Seit einigen Tagen ist meine bessere Hälfte stolze Besitzerin eines Thinkpad T430s 2356-AA9 mit folgender Ausstattung:
- Mattes 14″ LED-Display mit 1600×900 Pixel und 250 nits
- Intel Core i5-3320M (Ivy Bit.. äh Bridge) Dual Core-Prozessor (4 Threads)
- 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher (1 Riegel, 16 GB möglich)
- 256 GB SSD
- nVidia Quadro NVS 5400M-Grafikkarte mit 1 GB Grafikspeicher und Optimus-Technologie
- n-Draft WLAN und Bluetooth 4.0
- Fingerprint und USB 3.0
- Beleuchtete Tastatur, UltraNav und ThinkLight
- 6 Zellen Akku (81+) mit 47 Wh
Natürlich durfte ich das Notebook auch begutachten und ein wenig damit “herumspielen“. Selbstverständlich dachte ich da auch gleich an einen weiteren Review-Artikel.
Ich selbst besitze das Vorgängermodell T420s und habe die beiden Modelle mal vergleichen.
Erster Eindruck
Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Geräte (T420s und T430s) erstmal nicht. Lenovo ist hier dem schlanken und edlen Design des T-Vertreters treu geblieben.
Anstatt mit glänzenden Elementen und einem wuchtigen Gehäuse zu nerven, überzeugt das Gerät mit einem zeitlosen, klassischen Design. Auch in der neuesten Version der Ts-Serie verfügt das Gerät noch über eine Display-Einrastung, was ich sehr begrüßenswert finde. Bei den aktuellen X-Geräten (X230, X230s und X230 Tablet) hat man hierauf leider verzichtet, wie ich kürzlich bei meinem X230 feststellen musste. Durch die Einrastung liegt das Display im geschlossenen Zustand fest an – egal in welchem Winkel das Gerät gehalten wird.
Das T430s ist genauso dünn und leicht wie sein Vorgänger – mit knapp 3 cm Höhe und 2 kg Gewicht passt das Gerät in jeden noch so vollen Rucksack, ohne den Rücken zu überlasten. Wem die W-Serie zu “overkill” und die herkömmliche T-Serie zu klobig ist, wird in der Ts-Serie fündig.
Eine optische Änderung gegenüber dem T420s ist das aufgeräumte Clearplate (LED-Symbolleiste neben der Modellbezeichnung). Hier werden nur noch LEDs für Festplatte und WLAN angezeigt – das verleiht dem Gerät einen aufgeräumteren Look. Bei früheren Thinkpads traf man hier LEDs für Stromversorgung, Akku- und Tastaturstatus, Bluetooth, WWAN und WLAN an.
Die USB-Schnittstellen wurden beim T430s je nach Funktion farblich hervorgehoben, was beim T420s nicht der Fall war. USB 3.0-Schnittstellen sind nun blau, immer mit Strom versorgte USB 2.0-Schnittstellen sind an der gelben Farbe erkennbar. Der beim T420s verbaute Displayport wurde durch einen Mini-Displayport ersetzt, was die Verwendung eines entsprechenden Adapters erzwingt.
Das neue Precision Keyboard
Von der auffälligsten Veränderung wird der Besitzer nach dem Aufklappen des Geräts begrüßt – das neue Precision Keyboard. Ich kenne diese Tastatur von meinem X230 bereits und bin von dieser Erneuerung – der ich erstmal sehr skeptisch gegenüber stand – überzeugt.
Das neue Design ist anders, aber keineswegs störend. Das vorher schon legendäre Tipperlebnis auf Thinkpad-Tastaturen wurde durch die neue Tastatur noch weiter ausgebaut. Ich kenne keine auch nur vergleichbare Notebook-Tastatur, auf der man so bequem und präzise tippen kann, wie auf den Thinkpad-Tastaturen. Gegenüber meinem X230 verfügt das T430s meiner Freundin über eine LED-Beleuchtung, die sich über die Tastenkombination (FN + Leertaste) in zwei Stufen betreiben lässt. Über die selbe Tastenkombination kann bei ausgeschalteter Tastaturbeleuchtung auch das ThinkLight angeschaltet werden. Ich persönlich empfinde die Hintergrundbeleuchtung als unnütz und verspielt – aber Geschmäcker sind ja bekanntlicherweise verschieden. Im Dunkeln empfand ich die Arbeit mit dem ThinkLight bisher immer bedeutend angenehmer als die Arbeit mit einer Tastatur mit “Unterbodenbeleuchtung“. Wenn ich die Tastaturbeleuchtung des Precision Keyboards mit der meines Firmennotebooks (DELL) vergleiche, muss ich allerdings sagen, dass die Beleuchtung keinen – wie zuerst erwarteten – “19,99 EUR Saturn-Tastatur“-Charme hat. Die Beleuchtung wirkt nicht billig oder minderwertig – ist aber dennoch nicht mein Ding.
