATI-Grafikkarte möchte ich (nicht) mehr, da ich in Vergangenheit mit ATI-Karten immer Kompatiblitätsprobleme hatte.
  • Fingerprint-Reader
  • Angenehmes Keyboard

Gegenüber 2009 hat sich das aktuelle Thinkpad-Portfolio ein wenig verändert, so wurden unter anderem die SL- und R-Serie eingestellt – letztere lebt nun als L-Serie weiter. Ein Gerät der L-Serie wollte ich diesmal nicht mehr. Neben den oben genannten Punkten gab es noch einige Dinge, die mich an den Budget-Thinkpads gestört haben, beispielsweise:

  • relativ wuchtiges und unhandliches Format – kontraproduktiv, wenn man doch mal mobil arbeiten möchte
  • Plastik-Gehäuse ohne Thinkpad-typische Gummierung
  • oranges Thinklight (wer hat sich das bitte ausgedacht?)
  • hohes Gewicht

Die Wahl sollte also auf ein Thinkpad der T- oder X-Serie fallen. Die W-Serie wäre mit 15.6″ Geräten auch wieder recht wuchtig und schwerer. Abgesehen davon sind die Mobile Workstation-Thinkpads aufgrund sehr leistungsstarker Hardware verständlicherweise ziemlich teuer – einen Core i7 Quadcore benötige ich dann doch nicht.. 😉 Die X-Serie scheidete leider aus, da es hier keine dedizierte Grafikkarten gibt – die integrierte Grafik der Core i7-CPUs ist mit Sicherheit beachtlich, ich wollte diesmal aber kein Risiko eingehen und nach 1 Jahr wieder mangelnde Grafikleistung feststellen müssen. Die T-Serie bietet neben den herkömmlichen Notebooks auch flachere und energiesparendere Geräte, erkennbar am hinten anstehenden „s“. Diese Geräte sind in der Regel auch teurer. Die Wahl sollte also erstmal auf ein „normales“ T-Thinkpad fallen. Die brandaktuelle T430-Serie sprengte mit dedizierter Grafikkarte und Core i7 leider mein Budget, weswegen ich ich für die vorherige Generation T420 entschied. Ferner muss ich ehrlich sagen, dass mir die neuen Keyboards nicht zusagen. Ich bin die „klassichen“ Thinkpad-Tastaturen gewöhnt und hätte gerne – wenn möglich – auch eine solche wieder. Im Internet hatte ich einige Berichte gelesen, die das neue Display des T430’s bemängelten. Drei Argumente gegen das T430 also. 😉 Durch Zufall bin ich auf ein sehr attraktives Angebot für ein T420s im Thinkpad-Forum gestoßen. Dort wurde ein quasi unbenutzes T420s in Maximal-Konfiguration zu einem guten Preis angeboten. Nach ausführlicher Preise-Recherge im Internet habe ich letztendlich dann zugeschlagen. Das T420s verfügt über:

  • Intel Core i7-2640M – Sandy Bit.. äh Bridge mit 2x 2.8 Ghz + HT und 4 MB Cache
  • 8 GB DDR3 RAM
  • 14.1″ mattes Display @ 1600×900
  • 160 GB Intel SSD
  • GPS und UMTS-Karte
  • USB 3.0 und Bluetooth 3.0
  • Integrierte Intel 3000 HD-Grafik und zusätzliche NVidia Quadro NVS 4200M und Optimus-Technologie
  • 3 Jahre Rest-Garantie

Passend zum T420s habe ich dann noch eine Docking-Station und einen HDD-Adapter für die Ultrabay gekauft. Da ich das optische Laufwerke ohnehin sehr selten verwende, kann ich so eine zusätzliche Festplatte für Benutzerdaten einbauen (wie auch beim R500 schon). Beigefügt einige Bilder des neuen Spielzeugs in voller Pracht:

Vorhin habe ich herausgefunden, dass der Fingerprint-Reader auch als „Anschalter“ verwendet werden kann, wenn man Fingerabdrücke gespeichert hat. Wird der richtige Finger verwendet, startet das Notebook: Zugegeben, das ist Spielerei… aber dennoch cool. 😀

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr schön! Heb bitte das Verpackungsmaterial (vakuum verpackt) für mich auf.

    >oranges Thinklight (wer hat sich das bitte ausgedacht?)

    Mitarbeiter der Stadtreinigung?

    vg; andy

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