Windows-Installation
Die vorinstallierten Windows-Setups von Lenovo waren noch nie für eine minimalistische Software-Auswahl bekannt. Anstatt sich auf das Wesentliche zu Beschränken, wurden schon immer mehr Tools, als man gebrauchen kann, installiert.
Auch in der neuesten Version der Ts-Serie hat sich da nicht allzu viel daran geändert. Neben Testversionen vermeintlicher Sicherheitssoftware, werden zahlreiche Anwendungen installiert, die für die meisten Benutzer nicht nützlich sind (z.B. SimpleTap, Access Connections,…).
Der Power-User stört sich hieran nicht, da er ohnehin sein Notebook noch einmal formatiert und Windows “from scratch” installiert. Ich würde mir wünschen, dass sich Lenovo bei Windows 7-Vorinstallationen einfach mal auf das Wesentliche beschränkt und keine Bloatware mehr ausliefert – bei neueren Windows 8-Vorinstallationen, die wesentlich weniger Crapware beinhalten, scheint es doch auch zu klappen.
Hardware-Benchmark
Das T430s kommt mit einem Intel i5-3320M, der über folgende Features verfügt:
- 2,6 bis 3,3 Ghz Taktfrequenz
- 3 MB Cache
- 64bit Dual-Core mit Hyper-Threading (= 4 Threads)
- 22nm Fertigungsgröße und 35 Watt TDP
- Unterstützt bis zu 32 GB DDR3-RAM
- Integrierte Intel HD Graphics 4000-Grafikkarte
- Integrierter AES-NI Instruktionssatz für beschleunigte Verschlüsselung
Insbesonders der integrierte AES-Instruktionssatz ist genial – bei der Verwendung von AES ist eine verschlüsselte Festplatte nicht langsamer als eine unverschlüsselte. Bei früheren Prozessoren war die Verschlüsselung immer mit höherer CPU-Last und Performance-Einbußen verbunden.
Die verbaute Nvidia Quadro NVS 5400M-Grafikkarte verfügt über 1 GB Grafikspeicher. Im 3DMark11-Test ist sie rund 3 bis 5 fps schneller als die Nvidia Quadro NVS 4200M meines T420s. Die Unterschiede im Windows-Leistungsindex zwischen den beiden Geräten sind eher minimal:
| Test |
T420s |
T430s |
| CPU |
7,2 (i7-2640M) |
7,2 |
| RAM |
7,5 (Kingston Value) |
7,2 (Standard) |
| Grafikkarte |
6,4 |
6,6 |
| Festplatte |
6,8 (mSATA) |
7,2 (SATA) |
Interessant ist, dass die neuere i5-Generation anscheinend genau so perfomant wie die vorherige i7-Generation ist – damit hätte ich nicht gerechnet. Vermutlich ist hier der Windows-Leistungsindex nicht sonderlich genau – hier wären detailliertere CPU-Benchmarks interessant.
Fazit
Mit dem T430s findet man einen idealen Kompromiss zwischen einem leistungsstarken, aber klobigen W- und einem bezahlbaren T-Modell. Lenovo ist dem grandiosen Design des T420s treu geblieben und hat es mit dem neuen Precision Keyboard noch weiter verbessert. Das Gerät liefert mit zwei Grafikkarten und einer moderaten i5-CPU ausreichend für alltägliche und auch etwas anspruchsvollere Arbeiten.
Wer also ein portables Gerät sucht, dass nicht nur schick aussieht, sondern auch “was kann” und dabei noch aufrüstet werden kann, dürfte mit dem T430s zufrieden sein.
Foto-Galerie
Anbei natürlich noch einige Fotos der beiden Geräte:
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Eine Blackbox!
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Verpackung
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Akku und Netzteil
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Fingerprint-Reader am T430s und T420s
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Die Tasten des Backlight-Keyboards sind glänzend
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Tastaturvergleich zwischen T430s und T420s
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T430s und T420s
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Tastatur mit zweiter Beleuchtungsstufe
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Tastatur mit erster Beleuchtungsstufe
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Pack mich aus!
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Clearplates beim T430s und T420s
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Höhe des T430s und T420s
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Beide Notebooks von vorne
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Beide Notebooks von links (oben: T420s)
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Beide Notebooks von rechts (oben: T420s)
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Rückseite beider Notebooks (oben: T420s)
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T430s im Größenvergleich zum X230